Geburtstag

Heute ist die Elphi ein Jahr alt geworden. Ist schon ein tolles Gefühl, mit einem so schönen Gebäude gemeinsam Geburtstag zu haben.

  • Ich hatte einen sehr schönen, entspannten Tag ganz für mich und mit mir allein.
  • Lauter sehr liebe Geburtstagspost und -anrufe. Wie passend, dass heute der internationale Dankeschön-Tag ist. An dieser Stelle deshalb 1000 Dank an alle, die an meinen Geburtstag gedacht haben! 🙂
  • Mit dem Büchergutschein von meiner Mama und ihrem Mann in der Tasche habe ich gleich meine Lieblingsbuchhandlung aufgesucht und lange gestöbert, angelesen und bedächtig ausgewählt. U.a. habe ich endlich mal wieder einen richtig fetten Wälzer gefunden, der mich interessiert: „Geister“ von Nathan Hill. Ich liebe es ja, wenn ich viele Abende lang immer wieder in ein und dieselbe Geschichte eintauchen kann.
  • Bonus: Neben mir brennt ein Teelicht, das ich schon zu Weihnachten geschenkt bekommen hab und das mir, wenn es abgebrannt ist, eine Glücksbotschaft offenbaren will. Es fühlt sich ganz passend an, es heute angezündet zu haben, und ich bin sehr gespannt, was es mir sagen wird.

Der Nachtrag vom Wochenende

Das war ein schönes Wochenende. 🙂 Auch wenn es damit begann, dass Herr Grillenscheucher und ich noch mit den Nachwirkungen einer leichten Lebensmittelvergiftung zu kämpfen hatten und wir deshalb nicht tanzen gehen konnten. Man soll eben keine Pilze aufwärmen!

Die guten Dinge von Freitag:

  • Sonnenschein. Wie schön! 😎
  • Herr Grillenscheucher reparierte mein Telefon. Jetzt kann ich statt Rauschen wieder hören, wer dran ist. (Blöderweise rief jemand an kurz bevor es wieder funktionierte. Wer das wohl war?)
  • Ein langer Abend in der Küche von Herrn Grillenscheucher.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Regen, Regen, Regen. Insofern war es kein Verlust, dass wir lange geschlafen haben.
  • Die Öffis haben uns gefoppt. Dort, wo wir in einen Bus umsteigen sollten, war eine riesige Baustelle und deshalb fanden wir die richtige Bushaltestelle nicht. Menno. Also haben wir auf unsere bewährte Route zu S. und L. zurück gegriffen, die wir ja zum Glück kannten. So kamen wir mit einiger Verzögerung doch noch an.
  • Das schöne Treffen mit S. und L. – erzählt, gelacht und lecker gegessen.

Die guten Dinge von heute:

  • Heute sind Herr Grillenscheucher und ich seit 18 Jahren zusammen.
  • Die Sonne schien wieder und ich habe endlich meinen Geburtstagsgutschein für eine Bötchen-Fahrt eingelöst.
  • Wir haben eine historische Fleetfahrt gemacht und es war ganz und gar wunderbar. Plätze draußen ergattert, jeder ein Flens mit lautem Plopp geöffnet und dann ging es los. Durch die Speicherstadt geschippert. In Fleete gekommen, in denen wir noch nie waren. Durch Schleusen gehoben und gesenkt worden. Viel erfahren über die Gebäude und die Wasserstraßen. Unterwegs belegte Brötchen gegessen, die wir zum Glück dabei hatten – auf der Barkasse gab es nämlich nur Getränke zu kaufen. Und überall lag Musik in der Luft, weil zum verkaufsoffenen Sonntag jetzt immer Musiker unterwegs sind. Heute gab es passend zu den gerade stattfindenden Filmtagen Musik aus Filmen. Zum Schluss sind wir auf die Elbe zur Elphi gefahren – ganz schön schaukelig da.

Mein Aufreger des Tages

Nein, ich rede nicht von dem Terroranschlag in Manchester. Der war ja auch vorgestern und ich finde keine Worte mehr dafür. Jeder neue Anschlag macht mich traurig, voller Mitleid für die Opfer und deren Angehörige und ein wenig hilfloser. Weiter leben, weiter lieben, weiter hoffen ist für mich die sinnvollste Antwort.

Mein Aufreger des Tages war die Nachricht, dass der Intendant der Elbphilharmonie darüber nachdenkt, Eintritt für den Besuch der Elphi-Plaza zu nehmen und den dann gleich in Höhe von 5 € pro Nase. Manno, ich war so stolz darauf, dass die Plaza keinen Eintritt kostet und wirklich jeder – mit oder ohne Geld – den schönen Blick von dort auf den Hafen genießen kann. Und ich war so stolz darauf, dass es etwas an der sauteuren Elphi gibt, was für alle umsonst zugänglich ist. Diese Eintritts-Idee macht mich richtig wütend. Zumal ich schon dort war und den angedachten Preis deutlich für zu hoch im Vergleich zum Erlebnis finde. Außerdem gibt es genug andere Orte in Hamburg, von denen aus man vollkommen kostenfrei wunderschöne Blicke auf den Hafen hat. Dann gehe ich halt wieder dahin. So, das musste mal gesagt werden.

  • Es war zwar bewölkt, blieb aber den ganzen Tag trocken. So wurde weiter auf dem Balkon geackert, wenn auch heute mit vielen Pausen, weil ich doch immer noch ziemlich angeschlagen bin.
  • Ein Glück kam Herr Grillenscheucher, hat Wraps für die Pause zwischendurch mitgebracht und mir geholfen.
  • Dafür, dass ich nicht richtig fit bin, haben wir eine Menge geschafft und ich bin stolz auf uns. Herr Grillenscheucher hat unter viel Gefluche den neuen Schrank für meinen Balkon zusammengebaut. Wir haben ganz viel ausgesät: Gewürztagetes, Petersilie, Wicken und noch eine Sorte Basilikum. Der Sauerampfer hat einen größeren Topf bekommen. Und einiges steht schon da, wo es bleiben soll. Der Rest ist allerdings noch Chaos.

Straßenmampf

Der Straßenmampf auf dem Spielbudenplatz hatte uns ja schon letztes Jahr begeistert und in diesem Jahr gehörte er zum dritten Auszeit-Ausflug am 25. August. Es war ein sehr heißer Tag – über 30° C -, aber im luftigen Kleidchen und ohne Eile war es auszuhalten.

Herr Grillenscheucher, Donany und ich fuhren am frühen Nachmittag mit der U-Bahn zu den Landungsbrücken und von dort eine Station mit der Fähre zum Fischmarkt.

01_Donany 02_Blohm_und_Voss 03_Fischmarkthalle

Dort sind wir ein Stück an der Elbe lang gelaufen, haben die Elphi bewundert und sehr über das begeisterte Plakat von Blohm + Voss zu ihrer Eröffnung gelacht.

04_Elphi     05_DaDaDaDaaa

Ein paar Treppen hoch vorbei am Golden Pudel Club, der dieses Jahr leider abgebrannt ist, und schon standen wir in einem ganz idyllischen Teil von St. Pauli.

08_St_Pauli 06_Glaube_Liebe 07_Platz

Von dort ist es nur ein Katzensprung zur Reeperbahn und dem Spielbudenplatz. Wir hatten noch Zeit und sind durch diverse Nebenstraßen gestromert. Bilder von unterwegs:

09_Badewanne 10_rosa_Haus 11_St_Paula

13_betreutes_Trinken 15_Sorgenbrecher 14_Hilde

Ich fand den Tanzschuh-Laden wieder, in dem ich als Teenie meine allerersten Tanzschuhe bekam – von meiner Mama. Erstaunlich, dass es den Laden immer noch gibt! Dass er gleich neben der Heilsarmee ist, hatte ich gar nicht in meiner Erinnerung.

16_Heilsarmee 17_Tanzschuhe 18_Heilsarmee

Zurück auf der Reeperbahn kam wir an der aus Funk und Fernsehen 😉 bekannten Davidwache vorbei und glotzten eine Weile auf die neue Medienfassade vom Klubhaus St. Pauli, auf der sich die LED-Anzeigen alle naslang ändern. Wer braucht eigentlich sowas?

19_Davidwache 22_Fassade 23_Fassade

Kurz vor der Öffnung des Straßenmampfs waren wir wieder auf dem Spielbudenplatz. Alle waren noch dabei, ihre Stände aufzubauen.

21_Unicorn_Sweets 25_Mother_Phils 26_Frau_Waffel

28_So_Qalicious 30_Street_Kitchen 29_Bier

32_Falafel 33_Currywerk 31_London_Bus

(Der Hund neben dem Currywerk ist echt.) Ich verliebte mich in einen Buddha und bestellte am zugehörigen Stand einen Burger, der hauptsächlich aus Hack und Käse bestand, eher langweilig, aber ungemein sättigend war. Herr Grillenscheucher hatte mehr Glück mit seinem Burger mit Ziegenkäse und Senf-Feigen-Soße von einem anderen Stand.

34_Buddha 36_Burger 35_Burger

Donany beobachtete das ganze eher ein bisschen skeptisch.

37_DonanyNach all der Sonne auf dem Kopp und dem mächtigen Essen war mir nach eiskaltem Bier. So sind wir ins Portugiesenviertel marschiert, um uns mit einem Sagres abzukühlen. Dort guckte auch Donany wieder zufrieden aus der Wäsche. 😉

38_Donany 39_Fischerfigur 40_Donany

Fleetfahrt

An einem schönen sonnigen Tag in meiner Auszeit habe ich meinen Geburtstagsgutschein bei Herrn Grillenscheucher eingelöst und wir haben eine Fleetfahrt gemacht. Als wir aufs Schiff kamen, waren alle Außenplätze leider schon besetzt, was mich einigermaßen genervt hat. Von drinnen durch die Scheiben ist das Fotografieren nämlich nahezu unmöglich. Aber wir hatten Glück und nach ein paar Minuten Fahrt wurde es draußen leerer und wir fanden zwei Plätze. So sehen die Schiffe üblicherweise aus, die auf der Alster, den Kanälen und den Fleeten fahren:

    

Der Außenbereich ist sehr klein und hinten auf dem Schiff. Auf dem zweiten Foto ist das ganz gut zu sehen.

Vom Anleger an der Alster sind wir unter der Reesedammbrücke durch gefahren. Es ist schon ein bisschen gruselig, auf die extrem niedrigen Brückenbögen zu zu fahren. Ob wir da wohl durch passen???

01_Reesedammbrücke

Vorbei ging es an einer Reihe von Neubauten und unter diversen Brücken durch.

02_Neubauten     04_niedrig_Brücke

Und dann kam die erste Schleuse. Ich glaube, es war sogar die allererste in meinem Leben. 😯 Das Schiff fährt rein und hinten schließt sich ein Stahltor bis das Schiff in seinem eigenen kleinen Wasserbecken liegt. Dann wird das Wasser in dem Becken auf dieselbe Höhe gebracht, wie es auf der anderen Seite der Stahltore voraus ist.

05_Schleuse 06_Schleuse 07_Schleuse_zu

Und so sieht es dann hinter einem aus, wenn man wieder raus fährt:

08_Schleuse_Ausfahrt

Ich fand das total faszinierend! Genauso faszinierend war die Geschichte von der Fischtreppe, die uns der „Erklär-Bär“ vom Schiff erzählte (Auf den Schiffen gibt es nicht nur einen Kapitän, sondern auch einen Menschen, der erklärt, woran wir gerade vorbei kommen, und diverse launige Geschichten erzählt.): Die EU hat beschlossen, den Fischen das Wandern von einem Fluss in den anderen zu erleichtern und deshalb müssen nun Fischtreppen gebaut werden. Unsere vom Fleet in die Alster hat sage und schreibe 1,2 Millionen Euro gekostet. 😯 Ein Glück gibt es an eben dieser Treppe einen Fisch-Zähler, so dass man weiß, wie viele Fische das tolle Angebot annehmen. Inzwischen existiert die Treppe etwa ein Jahr und es wurden genau 7 (in Worten: sieben) Fische gezählt. Wobei man natürlich nicht weiß, ob es möglicherweise nur ein einziger Fisch war, der so gern die Treppe hoch und runter gewandert ist, oder ob es tatsächlich 7 unterschiedliche Fische waren. Tja, Sinn und Unsinn liegen halt oft sehr nah beieinander, gell. Wenn’s nicht so teuer gewesen wäre, wäre es richtig lustig. 😕

Auf unserem Weg in die Speicherstadt kamen wir natürlich an diversen Schiffen vorbei:

09_Schiffe     10_altes_Feuerwehrschiff

Die Speicherstadt mit all ihren Rotklinker-Bauten liebe ich sehr und vom Wasser aus gesehen hat sie nochmal einen anderen Charme als vom Land aus.

18_Speicherstadt_Schnörkel 12_Speicherstadt 17_Speicherstadt

Direkt neben der Speicherstadt ist die Hafencity mit ihren diversen Neubauten, die z.T. ein bisschen auf alt getrimmt sind wie z.B. das Maritime Museum.

20_Maritimes_Museum 23_Unilever_Haus 26_Hafencity

Natürlich hatten wir auch mal wieder einen richtig tollen Blick auf die Elphi (Elbphilharmonie). Auf dem ersten Bild sind links auch die „tanzenden Türme“ zu sehen, über die ich schon an anderer Stelle schrieb.

22_Elphi     27_Elphi

Auf der Fleetfahrt habe ich gelernt, dass die halb runden Unterbrechungen in der Glasfassade (die hell erleuchteten Teile auf dem zweiten Foto) Balkone sind. Erstaunlich! Da wäre ich nie drauf gekommen.

Auf dem Rückweg hatten wir einen sehr schönen Blick auf unser Rathaus:

30_Rathaus

Dann gab’s noch einen tollen Blick auf die Alsterfontäne mit Regenbogen:

31_Alsterfontäne

Und – schwupps – waren die zwei Stunden Fleetfahrt auch schon wieder rum. Wie immer bei solchen Fahrten hab ich mir gewünscht, hier und da mal anzuhalten, um mir etwas in Ruhe und genau ansehen zu können. Leider kann man das nicht selbst steuern. Aber man darf die Fahrten ja auch öfter als ein Mal machen. 😉