Novemberregen

Ihgitt, war das heute eklig nass und kalt da draußen! Ich war so froh, dass ich in einem warmen Büro arbeiten darf, und auch darüber, dass ich einen weitgehend netten, friedlichen Job habe. Klar gibt es dort immer wieder was, was ich nicht witzig finde, und dann ist es auch wichtig, sich darüber ärgern zu dürfen. Aber im Vergleich z.B. zu Kindern, die irgendwo auf der Welt in irgendwelchen Gruben schürfen müssen, habe ich es definitiv luxuriös. Ab und zu sollte man sich das vor Augen halten, finde ich.

  • Dankbarkeit für meinen Job und mein warmes Büro, in dem ich auch wieder eine Mandarine gegessen habe. 😉 Ich liebe es, wie danach der Raum duftet.
  • A. und ich haben zur selben Zeit Feierabend gemacht und sind zusammen zur U-Bahn gegangen. Das war gut – wir haben ein bisschen geredet und konnten das Fremdeln der letzten Woche wieder aufgeben.
  • Ein ziemlich verstörter Anruf auf meinem Anrufbeantworter und mit meinem Rückruf konnte ich ein bisschen helfen.

Kurz und gut

  • Nachdem ich mich gleich heute früh schon wieder über unprofessionelles Verhalten – dieses Mal von meinem Chef – ärgerte, hab ich beschlossen, dass das so nicht weiter geht. Davon krieg ich sonst noch Magengeschwüre. Also habe ich, wann immer es ging, Übungen aus der Lebensfreude-Challenge gemacht, und siehe da, ich hatte wieder ein Lächeln im Gesicht. 🙂
  • Außerdem habe ich mir bewusst gemacht, dass es sooo sooo viel gibt, wofür ich dankbar bin. Z.B. für funktionierende Heizungen bei der winterlichen Kälte, für ein Dach überm Kopf, für leckeres Kantinenessen, für U-Bahnen, die mich fahren, auch wenn sie meist proppevoll sind, usw. usf. Im Verhältnis zu so vielen anderen Schicksalen habe ich es echt gut!
  • Und dann habe ich auch noch Urlaubsplanung für nächstes Jahr gemacht. 😎 Mal sehen, ob das so genehmigt wird, aber ich bin da guter Dinge.
  • Bonus: Mir ging es immer besser und jetzt bin ich richtig gut drauf. Müde zwar, aber gut drauf. Manchmal hilft es eben doch, sich selbst den Kopf zurecht zu rücken. Oder wie meine Postkarte schreibt: Wenn Du glücklich sein willst, dann sei glücklich.

Reformationstag

Hamburg gehört zu den Bundesländern mit den wenigsten gesetzlichen Feiertagen. Gerade mal die 9 bundeseinheitlichen Tage haben wir abgekriegt. Im Vergleich dazu gibt es in Bayern 12 Feiertage und in manchen Regionen sogar 13 oder 14. Das ist unfair, ungerecht und total gemein. Jawoll. Fein also, dass dieses Jahr der Reformationstag in allen Bundesländern ein Feiertag ist. Nicht so fein allerdings, dass Bayern damit noch einen weiteren Feiertag in diesem Jahr bekam. Insofern teile ich auch nicht die Meinung, dass man den Reformationstag zu einem weiteren bundeseinheitlichen Feiertag erklären sollte. Das ändert schließlich nichts an der unfairen Verteilung dieser Tage.

Dennoch wünschte ich mir einen weiteren Feiertag und zwar möglichst im Sommer oder im Herbst, wo diese Tage hier so rar gesät sind, dass sich die Wochen wie Kaugummi ziehen. Am besten einen, den es in Bayern eh schon gibt, oder – noch besser – einen ganz eigenen nur für die diesbezüglich benachteiligten Bundesländer. Dann würde auch die Wirtschaft nicht in der gesamten Republik jammern und stöhnen, was sie das wieder kostet. 😉

  • Dankbarkeit für diesen „geschenkten“ Feiertag.
  • Draußen war es grau und ungemütlich – perfekt zum Faulsein auf dem Sofa passend.
  • Ich bin froh, dass wir gestern meine Balkonpflanzen für den Winter verpackt haben. Gestern schien nämlich wenigstens noch die Sonne und wärmte ein bisschen. Nachts allerdings ist es schon richtig kalt – gerade mal 4° C schafft das Thermometer. Da sind die Pflanzen bestimmt froh um ihre Isolierschichten.

3 Kreuze!

Puh! Es ist vollbracht. Meine Wohnung ist renoviert, entrümpelt und gründlich geputzt. Bis auf das Bad, das „nur“ einen großen Putz braucht, aber keinen neuen Anstrich. Das ist für das Wochenende geplant. Ich bin so froh, erleichtert und dankbar – Wahnsinn.

  • Die Wandschränke im Schlafzimmer, vor denen mir putzmäßig immer graut, sind wieder sauber. Und sie hatten es dringend nötig. 😯 Danach kam der Rest in der Küche dran. Warum nur werden Waschmaschinen so dreckig, wenn sie doch eigentlich immer am Waschen sind? Währenddessen blieb es draußen trocken und die Wäsche durfte auf dem Balkon trocknen.
  • Ich bin so sehr dankbar für die Hilfe von meinem Bruder und vor allem der von Herrn Grillenscheucher. Ohne die beiden hätte ich das nicht gepackt. Gleichzeitig bin ich dankbar, dass ich das alles gewuppt hab. Körperlich ist das schließlich nicht ganz ohne. Und dafür, dass ich in der Lage bin, einfach so die Farbe und Pinsel und all das Equipment, das man halt für eine derartige Aktion braucht, kaufen zu können.
  • Der Moment, in dem der Putzlappen in den Müllsack befördert wurde. 🙂 Halleluja. Nun fehlt nur noch ein wenig Deko – Kissen und Teppiche vor allem. Die alten waren uralt und haben echt ausgedient. Erneut bin ich dankbar, denn ich darf mir nun neue aussuchen und kann sie bezahlen. Eigentlich hab ich’s ziemlich sehr gut. 😉

Erste Fotos von der Küche und vom Schlafzimmer. Donany fehlen eindeutig ein paar Kuschelkissen…

Blicke von drinnen nach draußen auf den Balkon – dank der geputzten Fenster endlich mal möglich. 😉

 

 

 

Die 2 Seiten einer Medaille

Momentan bin ich extrem schlecht zufrieden zu stellen und ich sehe eher die negativen als die positiven Seiten. Die Sonne scheint, aber ich kann mich nicht so richtig darüber freuen, weil es trotzdem draußen arschkalt ist. Heute morgen auf dem Weg zur Arbeit in der U-Bahn haben mich die vielen Leute genervt, die eine eklig süße Parfum-Wolke spazieren führen. Da habe ich gedacht, dass mir gerade die Dankbarkeit verloren gegangen ist. Schließlich hatte ich einen bequemen Platz ergattert und konnte mich bequem kutschieren lassen statt selbst fahren zu müssen. Überhaupt ist es toll, dass ich derart entspannt und schnell mit den Öffis zur Arbeit kommen kann, wenn man von den Parfum-Wolken absieht. 😉 Die 2 Seiten einer Medaille eben. Ich habe mir also vorgenommen, Dankbarkeit für die glänzende Seite zu üben.

  • D. hat sich sehr, sehr über mein Geburtstagsgeschenk für sie gefreut.
  • Zufällig den Lieblingskollegen getroffen und kurz neueste Erkenntnisse ausgetauscht. So schön, dass er meine Metaphern immer sofort versteht.
  • Mein Blog wollte mich heute erst nicht anmelden lassen. Ein Anruf bei Herrn Grillenscheucher und kurz danach war das Problem schon wieder behoben.