Frühjahrsputz

Nachdem Herr Grillenscheucher und ich die ersten warmen Sonnentage in Hamburg verpasst haben, weil wir übers Mittelmeer kreuzten, hat Petrus mir heute, am Tag nach unserer Rückkehr, trockenes und relativ warmes Wetter gegönnt. Während also drinnen die Waschmaschine mit den Urlaubs-Wäschebergen beschäftigt war, habe ich auf dem Balkon den Frühling eingeläutet.

Die Petersilie hat mal wieder nicht überlebt und ich glaube, ich gebe es auf, welche zu säen. Wir essen eh kaum welche, so dass sie nicht gerade nützlich ist. Und schön genug, um sie einfach zum Spaß zu haben, sieht sie auch nicht aus. Die Petersilien-Töpfe habe ich heute also geleert und geschrubbt.

Der Winterschutz wanderte ebenso in den Müll. Dabei konnte ich entdecken, dass außer der Petersilie alle Pflanzen überlebt haben und wieder austreiben. Juchuh! 🙂 Der Sauerampfer wächst schon mächtig und die Pfingstrose streckt erste Fühler aus dem Boden.

Der Kasten mit den Erdbeeren ist grün belaubt, nachdem ich die vertrockneten Zweige raus geschnitten hatte.

Ebenso treibt meine Bodendecker-Pflanze, deren Namen ich nicht mehr weiß, fröhlich aus. Ich habe ihr die trockenen Äste abgeschnitten und schätze, sie wird fast explodieren vor Wuchsfreude.

Der Jasmin, über den ich mir schon ein bisschen Sorgen gemacht hatte, kriegt frische grüne Blätter.

Die Kiwi trägt knospenähnliches und will offenbar austreiben. Auf ihren weiteren Verlauf bin ich unglaublich gespannt.

Ich habe den für mich schwierigen Frühjahrsrückschnitt erledigt. Da treiben die Pflanzen schon so schön aus und ich muss ganz viel davon weg schneiden. Seufz. Aber letztlich tut es ihnen ja gut, so habe ich mir mantraartig zugeredet. Jetzt ist alles ordnungsgemäß beschnitten.

Die Töpfe mit den Kroken geben mir Rätsel auf. Da kommt Grün aus der Erde, das aber an den oberen Enden überwiegend vertrocknet aussieht. An Wassermangel kann es nicht liegen. Ist es vielleicht die böse Staunässe? Jedenfalls sind sie weit davon entfernt, Blüten zu kriegen. Schade!

Aber auch ohne blühende Kroken kommt jetzt der Frühling. Davon bin ich überzeugt, denn schließlich wurden die Alsterschwäne bereits in die Freiheit entlassen. Und es wird höchste Zeit, den Pflanzplan für meinen Balkon auszuarbeiten. Frisch ans Werk…

Kurz und gut

  • Die Ruhe in meinem Büro nach zwei aufeinander folgenden sehr lauten und kreischigen Besprechungen.
  • Trotz der Kälte habe ich unterwegs diverse blühende Kroken gesehen.
  • Ein angenehmer Termin bei meinem Friseur. Nun sitzen meine Haare wieder und er hat mir den letzten Rest seines Haargels geschenkt, das wir beide so toll finden und das leider nicht mehr hergestellt wird.

Kurz und gut

  • Genesungsschlaf.
  • Das Wetter war mild und trocken. Ich habe einen Rundgang über den Balkon gemacht, um zu sehen, wie die Pflanzen mit der Kälte und dem Schnee zurecht gekommen sind. Viel lässt sich noch nicht erkennen, aber ich glaube, die meisten haben überlebt. Ich habe die ersten grünen Spitzen der Kroken entdeckt und eine neue weiße Blüte von etwas, was ich vorletztes Jahr verbuddelt hatte. Wenn mir doch bloß der Name davon einfallen würde! Die sind offenbar echt hart im Nehmen.

  • Ich habe einen langsamen Spaziergang im diesigen Sonnenschein um den Block gemacht. Das tat gut, auch wenn es mich schnell erschöpft hat. Gut, dass ich noch ein paar Tage habe, um mich wieder an geschäftigen Alltag zu gewöhnen! Unterwegs habe ich mir ein kleines Primel-Töpfchen gekauft und da es im Einkaufsbeutel immer umkippte, habe ich es in der Hand getragen, was allen, die mir entgegen kamen, ein Lächeln ins Gesicht zauberte. 🙂

Der Nachtrag vom Wochenende

Dieses Wochenende war ich das erste Mal in diesem Jahr bei Herrn Grillenscheucher. Wir hatten es schön und sonnig und entspannt. Und es so toll, wie der Frühling sich ins Zeug legt. Überall blühen die Forsythien in gelb und die Kirschbäume in rosa und bunte Ostereier hängen in den Vorgärten.

Die guten Dinge von Freitag:

  • Morgens schon hatte ich einen Termin beim Orthopäden. Die Arzthelferin, die ich dort am liebsten mag, ist wieder gesund und hat sich sehr über die Tüte merci petits gefreut, die ich für alle als Dankeschön mitgebracht hatte. Das haben sie sich wirklich verdient, so toll, wie die Praxis funktioniert. Die Vertretungsärztin – der Doktor war krank – hat mir ohne Diskussion ein neues Rezept für die Physiotherapie verschrieben und sich gewundert, dass ich dafür extra kommen musste. Der Doktor ist da eben knauseriger. Einziger Wermutstropfen: die Vertretungszeit meines Physiotherapeuten ist beendet und ich muss mit anderen arbeiten. 🙁

  • Der überraschende Anruf von S. und wir haben geplappert als hätten wir uns vorgestern erst gesprochen. Dabei war es nach vielen Mails unser erstes Telefonat miteinander.
  • Noch ein erstes Mal in diesem Jahr: Ich bin wieder mit Olga gefahren. Zuerst wollte sie nicht so recht und ging einfach wieder aus. Im zweiten Versuch mit viel Gas konnten wir dann doch los. Nicht ganz so angenehm für meine Schulter, das Autofahren, aber zusammen haben wir es geschafft.
  • Bonus: Und noch ein erstes Mal in diesem Jahr: Die Sonne schien und es war so warm, dass wir auf dem Balkon von Herrn Grillenscheucher Prosecco trinken konnten.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Herr Grillenscheucher und ich haben meine Pflanzen aus dem Winterquartier bei ihm wieder auf meinen Balkon gebracht. Der Lorbeer und der große Rosmarin treiben schon wieder aus – sieht super aus.
  • Eine kleine Einkaufstour mit Olga. U.a. haben wir viele Saattütchen und mein neues liebstes anti-alkoholisches Kaltgetränk erstanden: Rhabarber-Schore von Hella. Sieht ein bisschen eklig aus, schmeckt aber hervorragend säuerlich. Zwischendurch gab es auch noch den Geschmack Italiens im Mund.

  • Und weil es gestern schon so schön war, haben wir nochmal Prosecco auf Herrn Grillenscheuchers Balkon getrunken.

Die guten Dinge von heute:

  • Ausreichend geschlafen und danach eine Latte Macchiato ans Bett serviert bekommen.
  • Herr Grillenscheucher hat sich um Anton gekümmert. WhatsApp läuft jetzt auf meiner neuen Handynummer und Landkarten für unsere Kreuzfahrt sind auch drauf, damit wir uns unterwegs nicht verlaufen.
  • Wieder zu Hause erwarteten mich auf meinem Balkon glücklich aussehende Pflanzen. Der Liebstöckel ist um mindestens 10 cm am Wochenende gewachsen. Die Kroken blühen um die Wette. Der Jasmin kriegt grüne Blätter und der Baum vor meinem Balkon auch. Hach!

    

    

  • Bonus: Die Kresse hat sich ebenfalls prächtig entwickelt und wird gleich mein Abendessen bereichern.

Der Nachtrag vom Wochenende

Dieses Wochenende war voller Schmerzen im linken Arm und Regen. Aber wenigstens war Wochenende und ich musste weder arbeiten noch nach draußen. Das kann einen unter diesen Umständen schon sehr glücklich machen.

Die guten Dinge von Freitag:

  • Lila Kroken-Felder unterwegs. Der Frühling ist im Anmarsch. 😎
  • Während meiner Abwesenheit hat A. es unter Umgehung des vorgesehenen Genehmigungswegs geschafft, das Speicherlimit für mein Mailpostfach erhöhen zu lassen. Herrlich! Man muss einfach mal länger ausfallen. 😉
  • Herr Grillenscheucher und ich haben die erste diesjährige Folge von Let’s Dance geguckt und haben uns an den meisten Tänzen erfreut. Mit den Beurteilungen der Jury waren wir ganz und gar einverstanden, aber die Notenvergabe ist und bleibt uns ein Rätsel.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Herr Grillenscheucher hat den Umleimer auf einem meiner Küchenschränke erneuert. Ich wüsste zu gern, was die Dinger veranlasst, sich plötzlich zu lösen.
  • Ich habe mir endlich einen neuen Handy-Tarif bestellt. Ganz bald kann ich nun auch von unterwegs mit Anton ins Internet.
  • Der entspannte Abend mit Herrn Grillenscheucher und Spaghetti Bolognese.

Die guten Dinge von heute:

  • Zum Frühstück gab es Schinken vom Wollschwein, der schon weit rum gekommen ist. Er ist nämlich von Ungarn nach Italien gereist, um dort geräuchert zu werden, und von dort nach Deutschland, um verkauft zu werden. Sehr, sehr lecker.
  • Die Wut über ein Schreiben meines Arbeitgebers ist allmählich verraucht und in meinem Kopf formuliert sich eine Antwort. Auf keinen Fall werde ich das ohne Reaktion hinnehmen. 👿
  • Ein wenig Hausarbeit erledigt, was meinem linken Arm immer irgendwie gut tut. Nun sind die Schmerzen fast weg.