Stress

In dieser Woche ist irgendwie jeder Abend stressig für mich. Dabei ist gar nichts besonderes los. Ich muss ja nicht mal Weihnachtsgeschenke besorgen. Es ist allein der Alltagskram wie Wäschewaschen, Einkaufen usw., den ich so anstrengend finde. Wahrscheinlich weil ich bei dem blöden nass-kalten Wetter lieber aufs Sofa sinken würde. Naja.

  • Ein wunderschöner Sonnenaufgang heute früh.
  • Ich bin nach Feierabend nicht aufs Sofa gesunken, sondern habe tapfer alles abgearbeitet, was für heute auf meiner Liste stand. Das gibt ein dickes Fleiß-Sternchen. 😉
  • Lauter sehr lustige Ansagen in Zügen der Deutschen Bahn, über die ich mich vor Lachen gekringelt habe. 😀

Kommunikationswege

Das ist ja alles nicht so einfach mit der Kommunikation und ihren sich exponentiell vermehrenden Wegen. Manchmal denke ich tatsächlich mit Bedauern an die Zeiten mit der Schneckenpost und den für alle gleichen grauen Telefonen zurück. Mann, was war es für ein Fortschritt als es dann Anrufbeantworter gab! Heute gibt es derart viele Kommunikationswege, dass ich mich oft frage, welchen ich am besten zuerst einschlagen soll.

Für mich beginnt Kommunikation mit dem Weg, den man auswählt. Zumindest dann, wenn man möchte, der oder die andere einem „zuhört“. Ja, das ist bisweilen beschwerlich, weil man selbst einen anderen Weg bevorzugen würde. Und ja, bisweilen ärgere ich mich auch sehr über Menschen, die „moderne“ Kommunikationswege wie Mails immer noch nicht in ihren täglichen, insbesondere beruflichen Alltag aufgenommen haben. Aber wenn es mir wichtig ist, rufe ich diese Menschen auch an. Nur persönlich aufsuchen würde ich sie nicht mehr. Alles hat seine Grenzen…

Heute habe ich erfahren, dass mein ChefChef sich für den abteilungsinternen Austausch auf ein kürzlich neu dafür geschaffenes Intranet-Forum kapriziert hat. Dort, in diesem Forum, sollen nun also alle Infos, die wir für unsere Arbeit brauchen, kursieren. Seiner Ansicht nach erübrigen sich damit persönliche Nachfragen und mit mehreren Menschen in einem Raum muss man auch nicht mehr diskutieren – kann man ja alles im Forum erledigen. Für mich ist das eine total gruselige Vorstellung. Ich habe jahrelang in einem öffentlichen Forum mit geschrieben und weiß, wie schnell ein einziges Wort zu ganz großer Aufregung führen kann. Das geschriebene Wort kann unglaublich schnell verletzend sein, was es gesprochen mit der gehörten Intonation und möglicherweise noch der gesehenen Mimik vielleicht gar nicht ist. Aber wie immer ist es ja extrem schwer, weiter als von 12 bis Mittag zu denken – auch für ChefChefs. 👿

  • Es gab einen wunderschönen Sonnenaufgang mit lauter kleinen pastellfarbigen Wolken.
  • Ich habe mich ob der oben beschriebenen Neuigkeiten nicht aufgeregt, sondern beschlossen, dann eben einen Teil meiner Arbeitszeit mit dem Lesen des besagten Forums zu verbringen. Ein Kollege von mir aus einer anderen Abteilung sagt in solchen Fällen immer: „Es ist wie es ist.“. Heute sagte er das zum nieselig-kalten Wetter – recht hat er.
  • Nach Feierabend meinen relativ langen Zettel der zu erledigenden Dinge abgearbeitet. Ich finde, das gibt mal wieder ein Fleiß-Sternchen. 😉

Wespen

In diesem Jahr hat sich eine Wespenkönigin ausgerechnet meinen Balkon zum Nisten ausgesucht. Das Nest an sich kann man nicht sehen, weil es hinter einer Abdeckung vom Dach ist. Im Frühling dachte ich lange Zeit, dass die Wespen nur deshalb unter diese Abdeckung fliegen, um dort Holz zu sammeln. Das taten sie nämlich auch schon in den vergangenen Jahren. Es hat lange gedauert bis mir klar wurde, dass ein derartiges Gewimmel nur eins bedeuten kann: ein Nest. Direkt neben meiner Balkontür. Bislang, das muss ich schon zugeben, sind wir ganz gut miteinander klar gekommen. Aber jetzt im Herbst werden die Biester echt lästig. Entspanntes Arbeiten auf dem Balkon ist nicht mehr möglich. 🙁 Immerhin haben Herr Grillenscheucher und ich schon Pläne, wie wir im Winter die Hohlräume unter der Abdeckung verstopfen können, damit das nicht nochmal passiert.

  • Trotz der Wespen habe ich heute das Bohnenkraut und die Tagetes entsorgt und deren Balkonkästen geschrubbt. Allmählich lichtet es sich auf meinem Balkon. Es wird eben Herbst. Seufz. Immerhin blieb es entgegen der Wettervorhersage trocken und ab und zu kam sogar die Sonne raus.
  • Ich habe mir Fleiß-Sternchen verdient, indem ich Schuhe geputzt habe. 😉 Neu imprägniert sind sie nun auch – vorbereitet sein ist alles…
  • Ein leckeres Sandwich mit dem letzten Salat der Saison.

Der Nachtrag vom Wochenende

Dieses Wochenende fand ich anstrengend und ich hänge immer noch ein bisschen in den Seilen. Aber es war auch schön und interessant.

Die guten Dinge von Freitag:

  • Papierkram erledigt und mir damit ein Fleiß-Sternchen verdient. 😉
  • Im strömenden Regen auf dem Wochenmarkt eingekauft, was jetzt nicht so toll war. Aber ich hatte daran gedacht, dass ich tatsächlich Gummistiefel besitze, und habe sie auch angezogen. Das machte das scheußliche Wetter irgendwie erträglicher.
  • Tanzen war unglaublich anstrengend – wir üben gerade Wiener Walzer -, aber ich habe bis zum Schluss durchgehalten.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Regen, Regen, Regen. Wir blieben zu Hause und ließen uns auch nicht von dem Bisschen Sonne am Nachmittag nach draußen locken. Ein Glück, denn das war nur eine kurze Verschnaufpause für den Regen.
  • Abends endlich hörte es pünktlich zum Rolling Stones Konzert auf der Stadtpark-Wiese auf zu regnen. Das hat mich sehr für die vielen Menschen gefreut, die dafür teure Tickets gekauft hatten. Wir haben das Konzert durch die offene Balkontür gehört, wenn auch in ziemlich schlechter Sound-Qualität. 😉
  • Es gab Fisch zum Essen. Ich freue mich total, dass Herr Grillenscheucher sich jetzt doch traut, Fisch zuzubereiten. War auch echt lecker: Seelachs mit Erbsen in Sahnesoße.

Die guten Dinge von Sonntag:

  • Sonne statt Regen. 😎 So wurde es dann wenigstens am Sonntag was mit den Besichtigungen am Denkmaltag, nachdem sie am Samstag im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen waren.
  • Um 13 Uhr haben wir uns die Schilleroper angesehen und einem interessanten und lustigen Vortrag über die Geschichte des Gebäudes bis in die heutige Zeit gelauscht. Leider kann man sich die Oper nicht von innen ansehen, weil Einsturzgefahr besteht. Hinterher hatten wir viel Zeit bis zu unserem nächsten Termin und haben uns erstmal im Café Sul mit Tosta Mista gestärkt.

 

  • Weiter ging es nach Altona, wo wir eher zufällig über die Christianskirche stolperten, die nicht zum Denkmaltag-Programm gehörte. Aber jemand spielte sehr nett auf dem Glockenspiel und innen ist die Kirche voller Engel und Sterne. Schön! Draußen im kleinen Kirchenpark hatte jemand vorsichtshalber eine Bank mit einem Handtuch reserviert. 😉

  • Und noch ein viertes gutes Ding: der Stuhlmannbrunnen, auf den ich mich schon so gefreut habe. Eine Führung rund um und in den Brunnen von einem sehr netten älteren Herrn, dessen Begeisterung für das Denkmal nahezu ansteckend war. Es ist das zweitgrößte Denkmal in Hamburg, das größte ist das Bismarck-Denkmal. Das Kupfer wurde teilweise so lange gedengelt bis es nur noch 0,2 mm dick war. Durch das Dengeln hat die Außenhülle ganz viele, ganz kleine Löcher bekommen und wenn man unter dem Brunnen ist und nach oben schaut, sieht es tatsächlich aus wie ein Sternenhimmel. Leider tropft es da drinnen derart, dass ich davon kein Foto machen konnte.