Der erste Seetag

Ebenso obligatorisch wie die Seenotrettungsübung vor dem ersten Ablegen ist der erste Seetag. Ankommen auf dem Schiff, entspannen, erkunden, Pläne für die Reise machen. Ich liebe diesen Tag! Eigentlich ist er für mich fast der schönste auf der ganzen Fahrt. Dieses Mal lag folgende Route vor uns:

Wir haben den Tag langsam begonnen mit einem Kaffee aus der Nespresso-Maschine auf unserem Balkon. Dann ging es zu einem späten Frühstück im Anckelmannsplatz, wo das Buffet so gut wie nichts mehr her gab, was ich gern esse. Kein Lachs, kein leckerer Schinken und nur noch ein Rest lauwarmes Rührei. Enttäuschend! Naja, dafür gab es später einen leckeren Burger im Cliff 24 am Pooldeck, wo es trotz Sonnenschein relativ ruhig war.

Den Nachmittag verbrachten wir entspannt auf der Aussichtbar, beglotzten die Schiffsspur und ich trank den super leckeren Geburtstagscocktail ohne Alkohol (Während unserer Fahrt feierte die Mein Schiff 1 Geburtstag und deshalb gab es diesen besonderen Cocktail.). Hmm,so schön johannisbeerig!

Auch Donany verbrachte einen entspannten Tag, wenn auch auf dem Bauch.

Einen kleinen Spaziergang über das Schiff haben wir natürlich auch gemacht – Bewegung muss sein. 😉 Wir haben D. an seinem neuen Arbeitsplatz in der Himmel-und-Meer-Lounge begrüßt – so schön, dass wir uns auf fast jeder Reise wieder sehen!

Und wir haben uns die Ungeheuerlichkeit des neuen Flugsimulators angesehen. Herrjeh, wie kann man nur das Farb- und Formkonzept des Schiffes derart torpedieren! Eine echte Beleidigung für die Augen ist das Ding und ich habe während der ganzen Reise nie gesehen, dass irgendwer das Teil ausprobiert hat. TUI, wie tief seid ihr gesunken?

Abends sind wir dann erstmals auf dieser Reise im Atlantik essen gegangen. Es ließ sich schon schwierig an, weil alles voll war und wir eine ganze Weile warten mussten. Und dann war das Essen auch noch eine grandiose Enttäuschung. Lieber Himmel, was haben sie bloß dem armen Hummer angetan? Der musste ja quasi ganz umsonst sterben. 🙁

Dieser Tag war kein besonders guter Auftakt für unsere diesjährige Kreuzfahrt, aber gute Dinge vom Sonntag, 7. Mai 2017, gibt es natürlich trotzdem:

  • Herr Grillenscheucher fand für mich den Rührei-Behälter. Auch wenn es dann nahezu kalt war.
  • Entspannung auf der Aussichtbar mit dem leckeren Geburtstagscocktail.
  • Mit Herrn Grillenscheucher im Casino sitzen, reden und einen Entschluss fassen.

 

Das böse Wort

Die Wettervorhersage im Radio redet seit gestern vom bösen Wort, vom Schnee. Nein, nein, nein, ich bin total dagegen!!! Und es ist doch auch noch gar nicht Weihnachten. Seufz.

  • Bislang immerhin blieb es grau und wurde nicht weiß, wenn auch arschkalt.
  • Dank der Pediküre habe ich endlich wieder warme Füße.
  • Alle kleinen Aufgaben, die für nach Feierabend anstanden, erledigt und mir damit ein Fleiß-Sternchen verdient. 😉
  • Bonus: Heute ist Umarme-einen-Bären-Tag und das werde ich ganz bald tun – ins Bett gehen und mit Donany kuscheln.

Straßenmampf

Der Straßenmampf auf dem Spielbudenplatz hatte uns ja schon letztes Jahr begeistert und in diesem Jahr gehörte er zum dritten Auszeit-Ausflug am 25. August. Es war ein sehr heißer Tag – über 30° C -, aber im luftigen Kleidchen und ohne Eile war es auszuhalten.

Herr Grillenscheucher, Donany und ich fuhren am frühen Nachmittag mit der U-Bahn zu den Landungsbrücken und von dort eine Station mit der Fähre zum Fischmarkt.

01_Donany 02_Blohm_und_Voss 03_Fischmarkthalle

Dort sind wir ein Stück an der Elbe lang gelaufen, haben die Elphi bewundert und sehr über das begeisterte Plakat von Blohm + Voss zu ihrer Eröffnung gelacht.

04_Elphi     05_DaDaDaDaaa

Ein paar Treppen hoch vorbei am Golden Pudel Club, der dieses Jahr leider abgebrannt ist, und schon standen wir in einem ganz idyllischen Teil von St. Pauli.

08_St_Pauli 06_Glaube_Liebe 07_Platz

Von dort ist es nur ein Katzensprung zur Reeperbahn und dem Spielbudenplatz. Wir hatten noch Zeit und sind durch diverse Nebenstraßen gestromert. Bilder von unterwegs:

09_Badewanne 10_rosa_Haus 11_St_Paula

13_betreutes_Trinken 15_Sorgenbrecher 14_Hilde

Ich fand den Tanzschuh-Laden wieder, in dem ich als Teenie meine allerersten Tanzschuhe bekam – von meiner Mama. Erstaunlich, dass es den Laden immer noch gibt! Dass er gleich neben der Heilsarmee ist, hatte ich gar nicht in meiner Erinnerung.

16_Heilsarmee 17_Tanzschuhe 18_Heilsarmee

Zurück auf der Reeperbahn kam wir an der aus Funk und Fernsehen 😉 bekannten Davidwache vorbei und glotzten eine Weile auf die neue Medienfassade vom Klubhaus St. Pauli, auf der sich die LED-Anzeigen alle naslang ändern. Wer braucht eigentlich sowas?

19_Davidwache 22_Fassade 23_Fassade

Kurz vor der Öffnung des Straßenmampfs waren wir wieder auf dem Spielbudenplatz. Alle waren noch dabei, ihre Stände aufzubauen.

21_Unicorn_Sweets 25_Mother_Phils 26_Frau_Waffel

28_So_Qalicious 30_Street_Kitchen 29_Bier

32_Falafel 33_Currywerk 31_London_Bus

(Der Hund neben dem Currywerk ist echt.) Ich verliebte mich in einen Buddha und bestellte am zugehörigen Stand einen Burger, der hauptsächlich aus Hack und Käse bestand, eher langweilig, aber ungemein sättigend war. Herr Grillenscheucher hatte mehr Glück mit seinem Burger mit Ziegenkäse und Senf-Feigen-Soße von einem anderen Stand.

34_Buddha 36_Burger 35_Burger

Donany beobachtete das ganze eher ein bisschen skeptisch.

37_DonanyNach all der Sonne auf dem Kopp und dem mächtigen Essen war mir nach eiskaltem Bier. So sind wir ins Portugiesenviertel marschiert, um uns mit einem Sagres abzukühlen. Dort guckte auch Donany wieder zufrieden aus der Wäsche. 😉

38_Donany 39_Fischerfigur 40_Donany

Eine Reise ins Ländle

Die letzten Tage haben Herr Grillenscheucher und ich C. und M. im Ländle besucht. Wir waren nämlich eingeladen, mit  ihnen auf die Cannstatter Wasen zu gehen, das schwäbische Äquivalent zur Münchner Wiesn. Volksfeste sind zwar nicht so unser Ding, aber es spricht ja nichts dagegen, mal ein unbekanntes auszuprobieren, gell.

Bevor es mit dem Bericht los geht, fehlen noch die guten Dinge von Mittwoch, 21.09.2016:

  • Ich musste in die Firma, weil die neuen Proficards für die Öffis ausgegeben wurden, und habe es geschafft, rasend schnell dort durch zu huschen, ohne von irgendwem mit einem längeren Schnack aufgehalten zu werden. Super, denn ich hatte es wirklich eilig.
  • Das elende Kofferpacken schnell und problemlos erledigt.
  • Super leckere Spaghetti Bolognese.

Am Donnerstag Mittag fuhr unser ICE los. Bereits mit 5 Minuten Verspätung, obwohl der gerade mal aus Kiel kam, was nun echt keine Entfernung ist. Unterwegs sammelten sich weitere Verspätungsminuten an. Zuerst wegen einer Weichenstörung und dann wegen eines unplanmäßigen Halts in Fulda, um dort gestrandete Passagiere eines anderen ICEs aufzusammeln. So schmolzen unsere 20 Minuten Umsteige- und Raucherzeit in Frankfurt dahin und wir mussten letztlich in 5 Minuten umsteigen und zwar ohne Rauchen und mit Gleiswechsel. 👿 Welch ein Glück, dass wir einigermaßen gut zu Fuß sind!

Gute Dinge gab es trotzdem am Donnerstag, 22.09.2016:

  • In Stuttgart aus dem Zug direkt in eine Raucherzone zu plumpsen.
  • C. und M. endlich mal wieder in die Arme zu schließen.
  • Der lange wunderbare Abend mit den beiden und E. und H. und J. und M. und leckerstem Gulasch mit Spätzle.
  • Bonus: „Weil i a Trachtler bin.“. (Insider 😉 )

Der Freitag war der große Wasen-Tag. C. und M. in ihren hübschen Dirndls und J. und M. stilecht in Lederhosen. Herr Grillenscheucher und ich hatten auf Verkleidungsmaßnahmen jeglicher Art verzichtet, was ich hinterher doch ein bisschen schade fand. Noch ein bisschen lädiert vom Abend zuvor ging es nachmittags los nach Bad Cannstatt.

Die guten Dinge von Freitag, 23.09.2016:

  • E. fuhr uns zur S-Bahn und holte uns dort nachts auch wieder ab. Das fand ich total lieb.
  • Das Wetter spielte mit: Sonnenschein und so um die 20° C. Auf dem Festplatz war es noch ziemlich leer als wir ankamen. Kein Gedrängel – perfekt! Wir staunten über all die Fahrgeschäfte und die riesige Pommes-Tüte, die M. erstand. Es gab eine Hundebäckerei 😯 , eine Fruchtsäule, denn schließlich ist das das Ernte-Dank-Fest, und sogar eine Heimweghilfe.

02_Riesenrad 04_Schild_Herz 06_Kettenkarussell

09_Kettenkarussell 10_Kettenkarussell 11_Kettenkarussell

08_Geisterbahn 16_altes_Karussell 20_Wildwest

21_Hundebäckerei 15_Fruchtsäule 19_Heimweghilfe

  • Unser Zelt war das Almhüttendorf. Wir hatten einen Tisch am Rand mit genug Platz für uns sechs und sämtliche Taschen und Jacken. Perfekt! Der Wein war lecker und das Essen ebenso. Herr Grillenscheucher und ich teilten uns Spanferkel und Haxe. Hinterher haben wir ein paar der Kalorien mit Discofox wieder abgetanzt. Wir hatten jede Menge Spaß in dem Zelt mit der Band und der Musik. Das war echt ein tolles Erlebnis und wenn es nicht so weit weg wäre, würde ich da nochmal hingehen.

Am Samstag mussten wir uns von J. und M. verabschieden, die zurück in ihre Heimat fuhren. Herr Grillenscheucher und ich bekamen eine Führung durch Waiblingen und in das Büro, in dem unsere Kreuzfahrten gebucht werden. Immer wieder schön, wenn man Bilder vor Augen hat.

Die guten Dinge von Samstag, 24.09.2016:

  • Das hübsche Waiblingen mit seinen Fachwerkhäusern und immer noch Sonnenschein.

23_Turm 25_Rems 29_Marktplatz

  • Anschließend ging es in den Biergarten unter dem Nussbäumle, von dem wir schon so viel gehört hatten. Herrlich war es dort und das Essen war so lecker: Maultaschen mit schwäbischem Kartoffelsalat. Ich habe ja immer gedacht, dass ich diesen Salat nicht mag, weil da Essig drin ist. Aber weit gefehlt: da könnte ich mich rein legen. Gut, dass ich ihn probiert habe!

33_Donany

  • Ein ganz entspannter Abend auf der riesigen Couch von C. und M. vor dem ebenso riesigen Fernseher. Krimis geguckt und mit leckeren Schnittchen, Chips und Haribo-Konfekt bewirtet worden. Toll, wenn man so faul sein darf!

Der Sonntag war der Rückreise gewidmet. Der ICE hatte natürlich schon in Stuttgart Verspätung und dieses Mal hatten wir nur 10 Minuten Umsteige-Zeit in Kassel, allerdings wenigstens am selben Bahnsteig. Im nächsten Zug funktionierte die Anzeige der reservierten Plätze nicht und wir mussten im proppevollen Zug zwei Leute von unseren Plätzen verscheuchen. Irgendwann endlich in Hamburg angekommen stiegen wir in eine S-Bahn, die ebenfalls zur Deutschen Bahn gehört, und wurden an der nächsten Station wegen Bauarbeiten auf einen Busersatzverkehr verwiesen. 👿 Also echt, wenn es irgendwie geht, nie wieder Deutsche Bahn!

Die guten Dinge von Sonntag, 25.09.2016:

  • Nochmal so ein leckeres Frühstück mit frischen Brötchen und wir durften uns welche für unterwegs schmieren.
  • In Kassel trotz der wenigen Zeit eine Zigarette geschafft.
  • Home, sweet home und das eigene Bett!

Ihr Lieben, C. und M., vielen, vielen Dank für dieses fantastische Wochenende und all Eure Hilfsbereitschaft und die von E. und H.! Es war super trotz der quälenden Bahnfahrten und der Schmerzen in den Ohren in den Tunneln. Wir haben viel Spaß gehabt, uns sehr wohl gefühlt, uns irre gefreut, den lieben Familienanhang kennen zu lernen und euch mal wieder in die Arme zu schließen. Donany hat es ganz besonders im Biergarten und in der S-Bahn gefallen. 😉

35_Donany

In den Dünen

Hach, Hamburg ist einfach eine grandiose Stadt! Hier gibt es sogar Wanderdünen und zwar in der Boberger Niederung. Heute Nachmittag gab es gemeinsam mit Donany, Herrn Grillenscheucher und seinen Eltern einen Ausflug dorthin.

  • Das Wetter war perfekt für diesen Ausflug: viel Sonne, ab und zu Wolken und nicht zu heiß. 😎
  • Wir hatten das Naturschutzgebiet fast allein für uns und es ist einfach toll und sehr erholsam dort. Fast 3 Stunden waren wir dort, haben erzählt, gelacht und gestaunt. Ein richtiger Urlaubsnachmittag mit Sand in den Schuhen.

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  • Zu Hause ein wenig erschöpft von der vielen frischen Luft und dem Laufen durch den tiefen Dünensand aufs Sofa zu plumpsen.