Mit dem Bötchen nach Cranz

Die Wettervorhersage war gut und Herr Grillenscheucher und ich waren für einen Ausflug verabredet. Seine Eltern schlossen sich uns an und so verbrachten wir gemeinsam den Tag mehr oder weniger in öffentlichen Verkehrsmitteln. 😉 Ich wollte nämlich so gern Bötchen fahren, weil ich mich dann immer gleich wie im Urlaub fühle. Mein Wunsch wurde mir erfüllt.

  • Wir sind ganz, ganz viel Bötchen gefahren. So wunderbar, der brummende Motor unter uns, der Fahrtwind in den Haaren und das Wasser vor, neben und hinter uns. 😎 Bei strahlendem Sonnenschein haben wir uns an den Landungsbrücken getroffen und sind mit der Fähre nach Finkenwerder gefahren. Dort sind wir in die Fähre nach Teufelsbrück umgestiegen. Dann ging es eine Weile an Land mit Bussen durch viel Grün weiter bis wir mit der Bergziege am Hafen in Blankenese ankamen. Die nächste Fähre fuhr uns vor der Nase davon und wir vertrieben uns die einstündige Wartezeit mit Fischbrötchen. Das dritte Bötchen an diesem Tag schipperte uns nach Cranz. Unterwegs gab es so viel zu sehen: den Airbus im Landeanflug, das Elbufer und natürlich jede Menge große Pötte. Vom Kapitän einer Fähre haben wir gelernt, dass wir sogar einen Eisbrecher sahen – erkennbar an der seltsam geformten Schnauze (das orange Ding).

  • Um in Cranz anzukommen, ist das Bötchen ein kleines Stück die Este hoch gefahren. Wir sind frohen Mutes vom Anleger ein Stück auf dem Deich entlang gelaufen. Gewünscht haben wir uns ein Café, das es aber nur am Anleger gab. Dafür sahen wir eine Menge süße Häuser, die Este und einen Laden für orthopädische Schuhe. Nett, aber jetzt nichts, was man unbedingt gesehen haben muss. Wenn man jedoch ganz viel Bötchen fahren will, ist das schon ein super Ziel. 😉

  • Die Rückfahrt haben wir etwas schlichter gestaltet. Wir hatten Glück und erwischten einen Bus kurz vorm Losfahren, der uns bis Finkenwerder brachte. Von dort gab es die vierte Bötchen-Fahrt des Tages zurück zu den Landungsbrücken. 🙂 Und in unserem Lieblings-Café im Portugiesenviertel endlich den ersehnten Kaffee für die Eltern von Herrn Grillenscheucher und für uns beide Sagres. Zum Abschluss sind wir noch zum Stintfang hoch gegangen und haben all die blauen Neonröhren bewundert, die unseren Hafen derzeit für den Blue Port und die Cruise Days beleuchten. Auch die Fähren, mit denen wir gefahren sind, tragen solche mit sich.

Ja, das war ein sehr schöner Ausflugstag! 🙂

Blau

  • Auf dem Balkon gewerkelt und gemerkt, wie gut mir das tut. Das werde ich mal wieder öfter für ein Stündchen einschieben.
  • Am Nachmittag haben Herrn Grillenscheucher und ich uns zu einem Ausflug getroffen. Wir haben uns das kleine Karo-Viertel angesehen – ganz süß, aber für meinen Geschmack zu öko. Einen Schwung durch die neue Rindermarkthalle (eher enttäuschend) gemacht, den Straßenmampf besucht (dieses Mal auch eher enttäuschend) und zum Trost in unser Lieblingscafé im Portugiesenviertel eingekehrt (der Vinho Verde war eine ganz große Enttäuschung). Aber dann war es endlich dunkel genug, um zum Blue Port, unserem derzeit blau beleuchteten Hafen zu gehen. Einfach wunderschön!

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  • Und weil das kulinarisch heute alles so deprimierend war, sind wir auf dem Weg zurück auf einen Absacker in die Zinne eingekehrt. Der Wein war lecker, das Bier auch. Die Bedienung ist toll. Es war warm genug, um noch lange draußen auf der wunderschönen Terrasse zu sitzen; zumindest mit Kuscheldecke. Das hat mich mit den diversen Enttäuschungen des Ausflugs versöhnt. Außerdem freue ich mich sehr, dass es in meinem Kiez nun wieder so einen schönen Platz gibt, wo man entspannt was essen und trinken gehen kann.