Cagliari

Cagliari auf Sardinien. So ein hübscher Ort und so eine hübsche Insel. Herr Grillenscheucher und ich haben dort vor vielen Jahren unseren ersten gemeinsamen Urlaub verbracht. 😎 Cagliari haben wir damals allerdings nur kurz gesehen.

Der Kapitän sprach Cagliari bei seinen Ansagen über die Schiffslautsprecher immer „Kackliari“ aus und uns kräuselten sich die Zehennägel. Herrjeh, der Ort ist nun wirklich nicht Kacke. Und ich frage mich dann immer, wie viele der gut 2000 Gäste auf dem Schiff (plus Mitarbeiter) diese Aussprache für richtig halten und weiter in der Welt verbreiten. Grusel! Die korrekte, italienische und wirklich nicht schwierige Aussprache findet sich auf Wikipedia:

Unser erster Landgang auf dieser Kreuzfahrt und wir konnten ihn ganz entspannt angehen, denn wir würden erst um Mitternacht wieder ablegen. Dieser Zeitplan hat sich uns zwar nicht erschlossen, aber das macht ja auch nichts. So konnten wir ganz geruhsam aufstehen, frühstücken und in der Außenalsterbar Latte Macchiato und Espresso genießen. Erst am frühen Nachmittag sind wir vom Schiff gegangen und haben uns vom kostenlosen Hafenshuttle kutschieren lassen. Die Sonne schien, es war fast heiß, aber sehr, sehr windig.

Cagliari vom Schiff aus gesehen:

Von unserem Balkon hatten wir einen anderen Blick. Vor allem den auf einen Flugzeugträger, der vermutlich für Flüchtlinge im Mittelmeer zuständig ist.

Für mich sieht so was immer ziemlich bedrohlich aus. Aber Cagliari hat es mich gleich vergessen lassen. Wir sind hoch und runter durch Straßen und Gassen und über Plätze. Zuerst kamen wir am Teatro Civico vorbei:

Gassen:

Natürlich haben wir die Kathedrale besichtigt.

Es waren viele Engel an den Wänden zu bestaunen, die alle einen anderen Gesichtsausdruck hatten:

Und es gab sogar echten Blumenschmuck:

Hinterher waren wir und Donany ein wenig erschöpft von all den Eindrücken und wir haben eine kleine Rast auf einem Platz vor der Kathedrale gemacht.

Unterwegs gab es viele Blumenkästen verschiedener Art, die mich ein bisschen inspiriert haben:

Einen wunderschönen alten Fiat gab es zu bewundern.

Wir kamen vorbei am Torre dell Elefante, einem alten Wachturm, und konnten von relativ weit oben unser Lieblingsschiff bewundern.

Vor der Chiesa dei Cappucchini war der Platz mit bunten Fähnchen für ein Fest geschmückt.

Noch eine Pause vor einer leider geschlossenen Pommes-Bude (Ich hatte langsam Hunger.).

Ganz in der Nähe fanden wir heraus, wo sich der Frühling in diesem Jahr versteckt hatte:

Ich habe, wie immer unterwegs, viele Balkone und Häuserfassaden bewundert.

Läden gab es natürlich auch, die aber erst gegen 16:30 Uhr wieder öffneten.

Eine schläfrige Katze unterwegs und eine weitere Kirche, deren Namen ich vergessen habe:

Wir kamen an der Bastione di Saint Remy vorbei und danach gab es endlich ein Eis für uns.

Den ganzen Tag haben wir überall nach Postkarten geschaut, aber die meisten waren entsetzlich hässlich. Dennoch kamen wir abends zufrieden mit diesem schönen Ort zurück aufs Schiff. Nach einem Prosecco bekamen wir auch gleich einen Tisch im Atlantik und haben lecker gespeist, was uns hoffen ließ, dass das Essen gestern nur ein Ausrutscher war.

Wie immer haben wir den Abend im Casino beendet. Die Poolparty haben wir gemieden, weil dort Roberto Blanco auftrat – ausgerechnet der! Eigens für den Geburtstag der Mein Schiff 1 war er mit an Bord. Darauf hätten wir echt gern verzichtet…

Die guten Dinge von Montag, 8. Mai 2017:

  • Wegen der langen Liegezeit in Cagliari konnten wir super geruhsam in den Tag starten.
  • Cagliari! Hach, es war so so so schön, diese Stadt nach all den Jahren wieder zu sehen.
  • Endlich leckeres Essen im Atlantik.

Southampton – sechster Landgang

Auch in Southampton lagen wir schon letztes Jahr und hatten uns diesen eher unangenehmen Ort mit seinem riesigen Einkaufszentrum angesehen. Das musste nicht nochmal sein, aber die Ausflüge, die die TUI anbot, gefielen uns auch nicht so richtig. Eine ganz liebe Kollegin hatte mir mal vorgeschlagen, von dort aus Winchester zu besuchen. Das sei ganz und gar problemlos machbar und super schön dort. Also hatte Herr Grillenscheucher recherchiert, wie man dorthin kommt und was es kostet. Tatsächlich fuhren ständig Züge nach Winchester und zurück, sogar an Sonntagen, denn an so einem waren wir dort. Gerade mal 20 Minuten dauert eine Fahrt.

Ehrlich gesagt hatte ich überhaupt keine Lust auf einen Ausflug an dem Tag. Mir war nach Faulsein und Nichtstun. Aber die Sonne schien und es gab keinen wirklichen Grund für irgendwelche Einwände. Ich hielt die Klappe und das war sehr gut so. Wir gingen am späten Vormittag von Bord und Herr Grillenscheucher hatte daran gedacht, Donany in den Rucksack zu packen. Dem hatten wir nämlich versprochen, ihn auf den nächsten Ausflug mitzunehmen, weil er sich allein in der Kabine so langweilt. 😉

Kaum waren wir an Land, wurden wir von einer kleinen, sehr netten Gruppe Einheimischer empfangen, die uns fragten, was wir vor haben. Das war ein lustiges Geplänkel zwischen ihnen und Herrn Grillenscheucher. 😉 Und wir bekamen den kürzesten Weg aus dem riesigen Hafengelände zum Bahnhof beschrieben. Vorbei ging es an nahezu uferlosen Neuwagen-Parkplätzen und diversen verlassenen LKW-Anhängern. Donany wunderte sich schon, was wir hier wollen.

03_Neuwagen 04_Lastwagenanhänger 02_Donany_unterwegs

Dann wurde es langsam interessanter und vor allem grüner.

05_Solent_Mills 06_Flieder 07_Ampel

Zum Glück sorgen sich die Engländer sehr um ihre Touristen, die den Linksverkehr nicht gewohnt sind, und geben klare Anweisungen in Großdruck. 😉

08_Look_left

Am Bahnhof angekommen haben wir unsere Tickets gekauft – bei einem echten Menschen! Toll, kein Gefummel mit irgendeinem blöden Automaten. 5 Minuten später ging’s auch schon los in einem sehr sauberen,  bequemen und klimatisierten Zug nach Winchester.

09_Zug

Winchester war die absolut tollste Überraschung dieser Reise! So ein wunderschöner, schnuckeliger Ort – ich könnte stundenlang davon schwärmen. Schon am Bahnhof ging es los. Es gab ein Hochbeet, von dem man kostenlos Kräuter für seinen Tee pflücken konnte. Und es war nicht verwüstet!

12_Schild_Winchester 11_Hochbeet_Schild 10_Hochbeet

Wir sind durch kleine, total ruhige Straßen zum Winchester Castle gelaufen.

13_Haus 14_Kirchturm 15_Winchester_Castle

Diese Burg ist irgendwie ein Spektakel, wenn auch ein ganz ruhiges. Es gab so viel zu sehen: die Platte des Tisches, an dem sich die Ritter der Tafelrunde trafen, die Richter-Bank, die Ahnentafel, einen wunderschönen kleinen Garten… Und man konnte sich die alten Gewänder ausleihen und darin fotografieren lassen – ein besonderer Spaß für die Kinder. Schon der Eingang zum Rittersaal hat was Spektakuläres.

17_Eingang_Rittersaal 19_Türen_Rittersaal 20_Fenster_Rittersaal

Ahnentafel und Tischplatte:

21_Bank_Rittersaal 23_Roundtable_Rittersaal 22_Ahnentafel_Rittersaal

Richterbank und Statue der Königin Victoria:

25_Richterbank_Rittersaal 27_Richterbank_Schild 24_Statue_Königin_Victoria

Im Garten:

28_Brunnen_Rittersaal 30_Laubengang_Rittersaal 36_Kiesweg

35_Holzbank 34_Holztor 33_Holztisch

Eine Pfingstrosenknospe erinnerte mich an meine zu Hause:

32_Pfingstrosenknospe

Ich war geflasht und irgendwie froh, draußen wieder eher „normales“ zu sehen.

18_Winchester_Castle     39_Skulptur

Wir gingen durch weiterhin ruhige kleine Straßen.

40_Trafalgar_Street     41_Uhr

Bis wir im Kern des Ganzen ankamen und kaum noch wussten, wohin wir zuerst gucken oder hören sollten. Wochenmarkt am Sonntag, alle Läden geöffnet am Sonntag (Schon die Leute am Terminal sagten, die Läden wären alle geöffnet. Sie wären schließlich kein Dritte-Welt-Land. 😯 Wir haben zumindest das mit den geöffneten Läden an einem Sonntag nicht geglaubt…) und überall Musik. Der Hammer! Menschen überall am Picknicken, selbst auf dem Friedhof. Das nenn ich mal perfekte Nutzung der vorhandenen Flächen. 😉

43_Wochenmarkt 45_Blumen_Wochenmarkt 50_Old_Vine

51_Allee 52_Treffpunkt_Friedhof 49_Poller

Überall gab es diese wunderhübsch bemalten Poller. Dort nicht zu parken macht doch gleich viel mehr Spaß, oder?

Und dann kamen wir an der gewaltigen, unglaublichen Kathedrale an. Noch nie habe ich erlebt, dass Kirche und Leben so eng verbandelt sind. Es fing schon mal damit an, dass sie keinen Eintritt kostete, einem weder reden noch fotografieren verboten wurde und die ganze Zeit irgendwer auf der Orgel spielte. Wow, ich habe gestaunt und war unglaublich berührt und habe gedacht: „Ja, so, genau so, das wäre meine Kirche.“.

53_Kathedrale 54_Tor_Kathedrale 55_Fenster_Kathedrale

Es gab ein paar – hm, wie nenne ich es – Spiele bzw. Mitmach-Aktionen. An einem konnte man ein Papier-Schiffchen dahin setzen, wo man glaubte, mit seinem Glauben zu sein: bereits im friedlichen Hafen, noch unterwegs oder noch auf rauer See. Schon interessant, wie wenige sich im sicheren Hafen fühlten und wie viele noch in rauer See.

63_Papierschiffe_Schüssel 64_Papierschiffe_Hafen 61_Papierschiffe

Außerdem konnte man ein Fähnchen für jemanden aufhängen, der oder die gerade ganz besonders der Hilfe Gottes bedarf. Da habe ich sofort ein Fähnchen für D. aufgehängt. (Sieht fast so aus als hätte es geholfen.)

66_Sharing_Blessings     67_Sharing_Blessings

Ich fand diese Mitmach-Aktionen total toll. Die reizen mich eher zum Nachdenken im Gegensatz zu absoluter Ruhe. Spannend und irgendwie berührend fand ich auch die vielen Heizkörper, die unvermittelt überall rum standen. Offenbar ist doch mal aufgefallen, dass die Kühle in Kirchen nur im Sommer gut tut. 😉

59_Heizkörper     70_Heizkörper

Na, und dann gab es natürlich noch viele Decken, Holzschnitzereien und Gräber zu sehen. Es war unfassbar, wie viel und wie viel schönes es in dieser Kathedrale zu sehen gab.

 71_Decke_Kathedrale 72_Fußboden_Kathedrale 73_Kathedrale_innen

74_Bänke_Kathedrale     75_Sterne_Ornamente

Francis, der Angler, hatte es mir u.a. angetan.

65_Francis_Francis_Angler     69_Holzfigur

In der Krypta waren wir auch. Dort hatten uns die Leute am Terminal schon die „Standing Lady“ angekündigt. Naja, ob es wirklich eine Lady ist, darüber kann man sicher trefflich streiten, aber beeindruckend war sie oder er schon.

78_Krypta_Statue

Tja, und dann war ich schon zutiefst berührt und konnte kaum noch weiteres aufnehmen. Aber raus aus der Kathedrale ging es weiter mit diesem unglaublichen Ort. Wir gingen durch die Innenstadt vorbei am Rathaus in verschiedene Parks entlang des Flusses Itchen – Idylle pur!

79_Getränke_Wagen 80_rote_Tür 82_Rathaus

84_Kanal 83_Park 85_Benimmregeln

86_Itchen 88_Brücke 89_Flussgabelung

90_idyllisches_Haus     91_blühender_Baum

Langsam gingen wir wieder zurück Richtung Bahnhof und immer noch gab es so viel Schönes zu sehen.

92_Haus 94_Torbogen 97_altes_Auto

Vollkommen geplättet von all den Eindrücken kamen wir wieder am Bahnhof an und hätten uns gewünscht, mindestens einen Tag länger bleiben zu dürfen. Winchester ist einfach wunder-, wunderschön! Auch wenn es uns einen Abschiedsdrink draußen in der Sonne verweigert hat. Dort darf keinerlei Alkohol mehr draußen ausgeschenkt werden. 😮

Am Bahnhof habe ich das Bahnhofsklo genutzt – sauber und intakt und kostenfrei. Während wir auf unseren Zug warteten, hatten wir zum Glück genug Zeit, die Anzeigetafeln zu lesen. Der Zug Richtung Southampton wird nämlich irgendwo geteilt und da ist es gut, schon vorher im richtigen Zugbereich zu sitzen. Also Achtung an alle, die das nach machen wollen: Zug-Anzeiger UNBEDINGT beachten!!!

Zurück in Southampton sind wir erschöpft Richtung Schiff gelaufen und ich war froh als wir unser Lieblingsschiff endlich erreicht hatten. Puh! Wir sind in der TUI-Bar vorbei gegangen und haben Selter geordert. Offenbar sahen wir so fertig aus, dass wir die extra große Version bekamen. Die tat dann auch richtig gut auf unserem gerade sonnigen Balkon.

98_Selter

An diesem Abend haben wir eher schlecht im Atlantic gegessen. Dafür gab es ein Käsebuffet, das auf dem Foto noch nahezu unangetastet ist. Nur Minuten später will das niemand mehr sehen…

100_Käsebuffet

Die Suppe war total versalzen und vermutlich, weil wir es wagten, das anzusprechen, kam so ein Wichtigtuer an unseren Tisch, redete ziemlich dummes Zeug und versprach, unsere Reklamation in die Küche zu bringen. Jaja, wer’s glaubt… Eigentlich hat der uns eher gestört, denn wir wollten rechtzeitig zum letzten Ablegen auf dieser Tour auf „unsere“ Aussichtbar“. Das haben wir auch gerade so eben geschafft. Ablegen ist einfach immer das Tollste für mich.

101_Abgelegt

Nachtrag und fast vergessen: die guten Dinge von Sonntag, 8. Mai 2016:

  • Dass ich nicht erwähnt habe, keine Lust auf einen Landgang zu haben. Am Abend stellte sich nämlich heraus, dass es Herrn Grillenscheucher genauso ging. Gemeinsam hätten wir wohl tatsächlich darauf verzichtet, was unglaublich schade gewesen wäre.
  • Denn Winchester ist einfach bombastisch toll! Hach, bin ich froh, dass wir diesen wunderschönen Ort und die grandiose Kathedrale gesehen haben!
  • Die riesige Selter nach dem Ausflug auf dem Kabinenbalkon hinterher. Und dass wir es gerade rechtzeitig zum letzten Ablegen dieser Kreuzfahrt auf die Aussichtbar geschafft haben.

Cádiz – erster Landgang

Der erste Hafen, in dem wir auf dieser Reise anlegten, war Cádiz. Mitten in der Nacht schipperten wir an Gibraltar vorbei. Selbst zu der Zeit sieht der sogenannte Affenhügel gewaltig aus:

02_Gibraltar     01_Gibraltar

Am nächsten Morgen erwartete uns von unserem Balkon ein weniger gruseliges Bild, bei dessen Anblick wir unseren ersten Kaffee und die erste Zigarette des Tages im Bademantel genossen. Hach, Luxus!

04_im_Hafen     05_im_Hafen

Nach einem entspannten Frühstück sind wir von Bord gegangen und direkt in die Touri-Info gegenüber vom Schiff. Noch vom letzten Mal wussten wir, dass sie gute Stadtpläne haben, in denen auch die verschieden farbigen Linien, die auf dem Boden durch die ganze Stadt führen, erläutert sind. Unabhängig von den Besichtigungslinien sind wir jedoch zuerst direkt zu den Markthallen gelaufen. Unterwegs kamen wir am Rathaus vorbei.

06_Rathaus     07_Plakat_am_Rathaus

Auf dem Banner am Rathaus steht übersetzt: „Für ein Europa mit offenen Türen: Grenzen töten“. Das hat mich sehr, sehr berührt. Dort steht’s am Rathaus und hier zieren sich alle!

Außerdem kamen wir an der Kathedrale vorbei, an der ein Eingang mit einer Rosengirlande geschmückt war. Romantisch, wie ich manchmal bin, glaube ich, dass dieser Schmuck für eine Hochzeit war.

10_Kathedrale_links 09_Kathedrale_rechts 20_Kathedrale_Rosen

Der Platz vor der Kathedrale ist voller kleiner Herrlichkeiten:

11_Schild_Cerveceria 21_Platz_vor_Kathedrale 38_Haustür_Hände

Wir kamen vorbei an Palmen und schönen Gassen.

12_Palmen_Straßenlaterne 14_Straßenecke 15_Gasse_mit_Frau

Tja, aber Pustekuchen, der Markt war geschlossen. 🙁 Es dauerte eine ganze Weile bis uns der Grund einfiel: Gestern, am Sonntag, war ein Feiertag – Tag der Arbeit. In anderen (vernünftigen) Ländern wird ein Sonntags-Feiertag einfach am Montag nachgeholt. Trotzdem: Wie schade!

16_Markteingang

Daraufhin sind wir etwas orientierungslos durch die Stadt gelaufen, haben jede Menge Heiligen-Wandbilder, Gassen, Balkone, Innenhöfe und das ein oder andere Überraschende (z.B. Mülleimer für Hunde 😉 ) gesehen.

34_Heiligen_Wandbild 22_Heiligen_Wandbild 35_Heiligen_Wandbild

30_Gasse 31_Gasse 37_Gasse_Kathedralenturm

26_Balkon 49_Neubauten 18_offene_Fenster

29_Treppenhaus 52_Innenhof 70_Innenhof

32_Hundemülleimer 25_Kiosk 08_Blumen

Schließlich fanden wir den Weg zur Camera Obscura. Das letzte Mal, als wir zusammen in Cádiz waren, fing es leider kurz vor der geplanten Führung derart an zu regnen, dass die Führung nicht stattfinden konnte. Dieses Mal sah es so aus als wären alle für uns zeitlich machbaren Führungen bereits ausgebucht. Nach einigem Hin und Her habe ich darauf bestanden, uns trotzdem in die Schlange der willigen Ticket-Käufer anzustellen. Im schlimmsten Fall sähen wir halt „nur“ den grandiosen Blick von der Dachterrasse und müssten auf die Camera selbst verzichten. Aber allein das hätte den Eintrittspreis von 6 € pro Nase gerechtfertigt (mit Vorführung der Camera kostet es dasselbe). Ich wollte unbedingt, dass Herr Grillenscheucher wenigstens das mal sieht – ich hatte das ganze Paket schon auf meiner allerersten Kreuzfahrt.

Tja, so standen wir also in der Schlange und hörten immer wieder, dass es nur noch Plätze für eine Vorführung um 15:30 Uhr auf Englisch gibt. Wir haben fast schon schweißgebadet überlegt, ob wir es danach rechtzeitig für „Alle Mann an Bord“ um 16:30 Uhr schaffen könnten. Die Vorführung der Camera dauert etwa 20 Minuten und Cádiz ist nicht so groß – mit ein bisschen Laufen und viel Orientierungssinn sollte das zu machen sein, wenn auch knapp. Als wir endlich an der Reihe waren, hatten wir uns also zu dieser englischen Führung durch gerungen. Da fragt uns die Frau am Ticketschalter, ob wir aus Deutschland kämen. Ja, wieso? Na, sie hätten noch 2 Plätze in der Vorführung auf Deutsch um 15:10 Uhr. Boah, was haben wir gestaunt und uns gefreut! Das ist ja nahezu perfekt! (Warum sie die Plätze den anderen Deutschen vor uns nicht anbot, blieb ihr Geheimnis.) Klar haben wir die gebucht und sind zurück in die Gassen von Cádiz, wo es nun galt, die Zeit bis zur Vorführung zu verbringen. Als erstes sind wir zum Markt zurück gegangen und haben uns dort in einem Café niedergelassen. Stärkung war unbedingt erforderlich.

39_Pausen_Cafe

Von dort sind wir zum Meer gelaufen. Ich liebe es, wenn eine Stadt direkt am Meer liegt! Unterwegs gab es Orangenbäume zu bewundern und am Meer jede Menge Möwen.

44_Möwe 40_Orangenbaum 45_Möwe

Strand, Meer, Sonne so viel das Herz begehrte und jede Menge Laternen.

47_am_Meer 41_Strand 42_Kathedrale_von_hinten

48_Laternen_Kathedrale     46_Laterne_am_Meer

Vom Meer und raus aus dem Wind sind wir langsam wieder zurück Richtung Camera Obscura getrudelt. Am Ende mussten wir uns sogar ein bisschen beeilen, weil es unterwegs so viel Tolles zu sehen gab.

56_Tüllröcke 19_Schaufenster_Süßes 57_Fisch_in_Dosen

55_Fruteria 53_Fruteria 54_Fruteria

Zum Glück kamen wir rechtzeitig in der Camera Obscura an und hatten noch ein paar Minuten, um den Blick von der Dachterrasse zu genießen.

69_Eingang_Torre_Tavira 60_Fensterausblick 64_Meer_und_Strand

61_neue_Brücke 62_Kathedrale_von_oben 63_Balkone

66_Dächer_und_Kirche 65_Dächer_und_Schiff 68_Festung

Nach den wunderbaren Ausblicken kam die Vorführung der Camera Obscura. Sie ist ein absolutes Erlebnis! So witzig vorgetragen und jedes Mal ein bisschen anders. Klar, denn jedes Mal sieht man auch ein bisschen was anderes. Dieses Mal konnten wir Leute beim Sonnenbaden auf einem Dach beobachten. 😎 Und ich glaube, ich werde niemals vergessen, dass das deutsche Lieblingswort vom Vortragenden „Gummibaum“ ist.  Es war einfach nur toll und ich bin so froh, dass wir das erleben durften. (Fotografieren ist während der Vorführung verboten und da man sie unbedingt live erleben sollte, habe ich mich gern daran gehalten.)

Anschließend haben wir uns auf dem direkten Weg zum Schiff begeben. Leichte Orientierungslosigkeit konnte ich durch einen Blick auf den Stadtplan ausgleichen und wir sind rechtzeitig angekommen.

Zum Ablegen in Cádiz erwischten wir gerade noch einen freien Platz in der Aussichtbar. Anschließend haben wir lecker im Atlantik gegessen und dafür den Lieblingstisch von H. bekommen, der uns genauso gut wie ihr gefiel. Ein ganz und gar wundervoller Sonnenuntergang mit einer im Meer versinkenden Sonne war für diesen gelungenen Tag fast schon überflüssig, aber trotzdem bemerkenswert. (Hat man nämlich nicht so oft.)

73_Abendstimmung 74_Sonnenuntergang 75_Sonnenuntergang

80_Sonnenuntergang 81_Sonnenuntergang_Seitendeck 85_Sonne_im_Meer

Die guten Dinge von Montag, 2. Mai 2016 – was für ein schöner Tag:

  • Cádiz wieder sehen. Ich liebe diese Stadt am Meer!
  • Die Vorführung der Camera Obscura und dass wir überhaupt daran teilnehmen konnten. Das ist so toll und so lustig, dass es immer wieder ein Highlight ist.
  • Der grandiose Sonnenuntergang!