Eine Mail am Morgen

Heute passte der Spruch „Ein perfekter Morgen startet mit einem Mord. Oder Kaffee, Kaffee geht auch.“ auf meinem neuen Kaffeebecher perfekt zum Start in den Arbeitstag. Zu viel Blödheit in einer einzigen Mail, die mich dort erwartete, noch mehr Blödheit im sich daran anschließenden Telefonat. 😡 Da war dann viel, ganz viel Kaffee nötig, um mir wieder bessere Laune zu verschaffen. (Nein, ein Mord wäre selbstredend keine Lösung gewesen. Aber manche Leute möchte ich gelegentlich so richtig durch schütteln, damit wenigstens ihre beiden überhaupt anwesenden Hirnzellen mal wieder ineinander greifen. Und nein, ich bin nicht perfekt, behaupte das aber auch nicht.)

  • Die Sonne ließ sich mal wieder blicken und die Luft war so schön klar.
  • Auf dem Heimweg hatte die Sonne einem fast vollen Mond Platz gemacht.
  • Ein Überraschungspäckchen im Briefkasten, das eine liebe Karte und das Buch „Altes Land“ von Dörte Hansen enthielt. Witzig! Vor dem Buch stand ich schon so oft, habe es dann doch nicht gekauft und nun kommt es so zu mir.

Der Nachtrag vom Wochenende

Das war ein schönes Wochenende und Herr Grillenscheucher und ich haben es spontan um einen Tag verlängert. Toll, das durch den Urlaubs-Brückentag einfach so tun zu können! Der Anfang vom Wochenende war allerdings weniger klasse. Ich war so gereizt drauf, dass es mich schon selbst genervt hat. Dabei gab es gar keinen konkreten Grund dafür. Nur das ständige Gefühl, zu wenig Zeit für alles zu haben, was durch das immer frühere Dunkel-Werden gerade extrem verstärkt wird. Am besten begebe ich mich wohl mal auf die Suche nach meiner inneren Ruhe. Wo hat die sich bloß versteckt???

Die guten Dinge von Freitag:

  • Kantinentreffen mit B. und M., zu dem sich etwas später auch noch A. gesellte. Es gab Kinderessen: Spinat mit Kartoffelpüree und Spiegeleiern. Das war lecker. Und dazu haben wir wunderbar geblödelt und gelacht.
  • Pünktlichst ins laaange Wochenende aufgebrochen.
  • Herr Grillenscheucher hatte mich, obwohl ich so gereizt war und so schlecht getanzt hab, noch lieb.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Nach langer Zeit haben Herr Grillenscheucher und ich mal wieder das kleine, süße Einkaufszentrum „um die Ecke“ aufgesucht. Ein Glück ist es immer noch klein und süß, obwohl es eine größere Neugestaltung gab. Die haben sie gut hin gekriegt.
  • Diverse benötigte Dinge gefunden und gekauft. Nicht benötigt, aber einfach so lustig, kam ein Kaffeebecher mit, auf dem steht „Ein perfekter Morgen startet mit einem Mord. Oder Kaffee, Kaffee geht auch.“. Ich glaub, den nehme ich mit ins Büro. 😀
  • Es gab Hühnereintopf, für den Herr Grillenscheucher bereits die Brühe vor gekocht hatte. Lecker und perfekt zur Stärkung der Abwehrkräfte.

Die guten Dinge von Sonntag:

  • Dadurch, dass wir mitten in der Nacht die ausgeliehene Stunde zurück bekommen haben, sind wir tatsächlich zu einer einstelligen Uhrzeit aufgestanden. :-O Und der Tag war so wunderbar lang – hach schön.
  • Herr Grillenscheucher hat seinen neuen Spiegelschrank im Bad angebracht. Ich musste nur ganz wenig assistieren. Richtig schön ist es geworden mit den hellen Möbeln. Leider fehlt noch die Lampe auf dem Spiegelschrank, weil sie einen Akku braucht, den man gesondert kaufen muss. Das hätte IKEA nun wirklich mal deutlicher ansagen können und nicht erst in der Bau-Anleitung. 😡 Besonders stolz bin ich auf meine Idee, als zusätzlichen Stauraum einen Schuhschrank aufzustellen. Der hat genau die schmale Tiefe, die beim Reinkommen nicht stört, und viel Platz für Handtücher und Klopapier-Rollen usw.

  • Noch ein gemeinsamer Abend mit Herrn Grillenscheucher und Gesprächen bis uns die Augen zu fielen.

Plörre

Dieser Tag begann mit Plörre – Kaffeeplörre. Ich habe eine Kaffeemaschine mit Timer und genieße es sehr, morgens nach dem Weckerklingeln als erstes mit einem Becher des gerade fertigen Kaffees wieder zurück ins warme Bett zu krabbeln und damit ganz langsam wach zu werden. Manchmal, so wie heute, hat aber ein kleiner bösartiger mieser Fiesling in der Nacht den Kaffeefilter so geknickt, dass das Wasser hauptsächlich am Kaffeepulver vorbei läuft. Raus kommt eben Plörre – ekelhaft. Ich würde zu gern wissen, warum das manchmal passiert. Vielleicht lege ich mich mal nachts auf die Lauer, halte den vermuteten Fiesling fest und flöße ihm eine ganze Kanne Plörre ein. Jawoll ja. 😡

Was kann aus einem Tag, der mit Plörre beginnt, schon werden? Och, eigentlich eine ganze Menge:

  • Endlich mal wieder ein Tag ohne vormittägliche Sitzung und ich hatte Zeit für eine Pause mit Zigarette und Kaffee aus meinem tollen Becher. Diesmal keine Plörre.
  • Dafür habe ich den Nachmittag in einem Sitzungsraum verbracht. Es gab einen sehr langen, aber auch sehr interessanten Erfahrungsaustausch zu einem Projekt mit Kollegen aus dem Südosten der Republik. Super nette Leute und ich konnte sie sogar verstehen – so rein dialektmäßig. 😉
  • Ich bin erleichtert, dass das Fußball-Länderspiel gerade abgesagt wurde. Gleichzeitig bin ich froh, dass versucht wurde, das Spiel stattfinden zu lassen und nicht im vorauseilenden Gehorsam vor dem Terror zu kuschen. Aber Sicherheit und der Schutz von Menschenleben gehen selbstverständlich, für mich selbstverständlich immer vor.

Kaffeepause

  • Erster Einsatz des neuen Kaffeebechers im Sonnenschein und er ist perfekt. Großes Dankeschön an Herrn Grillenscheucher!
  • Anstrengender Workshop mit meinem Lieblingsberater und mit Hilfe der eingeladenen Kollegen haben wir einen Berg wichtiger Informationen zusammen getragen. Das freut mich immer wieder, wie toll alle mitarbeiten, wenn man mal einen gemeinsamen Termin gefunden hat.
  • Froh gewesen, heil zu Hause angekommen zu sein. Im Laufe des Tages wurde es heiß und widerlich schwül, so dass mein Kreislauf sich ziemlich beschwerte.

Der Nachtrag vom Wochenende

Pünktlich zum Wochenende kam der Sommer zurück. Warmer Sonnenschein statt kalter Regen. Einfach schön! 😎

Die guten Dinge vom Freitag:

  • Gleich morgens bin ich dem Gewerkschaftsaufruf gefolgt und habe mich mit den anderen versammelt, um unsere Forderungen im Tarifkonflikt zu bestärken. Das Angebot meiner Firma ist derart mickrig, dass man sich schon fremdschämen muss. Sehr gut, dass endlich Bewegung in die Mitarbeiter kommt.
  • Eine Urlaubskarte aus Italien im Briefkasten. Liebsten Dank, Ihr beiden!
  • Herr Grillenscheucher hat mir einen wunderhübschen Porzellan-Kaffeebecher mit Deckel geschenkt. Fortan werde ich meinen Kaffee kleckerfrei in die morgendliche Zigarettenpause transportieren können. Juchuh! Der Becher, der Becher und der Deckel, der Becher „angezogen“:

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Die guten Dinge vom Samstag:

  • Der grandiose Vollmond in der Nacht.

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  • Ich wollte in ein Dänisches Bettenlager, um neue Badematten zu kaufen. (Bei mir überleben die nie besonders lange, weil sich die rutschhemmende untere Plastikschicht beim Waschen immer ablöst.) Ein Glück hatte ich davon am Freitag einer Kollegin erzählt, die dann nebenbei erwähnte, dass der Laden in einem Einkaufszentrum ist. Andernfalls hätten wir ihn wohl nie gefunden. Bei der Gelegenheit entdeckten wir ein ganz tolles Einkaufszentrum, das lauter sinnvolle Läden beherbergt und entspannt leer ist. Lustig, eigentlich ist es gleich bei uns um die Ecke, aber wir waren noch nie dort. Und die richtigen Badematten habe ich auch bekommen.
  • Prosecco auf dem Balkon und danach sehr lecker zusammen gekocht. Ein feiner, entspannter Abend.

Die guten Dinge von heute:

  • Latte Macchiato ans Bett serviert macht das Aufwachen richtig schön.
  • Zu Hause erwarteten mich üppig wuchernde, aber schon recht schlaffe Balkonpflanzen. Ich kam gerade noch rechtzeitig zum Gießen. Puh!
  • Ich hatte jede Menge Besuch von Wespen in der Wohnung und ich bin ganz stolz, dass ich darauf nicht mehr so panisch wie früher reagiere, sondern nur noch im Befehlston „Raus!!!“ sage. Erstaunlicherweise hören sie darauf und verschwinden schnellstmöglich durch die offene Balkontür. Hihi.