Der Nachtrag vom Wochenende

Schön war’s, mein Wochenende. 🙂 Friedlich, entspannt und endlich wärmer als letzte Woche.

Die guten Dinge von Freitag:

  • Meine mögliche Vertretung ist eine sehr nette Frau, die den Job ziemlich sicher gut übernehmen könnte. Dennoch haben A. und N. hinterher beschlossen, dass sie trotzdem drauf verzichten, weil beide während meiner Auszeit teilweise selbst im Urlaub sind und es deshalb vermutlich zu wenig zu tun gibt. Falsche Reihenfolge! Das hätten wir vorher überlegen sollen. Aber so läuft es halt manchmal.
  • Rechtzeitig für den Markteinkauf bahnte sich die Sonne den Weg durch die Wolken. 😎 An einem Pflanzenstand fand sich tatsächlich französischer Estragon! Der ist gar nicht so leicht zu kriegen und meiner hat leider den letzten Winter nicht überlebt. Eine Tomatenpflanze musste auch noch mit, obwohl ich doch dieses Jahr keine haben wollte. Tststs. Herr Grillenscheucher fand dort diverse Kräuter für seinen Balkon, weshalb wir einen leicht schlaffen Lavendel geschenkt bekamen. Üppige Ausbeute.
  • Let’s Dance Halbfinale und das Swarovski-Mädel hat uns restlos begeistert.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Bei herrlichstem Sonnenschein und sommerlicher Wärme haben Herr Grillenscheucher und ich einen kleinen Spaziergang um den Block gemacht. Unterwegs haben wir jeder eine Sonnenbrille erstanden. So sieht meine aus. Cool, oder?

129_Sonnenbrille

  • Ich habe die drei neuen Pflanzen eingetopft. Nun ist die Kokoserde verbraucht und ich werde künftig stoisch an Pflanzen-Verkaufsständen vorbei gehen. 😉

125_Tomate     127_Estragon_Lavendel

  • Schon wieder leckerster Spargel polnisch. Dazu gab es jede Menge Gesprächsthemen. U.a. konnte ich eine Entscheidung zum Umgang mit dem Anruf aus der Vergangenheit treffen und wir haben neue Pläne für eine Urlaubsreise mit Olga gemacht.

Die guten Dinge von heute:

  • Lange, lange geschlafen.
  • Die Hilfe von Herrn Grillenscheucher beim Wohnungsputz. Leider hat ja meine Putzperle kürzlich überraschend gekündigt und eine neue zu finden, ist ziemlich schwierig. Deshalb hat mir Herr Grillenscheucher seine Hilfe angeboten und siehe da: zusammen sind wir super schnell und bestimmt gründlicher als jede Putzperle.
  • Trotz der Kälte letzte Woche und des vielen Regens hat sich die meiste Saat auf meinem Balkon zum Keimen und Wachsen entschlossen. Die Wicken sehen aus wie eine kleine grüne Armee, der Zierkürbis wirkt nahezu begeistert und die Pfingstrose ist kurz davor, die ersten Blüten zu öffnen.

123_Wicken_klein 126_Zierkürbis 124_Pfingstrose

Kletterpflanzen

Vor ein paar Jahren hab ich mir eine Art Pergola auf den Balkon bauen lassen. Sie ist im Prinzip ein Metallgestell, steht direkt am Haus und somit um und über meiner Fensterfront vom Wohnzimmer und ist etwa einen Meter tief. Drum rum habe ich Maschendraht gezogen. Das Ding sieht in etwa so aus:

Nur hübscher. 😉 Eben aus Metall und Maschendraht statt aus Holz und einiges größer ist meine auch.

Meine Idee war, auf beiden Seiten Kletterpflanzen hoch zu ziehen, die dann auch oben quer wachsen. Damit wollte ich eine natürliche Beschattung für die großen Fenster herstellen, auf die im Sommer sonst den ganzen Nachmittag die Sonne steht. Tja, bestimmt eine gute Idee, die sich leider in der Umsetzung sehr schwer tut.

Auf der einen Seite habe ich einen mittlerweile richtig großen Winterjasmin stehen, der aber leider gar keinen Bock hat, oben quer zu wachsen. Er bewächst ganz wunderbar die eine Seite der Pergola, ist im Sommer total grün und blüht im Winter sehr hübsch gelb, aber oben quer wachsen, dazu hat er keine Lust. Lieber treibt er von unten immer weiter aus.

80_Jasmin_eingewickelt     Winterjasmin-Blüte

Auf der anderen Seite habe ich nun schon diverse Versuche gestartet: Feuerbohnen, eine Clematis und dieses Jahr Kürbis und Zucchini. Warum auch immer – nichts will so richtig.  Die Feuerbohne kam am Anfang immer ganz begeistert, ließ dann aber extrem nach.

Feuerbohne2

Die Clematis war ein paar Jahre bei mir zu Gast und entwickelte sich zuerst sehr schön. Leider ist auch sie mit dem Knick in der Pergola nicht klar gekommen und wollte nicht quer wachsen.

Clematis_Ecke

Ich habe es auch mit Kappuzinerkresse ausprobiert, aber die kriegt bei mir immer nur Blattläuse. Dieses Jahr habe ich für den Platz Zierkürbis und Zucchini in einen Kübel gesät. Von den beiden weiß ich zumindest aus Erfahrung, dass sie schnell und in die seltsamsten Richtungen wachsen. Aber auch sie haben es nicht geschafft, die Seite zu begrünen geschweige denn den oberen Querteil der Pergola. Außerdem verwelken ihre großen grünen Blätter so schnell, dass man fast Depressionen kriegt. 🙁

259_Zucchini_riesig     46_Zucchini_welk

Gut, es gab einen Versuch des Kürbis‘, oben quer zu wachsen. Er hat sich auch tapfer gehalten, aber immer noch ist es weit entfernt von einer kompletten Begrünung der Pergola.

61_Kürbis_oben

Also stehe ich immer noch vor der Frage, wie ich die zweite Seite und vor allem das Dach der Pergola begrünt bekomme. Am allerliebsten hätte ich natürlich eine mehrjährige Pflanze an der Stelle, die so langsam das ganze Gestänge überwuchert. Ich fürchte nur, dass eines der Probleme an der Stelle das ist, dass dort kein Platz für einen wirklich großen Topf ist. Direkt daneben ist nämlich meine Balkontür und der Topf muss so klein oder schmal sein, dass ich daneben noch den Balkon betreten kann. Wäre ja sonst auch ein bisschen dämlich, wenn ich nicht mehr raus könnte. 😉

Momentan denke ich darüber nach, an die Stelle eine Kiwi zu pflanzen. Angeblich kommen die gut mit den hiesigen Temperaturen klar und sind sogar immergrün. Und vielleicht finde ich dafür sogar einen eher schmalen, rechteckigen und hohen Behälter statt eines runden Topfes. Für rechteckig habe ich an der Stelle nämlich mehr Platz.

Es bleibt spannend…

Herbstanfang

Nun sagt es auch der Kalender: Es ist Herbst. Das Laub färbt sich bunt, Kastanien fallen und auf meinem Balkon sind tatsächlich ein paar kleine Zierkürbisse gewachsen.

53_Kürbis

  • Im Laufe des Tages haben sich die Wolken endlich mal verzogen und es gab wunderschönen, immer noch warmen Sonnenschein.
  • Ich war zur Zahnreinigung, was nun nicht zu meinen größten Hobbys gehört. Und dann begrüßte mich auch noch eine andere als „meine“ Zahnfee. 😥 Zu meiner riesengroßen Erleichterung konnten die beiden in Sekundenschnelle die Patientinnen tauschen. Uff! „Meine“ Zahnfee ist nämlich ganz besonders behutsam und unglaublich witzig. Eine Stunde Lachen und dann waren die Zähne wieder sauber und schön glatt.
  • Mein Adventskalender war im Briefkasten. Ja, richtig gelesen, mein Adventskalender, und nein, es ist nicht zu früh dafür. Er ist nämlich etwas, was mir die dunkle Zeit für ein paar Wochen versüßt. Ich bestelle ihn schon seit einigen Jahren bei Andere Zeiten und jedes Jahr bringt der Kalender mich zum Staunen, Weinen, Lachen, Nachdenken und Innehalten. Außerdem erfüllt er einen meiner großen Kindheitswünsche: Er beginnt nicht erst am 1. Dezember, sondern am Abend vor dem 1. Advent, und er endet nicht am 24. Dezember, sondern am Dreikönigsfest im Januar. 😉

Zucchini

Viel zu lange hab ich in dieser Rubrik nichts mehr geschrieben und dabei hat sich so vieles verändert. Ich fange einfach mal bei Z wie Zucchini wieder an.

Die erste Aussaat von Zucchini dieses Jahr hat nicht geklappt. Ich schätze, der Topf hatte zu wenig Sonne und so mochte die Saat nicht keimen. Die zweite Aussaat hat geklappt. Juchuh! Dafür habe ich nur die oberste Erdschicht im Topf zerwühlt, die nicht aufgegangene Saat raus gepuhlt und neue Saatkörner rein gesetzt. Ich war nämlich viel zu faul, den riesigen Topf zu leeren und mit neuer Erde zu füllen. Das hat tatsächlich funktioniert. Also merken: Wenn sich nichts tut im Topf, die alte Saat raus holen und neue setzen.

Den Topf habe ich an einen sonnigeren Standort gestellt bis die Saat aufgegangen war. Danach kam er auf seinen ursprünglich beabsichtigten Platz. Das war mal eine meiner besseren Ideen, denn es hat funktioniert. Merke: Es gibt Saat, die es eher warm und sonnig mag, um zu keimen. Wenn sie gekeimt hat, „erleidet“ sie auch weniger sonnige Standorte.

Inzwischen ist die Zucchini riesig geworden. Hier ist sie noch im Anfangsstadium:

251_Zucchini

Nun rankt sie schon am Rankgitter bis oben und dort quasi waagerecht:

13_Zucchiniranke

Ich liebe Zucchiniblüten! Hach, die sehen einfach toll aus.

12_Zucchiniblüte

Ein paar von ihnen bilden auch schon Fruchtstände. Mal sehen, ob die noch groß genug zum Essen werden.

Was nicht funktioniert hat, war die Aussaat von Kürbis und Zucchini in einem Topf. Irgendwie scheinen die sich nicht zu mögen. Merke also: Kürbis und Zucchini harmonieren nicht, obwohl sich die Pflanzen so ähnlich sehen. Oder vielleicht genau deshalb.

Was ich an Zucchini überhaupt nicht mag, ist ihre Pieksigkeit. Sie hat überall so kleine, fiese Stacheln, dass ich sie nur mit Handschuhen anfassen kann. Aber was tut man nicht alles für schöne Blüten…

Pfingstrosenblüte

Statt Reisebericht gibt es heute einen von meinem Balkon. Schließlich habe ich noch gar nicht erzählt, wie es den Balkonpflanzen während meiner Abwesenheit erging. Hm, ich würde mal sagen, es ging ihnen gut. Der liebe Nachbar ist seiner Gießkannen-Aufgabe fürsorglich nachgekommen. Dass es hierzulande offenbar ähnlich kühl war wie auf der Kreuzfahrt, dafür kann er ja nun so gar nichts. Als ich zurück kam, waren deshalb die Blüten der Pfingstrosen immer noch nicht weiter als vor meiner Abreise. Eigentlich nett, gell. Als hätten sie extra mit dem Blühen auf mich gewartet. 😉

Aber es hatte sich deshalb auch in einigen Töpfen und Kästen so gut wie gar nichts getan. Im Topf vom Kürbis und von der Zucchini war quasi Totentanz:

160_keine_Regung

Der dunkle Salat war auch eher unwillig, während der grüne immerhin anfing, zu sprießen:

162_dunkler_Salat 163_grüner_Salat

Der Kerbel kommt eifrig und am liebsten da, wo er gar nicht hin gehört. Das ist ja ein Lichtkeimer und seine Saat hat sich flugs überall hin verteilt. Also merken für’s nächste Jahr: Lichtkeimer erst drinnen und windstill kommen lassen!

164_Kerbel

Basilikum und noch nicht mal die unverwüstlichen Tagetes wollen so richtig aus dem Quark kommen. Ich bin einigermaßen enttäuscht. Gestern habe ich, um neue Hoffnung zu schüren, den Kasten mit dem unbefriedigenden Salat neu mit frischen Saatbändern bestückt. Außerdem habe ich im Topf mit der Kürbis- und Zucchini-Saat gewühlt und festgestellt, dass kein einziger Saatkorn aufgegangen ist. Auch dort habe ich neu ausgesät – hoffentlich ist es noch nicht zu spät dafür!

Den mickrigen Schnittlauch habe ich mit einem Trick von Herrn Grillenscheucher ersetzt: Man pflanze einfach einen Supermarkt-Schnittlauch in einen Topf. Mal sehen, ob das bei mir so gut gelingt wie bei ihm.

169_Schnittlauch_gedreht

Aber es gab auch ein paar Pflanzen, die so richtig geschossen sind. Allen voran der Liebstöckel und die Minze. Die haben miteinander und mit der Pfingstrose schon um Platz gekämpft:

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Inzwischen habe ich sie auseinander gerückt und es sieht so aus, als müsste ich das in naher Zukunft wiederholen. Irre, wie die wachsen!

Das allerbeste aber ist, dass die Pfingstrosenblüten jetzt langsam aufgehen. Eigentlich mag ich kein Pink auf meinem Balkon, aber dieses Pink liebe ich:

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