Was für ein schöner Montag

Ich hatte so einen schönen entspannten Montag. Ganz und gar wunderbar war es. 🙂

  • Ausschlafen an einem Montag und danach den ersten Kaffee des Tages kuschelig in den vielen neuen Kissen genießen. Herrlich! Auch Donany ist jetzt sehr zufrieden mit der Kuschel-Lage.

  • Den ganzen Nachmittag in der Sonne auf dem Balkon gewühlt. Die ersten einjährigen Pflanzen mussten leider schon gehen. Der Dill ist verblüht und die Sonnenblumen folgen Stück für Stück. Eine Blüte trocknet jetzt und beschert mir hoffentlich einige Samen für nächstes Jahr. Die Erdbeeren bilden viele lange Ableger und ich habe ein paar davon in einen Kasten für Herrn Grillenscheucher gesetzt. Hoffentlich wachsen sie ordentlich an.

  • Ich liebe es, barfuß über meine neuen Teppiche zu laufen. Die sind so wunderbar puschelig.

3 Kreuze!

Puh! Es ist vollbracht. Meine Wohnung ist renoviert, entrümpelt und gründlich geputzt. Bis auf das Bad, das „nur“ einen großen Putz braucht, aber keinen neuen Anstrich. Das ist für das Wochenende geplant. Ich bin so froh, erleichtert und dankbar – Wahnsinn.

  • Die Wandschränke im Schlafzimmer, vor denen mir putzmäßig immer graut, sind wieder sauber. Und sie hatten es dringend nötig. 😯 Danach kam der Rest in der Küche dran. Warum nur werden Waschmaschinen so dreckig, wenn sie doch eigentlich immer am Waschen sind? Währenddessen blieb es draußen trocken und die Wäsche durfte auf dem Balkon trocknen.
  • Ich bin so sehr dankbar für die Hilfe von meinem Bruder und vor allem der von Herrn Grillenscheucher. Ohne die beiden hätte ich das nicht gepackt. Gleichzeitig bin ich dankbar, dass ich das alles gewuppt hab. Körperlich ist das schließlich nicht ganz ohne. Und dafür, dass ich in der Lage bin, einfach so die Farbe und Pinsel und all das Equipment, das man halt für eine derartige Aktion braucht, kaufen zu können.
  • Der Moment, in dem der Putzlappen in den Müllsack befördert wurde. 🙂 Halleluja. Nun fehlt nur noch ein wenig Deko – Kissen und Teppiche vor allem. Die alten waren uralt und haben echt ausgedient. Erneut bin ich dankbar, denn ich darf mir nun neue aussuchen und kann sie bezahlen. Eigentlich hab ich’s ziemlich sehr gut. 😉

Erste Fotos von der Küche und vom Schlafzimmer. Donany fehlen eindeutig ein paar Kuschelkissen…

Blicke von drinnen nach draußen auf den Balkon – dank der geputzten Fenster endlich mal möglich. 😉

 

 

 

Monte Carlo

Höchste Zeit, meinen Reisebericht weiter zu schreiben. Der nächste Urlaub steht schon vor der Tür. 😮 Außerdem lenkt das ab vom Herbstwetter mitten im Juli.

Unser nächster Hafen war also Monte Carlo. Noch niemals zuvor war ich dort und ziemlich gespannt, was wohl an dem Ort so toll ist, dass all die Reichen dort unbedingt ein Domizil haben wollen. Vom Schiff aus hatte ich das Gefühl, gar nicht von Bord gehen zu müssen, denn die Stadt war von dort wunderbar zu überblicken. Als hätte ich schon alles gesehen.

Auch das berühmte Kasino war super zu sehen:

Auf Anhieb fand ich die Stadt hässlich und unangenehm. Um es vorweg zu nehmen: so blieb es auch. Als Herr Grillenscheucher und ich vom Schiff kamen, mussten wir feststellen, dass es jede Menge Absperrungen wegen des am nächsten Tag stattfindenden Formel-E-Rennens gab. Das ist so ähnlich wie die Formel 1, eben nur mit Elektro-Autos. Für Fußgänger war deshalb logischerweise so gut wie kein Platz mehr. 😡

Immerhin hatten wir auf unserem Weg in die Stadt einige nette Fotomotive. Den wunderschönen Royal Clipper, einen Wegweiser sogar mit einem Pfeil zum nächsten Defibrillator 😮 und den Eingang zur Burg.

Unser Plan war, mit dem Bus zum Exotischen Garten hoch zu fahren und von dort langsam wieder runter zum Hafen zu laufen. Wegen der Formel E fuhr der Bus jedoch nicht von der anvisierten Haltestelle und eine Ersatz-Haltestelle fanden wir nicht. Stattdessen sind wir viele, viele Stufen nach oben gelaufen. Dazu wurde es auch noch schwül und mir sackte der Kreislauf ein bisschen weg. Dafür gab es unterwegs kleine schöne Szenen:

Fast hätten wir aufgegeben, aber dann fanden wir doch noch einen öffentlichen Aufzug, der uns die verbleibenden 10 (!!!) Stockwerke nach oben katapultierte. Nur damit wir in einem total enttäuschenden Garten standen, der eigentlich eher ein Spielplatz ist. (Wenn man die Hamburger Parks gewohnt ist, staunt man doch sehr, was anderswo als Garten berühmt ist.)

Dafür hatten wir von dort oben einen ganz feinen Blick auf die Stadt:

Langsam sind wir wieder nach unten diffundiert – zum Teil zu Fuß, zum Teil per Fahrstuhl. Es gibt eine Menge öffentlicher Fahrstühle, allerdings sind sie nicht sonderlich leicht zu finden. Unterwegs konnten wir sehen, wie man dort so wohnt. Nicht mein Fall, aber es kann definitiv schlimmer sein.

Weiter unten in Hafennähe gab es so einige schöne Häuserfassaden und jede Menge Motorroller zu sehen.

Nach nur 3 Stunden waren Herr Grillenscheucher und ich zurück auf unserem Schiff. Genervt und enttäuscht von dieser Stadt. Wenigstens wissen wir jetzt, dass wir uns nicht mit den Reichen um eine Wohnung dort kloppen müssen. 😉

Den Rest des Nachmittags haben wir ganz entspannt auf dem Schiff verbracht und um 19 Uhr ohne Bedauern beim Ablegen zugesehen. Danach wurde es allerhöchste Zeit für das Abendessen, denn später würde im Theater die Crew Show laufen und erfahrungsgemäß ist da frühes Erscheinen angesagt, damit man einen Sitzplatz ergattern kann.

Wir haben uns also auf die Suche nach einem freien Tisch in einem der Restaurants begeben. Pustekuchen. In allen Inklusive-Lokalitäten war es voll, richtig voll. Das habe ich so noch nie auf einer Kreuzfahrt erlebt. Wenigstens im Anckelmannsplatz war immer ein Plätzchen frei. Im La Vela versprach man uns den nächsten freien Tisch. Wir sollten einfach in der Bar nebenan warten. Und wieder Pustekuchen. Hat überhaupt nicht funktioniert, wie ich leider beobachten musste. Service war eben früher mal… 🙁

Letztlich stellten wir uns eben wieder an den Eingang zum La Vela und hatten großes Glück, einen Tisch zu bekommen kurz bevor die von mir schon längst bestellte Pizza fertig war. Uffz!!! (Stressfrei ist echt was anderes.)

Gleich nach der Öffnung der Türen sind wir ins Theater gegangen und hatten unsere Lieblingsplätze ganz vorn ungefähr in der Mitte. Ja, man muss dann immer ein bisschen nach oben gucken, aber wir hatten einen unverstellten Blick, der für Fotos Gold wert ist. Nur der Fotograf vor der Show nervte ohne Ende mit seinen dummen Sprüchen. Herrjeh, wo haben die denn den ausgegraben???

Die Crew Show war unglaublich! Ganz und gar wunderbar und besser als alle, die wir schon gesehen haben. Es gab tolle Sänger und Sängerinnen, eine super Tanztruppe und einen wunderbaren Jongleur.

Und zum Glück gab es auch wieder eine Aufführung von „Aschenputtel“ als Sprech-Theater. Dieses Mal mussten die Sprecher selbst so lachen zwischendurch, was es noch witziger machte. Ich hatte Lachtränen in den Augen.

Das Aschenputtel und der Prinz:

Die gute Fee:

Das Aschenputtel-Team zusammen:

Alle zusammen beim abschließenden Singen von „We are the World“. Gänsehaut!

Die Show hat uns mit dem ziemlich blöden Tag mehr als versöhnt. Danke dafür!

Die guten Dinge von Freitag, 12. Mai 2017:

  • Monte Carlo tat uns nicht gut und es war schön, dass Herr Grillenscheucher und ich einvernehmlich die Stadt sich selbst überließen statt uns weiter damit zu plagen.
  • Der stattdessen sehr entspannte Nachmittag an Bord.
  • Natürlich die grandiose Crew Show!

Cagliari

Cagliari auf Sardinien. So ein hübscher Ort und so eine hübsche Insel. Herr Grillenscheucher und ich haben dort vor vielen Jahren unseren ersten gemeinsamen Urlaub verbracht. 😎 Cagliari haben wir damals allerdings nur kurz gesehen.

Der Kapitän sprach Cagliari bei seinen Ansagen über die Schiffslautsprecher immer „Kackliari“ aus und uns kräuselten sich die Zehennägel. Herrjeh, der Ort ist nun wirklich nicht Kacke. Und ich frage mich dann immer, wie viele der gut 2000 Gäste auf dem Schiff (plus Mitarbeiter) diese Aussprache für richtig halten und weiter in der Welt verbreiten. Grusel! Die korrekte, italienische und wirklich nicht schwierige Aussprache findet sich auf Wikipedia:

Unser erster Landgang auf dieser Kreuzfahrt und wir konnten ihn ganz entspannt angehen, denn wir würden erst um Mitternacht wieder ablegen. Dieser Zeitplan hat sich uns zwar nicht erschlossen, aber das macht ja auch nichts. So konnten wir ganz geruhsam aufstehen, frühstücken und in der Außenalsterbar Latte Macchiato und Espresso genießen. Erst am frühen Nachmittag sind wir vom Schiff gegangen und haben uns vom kostenlosen Hafenshuttle kutschieren lassen. Die Sonne schien, es war fast heiß, aber sehr, sehr windig.

Cagliari vom Schiff aus gesehen:

Von unserem Balkon hatten wir einen anderen Blick. Vor allem den auf einen Flugzeugträger, der vermutlich für Flüchtlinge im Mittelmeer zuständig ist.

Für mich sieht so was immer ziemlich bedrohlich aus. Aber Cagliari hat es mich gleich vergessen lassen. Wir sind hoch und runter durch Straßen und Gassen und über Plätze. Zuerst kamen wir am Teatro Civico vorbei:

Gassen:

Natürlich haben wir die Kathedrale besichtigt.

Es waren viele Engel an den Wänden zu bestaunen, die alle einen anderen Gesichtsausdruck hatten:

Und es gab sogar echten Blumenschmuck:

Hinterher waren wir und Donany ein wenig erschöpft von all den Eindrücken und wir haben eine kleine Rast auf einem Platz vor der Kathedrale gemacht.

Unterwegs gab es viele Blumenkästen verschiedener Art, die mich ein bisschen inspiriert haben:

Einen wunderschönen alten Fiat gab es zu bewundern.

Wir kamen vorbei am Torre dell Elefante, einem alten Wachturm, und konnten von relativ weit oben unser Lieblingsschiff bewundern.

Vor der Chiesa dei Cappucchini war der Platz mit bunten Fähnchen für ein Fest geschmückt.

Noch eine Pause vor einer leider geschlossenen Pommes-Bude (Ich hatte langsam Hunger.).

Ganz in der Nähe fanden wir heraus, wo sich der Frühling in diesem Jahr versteckt hatte:

Ich habe, wie immer unterwegs, viele Balkone und Häuserfassaden bewundert.

Läden gab es natürlich auch, die aber erst gegen 16:30 Uhr wieder öffneten.

Eine schläfrige Katze unterwegs und eine weitere Kirche, deren Namen ich vergessen habe:

Wir kamen an der Bastione di Saint Remy vorbei und danach gab es endlich ein Eis für uns.

Den ganzen Tag haben wir überall nach Postkarten geschaut, aber die meisten waren entsetzlich hässlich. Dennoch kamen wir abends zufrieden mit diesem schönen Ort zurück aufs Schiff. Nach einem Prosecco bekamen wir auch gleich einen Tisch im Atlantik und haben lecker gespeist, was uns hoffen ließ, dass das Essen gestern nur ein Ausrutscher war.

Wie immer haben wir den Abend im Casino beendet. Die Poolparty haben wir gemieden, weil dort Roberto Blanco auftrat – ausgerechnet der! Eigens für den Geburtstag der Mein Schiff 1 war er mit an Bord. Darauf hätten wir echt gern verzichtet…

Die guten Dinge von Montag, 8. Mai 2017:

  • Wegen der langen Liegezeit in Cagliari konnten wir super geruhsam in den Tag starten.
  • Cagliari! Hach, es war so so so schön, diese Stadt nach all den Jahren wieder zu sehen.
  • Endlich leckeres Essen im Atlantik.

Der erste Seetag

Ebenso obligatorisch wie die Seenotrettungsübung vor dem ersten Ablegen ist der erste Seetag. Ankommen auf dem Schiff, entspannen, erkunden, Pläne für die Reise machen. Ich liebe diesen Tag! Eigentlich ist er für mich fast der schönste auf der ganzen Fahrt. Dieses Mal lag folgende Route vor uns:

Wir haben den Tag langsam begonnen mit einem Kaffee aus der Nespresso-Maschine auf unserem Balkon. Dann ging es zu einem späten Frühstück im Anckelmannsplatz, wo das Buffet so gut wie nichts mehr her gab, was ich gern esse. Kein Lachs, kein leckerer Schinken und nur noch ein Rest lauwarmes Rührei. Enttäuschend! Naja, dafür gab es später einen leckeren Burger im Cliff 24 am Pooldeck, wo es trotz Sonnenschein relativ ruhig war.

Den Nachmittag verbrachten wir entspannt auf der Aussichtbar, beglotzten die Schiffsspur und ich trank den super leckeren Geburtstagscocktail ohne Alkohol (Während unserer Fahrt feierte die Mein Schiff 1 Geburtstag und deshalb gab es diesen besonderen Cocktail.). Hmm,so schön johannisbeerig!

Auch Donany verbrachte einen entspannten Tag, wenn auch auf dem Bauch.

Einen kleinen Spaziergang über das Schiff haben wir natürlich auch gemacht – Bewegung muss sein. 😉 Wir haben D. an seinem neuen Arbeitsplatz in der Himmel-und-Meer-Lounge begrüßt – so schön, dass wir uns auf fast jeder Reise wieder sehen!

Und wir haben uns die Ungeheuerlichkeit des neuen Flugsimulators angesehen. Herrjeh, wie kann man nur das Farb- und Formkonzept des Schiffes derart torpedieren! Eine echte Beleidigung für die Augen ist das Ding und ich habe während der ganzen Reise nie gesehen, dass irgendwer das Teil ausprobiert hat. TUI, wie tief seid ihr gesunken?

Abends sind wir dann erstmals auf dieser Reise im Atlantik essen gegangen. Es ließ sich schon schwierig an, weil alles voll war und wir eine ganze Weile warten mussten. Und dann war das Essen auch noch eine grandiose Enttäuschung. Lieber Himmel, was haben sie bloß dem armen Hummer angetan? Der musste ja quasi ganz umsonst sterben. 🙁

Dieser Tag war kein besonders guter Auftakt für unsere diesjährige Kreuzfahrt, aber gute Dinge vom Sonntag, 7. Mai 2017, gibt es natürlich trotzdem:

  • Herr Grillenscheucher fand für mich den Rührei-Behälter. Auch wenn es dann nahezu kalt war.
  • Entspannung auf der Aussichtbar mit dem leckeren Geburtstagscocktail.
  • Mit Herrn Grillenscheucher im Casino sitzen, reden und einen Entschluss fassen.