Schlechte Nachrichten

Dieses Jahr reißen die schlechten Gesundheitsnachrichten einfach nicht ab. Heute erfuhr ich, dass ein lieber ehemaliger Kollege, der noch gar nicht so lange in Rente ist, im Sterben liegt. Und dass eine Tante von mir sehr krank im Krankenhaus liegt. Ja, ich weißt, dass ich das Alter erreicht habe, in dem sich die Einschläge häufen. Könnte ich trotzdem bitte mal eine Pause bekommen? Man sollte das Leben genießen solange man es hat, aber das ist ziemlich schwer bei all den schlechten Nachrichten.

  • Ein Anruf vom Lieblingskollegen, der mir gut tat nachdem ich die volle Wucht von N.’s Aufregung abgekriegt hatte und komplett irritiert war. Insbesondere darüber, dass sie selbst findet, sie sei ganz entspannt. 😮
  • Zur Pediküre gewesen und erfahren, dass die Praxis nächste Woche umzieht. Ich habe mich mit den Mitarbeitern dort gefreut, dass es endlich größere und modernere Räumlichkeiten geben wird. Die waren schon ganz vorfreudig.
  • Zu Hause erwartete mich ein Päckchen von C. voller Süßigkeiten. So eine liebe Überraschung! (Aber meinem Zahnarzt darf ich davon morgen nichts erzählen…)

Eine Reise ins Ländle

Die letzten Tage haben Herr Grillenscheucher und ich C. und M. im Ländle besucht. Wir waren nämlich eingeladen, mit  ihnen auf die Cannstatter Wasen zu gehen, das schwäbische Äquivalent zur Münchner Wiesn. Volksfeste sind zwar nicht so unser Ding, aber es spricht ja nichts dagegen, mal ein unbekanntes auszuprobieren, gell.

Bevor es mit dem Bericht los geht, fehlen noch die guten Dinge von Mittwoch, 21.09.2016:

  • Ich musste in die Firma, weil die neuen Proficards für die Öffis ausgegeben wurden, und habe es geschafft, rasend schnell dort durch zu huschen, ohne von irgendwem mit einem längeren Schnack aufgehalten zu werden. Super, denn ich hatte es wirklich eilig.
  • Das elende Kofferpacken schnell und problemlos erledigt.
  • Super leckere Spaghetti Bolognese.

Am Donnerstag Mittag fuhr unser ICE los. Bereits mit 5 Minuten Verspätung, obwohl der gerade mal aus Kiel kam, was nun echt keine Entfernung ist. Unterwegs sammelten sich weitere Verspätungsminuten an. Zuerst wegen einer Weichenstörung und dann wegen eines unplanmäßigen Halts in Fulda, um dort gestrandete Passagiere eines anderen ICEs aufzusammeln. So schmolzen unsere 20 Minuten Umsteige- und Raucherzeit in Frankfurt dahin und wir mussten letztlich in 5 Minuten umsteigen und zwar ohne Rauchen und mit Gleiswechsel. 👿 Welch ein Glück, dass wir einigermaßen gut zu Fuß sind!

Gute Dinge gab es trotzdem am Donnerstag, 22.09.2016:

  • In Stuttgart aus dem Zug direkt in eine Raucherzone zu plumpsen.
  • C. und M. endlich mal wieder in die Arme zu schließen.
  • Der lange wunderbare Abend mit den beiden und E. und H. und J. und M. und leckerstem Gulasch mit Spätzle.
  • Bonus: „Weil i a Trachtler bin.“. (Insider 😉 )

Der Freitag war der große Wasen-Tag. C. und M. in ihren hübschen Dirndls und J. und M. stilecht in Lederhosen. Herr Grillenscheucher und ich hatten auf Verkleidungsmaßnahmen jeglicher Art verzichtet, was ich hinterher doch ein bisschen schade fand. Noch ein bisschen lädiert vom Abend zuvor ging es nachmittags los nach Bad Cannstatt.

Die guten Dinge von Freitag, 23.09.2016:

  • E. fuhr uns zur S-Bahn und holte uns dort nachts auch wieder ab. Das fand ich total lieb.
  • Das Wetter spielte mit: Sonnenschein und so um die 20° C. Auf dem Festplatz war es noch ziemlich leer als wir ankamen. Kein Gedrängel – perfekt! Wir staunten über all die Fahrgeschäfte und die riesige Pommes-Tüte, die M. erstand. Es gab eine Hundebäckerei 😯 , eine Fruchtsäule, denn schließlich ist das das Ernte-Dank-Fest, und sogar eine Heimweghilfe.

02_Riesenrad 04_Schild_Herz 06_Kettenkarussell

09_Kettenkarussell 10_Kettenkarussell 11_Kettenkarussell

08_Geisterbahn 16_altes_Karussell 20_Wildwest

21_Hundebäckerei 15_Fruchtsäule 19_Heimweghilfe

  • Unser Zelt war das Almhüttendorf. Wir hatten einen Tisch am Rand mit genug Platz für uns sechs und sämtliche Taschen und Jacken. Perfekt! Der Wein war lecker und das Essen ebenso. Herr Grillenscheucher und ich teilten uns Spanferkel und Haxe. Hinterher haben wir ein paar der Kalorien mit Discofox wieder abgetanzt. Wir hatten jede Menge Spaß in dem Zelt mit der Band und der Musik. Das war echt ein tolles Erlebnis und wenn es nicht so weit weg wäre, würde ich da nochmal hingehen.

Am Samstag mussten wir uns von J. und M. verabschieden, die zurück in ihre Heimat fuhren. Herr Grillenscheucher und ich bekamen eine Führung durch Waiblingen und in das Büro, in dem unsere Kreuzfahrten gebucht werden. Immer wieder schön, wenn man Bilder vor Augen hat.

Die guten Dinge von Samstag, 24.09.2016:

  • Das hübsche Waiblingen mit seinen Fachwerkhäusern und immer noch Sonnenschein.

23_Turm 25_Rems 29_Marktplatz

  • Anschließend ging es in den Biergarten unter dem Nussbäumle, von dem wir schon so viel gehört hatten. Herrlich war es dort und das Essen war so lecker: Maultaschen mit schwäbischem Kartoffelsalat. Ich habe ja immer gedacht, dass ich diesen Salat nicht mag, weil da Essig drin ist. Aber weit gefehlt: da könnte ich mich rein legen. Gut, dass ich ihn probiert habe!

33_Donany

  • Ein ganz entspannter Abend auf der riesigen Couch von C. und M. vor dem ebenso riesigen Fernseher. Krimis geguckt und mit leckeren Schnittchen, Chips und Haribo-Konfekt bewirtet worden. Toll, wenn man so faul sein darf!

Der Sonntag war der Rückreise gewidmet. Der ICE hatte natürlich schon in Stuttgart Verspätung und dieses Mal hatten wir nur 10 Minuten Umsteige-Zeit in Kassel, allerdings wenigstens am selben Bahnsteig. Im nächsten Zug funktionierte die Anzeige der reservierten Plätze nicht und wir mussten im proppevollen Zug zwei Leute von unseren Plätzen verscheuchen. Irgendwann endlich in Hamburg angekommen stiegen wir in eine S-Bahn, die ebenfalls zur Deutschen Bahn gehört, und wurden an der nächsten Station wegen Bauarbeiten auf einen Busersatzverkehr verwiesen. 👿 Also echt, wenn es irgendwie geht, nie wieder Deutsche Bahn!

Die guten Dinge von Sonntag, 25.09.2016:

  • Nochmal so ein leckeres Frühstück mit frischen Brötchen und wir durften uns welche für unterwegs schmieren.
  • In Kassel trotz der wenigen Zeit eine Zigarette geschafft.
  • Home, sweet home und das eigene Bett!

Ihr Lieben, C. und M., vielen, vielen Dank für dieses fantastische Wochenende und all Eure Hilfsbereitschaft und die von E. und H.! Es war super trotz der quälenden Bahnfahrten und der Schmerzen in den Ohren in den Tunneln. Wir haben viel Spaß gehabt, uns sehr wohl gefühlt, uns irre gefreut, den lieben Familienanhang kennen zu lernen und euch mal wieder in die Arme zu schließen. Donany hat es ganz besonders im Biergarten und in der S-Bahn gefallen. 😉

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