Kurz und gut

  • Am Nachmittag kam endlich die vom Radio versprochene Sonne raus. 😎
  • Jede Menge Termine, die wĂ€hrend meiner Auszeit stattfinden, abgesagt. Hach, ist das schön, wenn sich der BĂŒrokalender so leert.
  • Abends auf dem Balkon verwelktes Zeug aus den Pflanzen geschnitten und damit hoffentlich vor allem dem Basilikum Platz zum Wachsen verschafft.

Paukenschlag

Das Jahr 2016 ging fĂŒr mich mit einem gefĂŒhlten Paukenschlag zu Ende: Bei einem blöden Sturz habe ich mir das linke SchlĂŒsselbein gebrochen. 🙁 Deshalb war hier so lange Schweigen im Blog. Ich konnte physisch nicht tippen, wollte das aber auch gar nicht. Zu tief war meine Verstörung darĂŒber, dass ausgerechnet mir so was passiert ist. Langsam und in Minischritten geht es mir besser. Ich kann wieder mit 10 Fingern tippen. Der linke Arm wird dank der Qualen bei der Physiotherapie immer beweglicher. Irgendwann ist bestimmt wieder alles gut.

Trotzdem gab es eine Menge gute Dinge in den letzten fast zweieinhalb Monaten. Eine vermutlich unvollstÀndige AufzÀhlung, bei der die Reihenfolge keine Gewichtung ist:

  • Das GlĂŒck, dass ich in einem Land mit so guter Ă€rztlicher Versorgung lebe und durch die Krankenkasse und meinen Arbeitgeber so gut abgesichert bin.
  • All die hilfreichen, herzlichen und fröhlichen Mitarbeiter im Krankenhaus, in der Arztpraxis und im Physiotherapiezentrum.
  • Ich habe einen wunderbaren OrthopĂ€den kennengelernt (obwohl die doch eigentlich gar nicht wunderbar sein können 😉 ). Ich hatte die perfekte Chirurgin im Krankenhaus, die mich NervenbĂŒndel unglaublich beruhigt hat. Ich habe einen super guten Physiotherapeuten gefunden.
  • Schlafen, schlafen und noch mehr schlafen. Ich habe ja gedacht, dass ich irgendwann genug davon habe, aber das ist nicht der Fall. 😉
  • Herr Grillenscheucher war die ganze Zeit bei mir und ist es immer noch. Er ist quasi bei mir eingezogen und hilft mir bei wirklich allem, was ich nicht allein kann. Das war und ist eine so riesengroße Hilfe – unbeschreiblich!
  • Dass Herr Grillenscheucher und ich so lange Zeit auf so engem Raum zusammen leben können, ist eine richtig tolle Erfahrung. Wir sind unsere UnabhĂ€ngigkeit gewohnt und darauf plötzlich ohne Groll verzichten zu können, ist definitiv keine SelbstverstĂ€ndlichkeit.
  • Diese lange gemeinsame Zeit hat uns unglaublich viele sehr intensive Momente miteinander beschert. Und sehr viele alberne Momente. 🙂
  • Leckeres Essen und das Ausprobieren neuer Rezepte, z.B. Skrei auf Tomaten. Sehr besonders war auch der Moment, als ich wieder GemĂŒse schnippeln konnte.
  • Ich habe viel Geduld, viel Langsamkeit und mehr Achtsamkeit gelernt. Hoffentlich kann ich das in den Alltag rĂŒber retten.
  • Die Menschen, die wirklich da waren mit ihren Anrufen, Mails, Postkarten, WhatsApp-Nachrichten und Besuchen. Vor allem im Krankenhaus war WhatsApp eine tolle Ablenkung.
  • Die Erfindung der Duschmatte! Seit ich so ein Ding habe, kann ich wieder ohne Angst auszurutschen unter die Dusche gehen. (Es ist erstaunlich, wovor ich Ängste entwickelt habe, obwohl der Sturz in einer ganz anderen Situation passiert ist.)
  • Mein Blog hat ein neues Kleid bekommen, das mir sehr gut gefĂ€llt.
  • Ich habe MinigĂ€rten ausgesĂ€t, die nun an meinem Schlafzimmerfenster stehen. Zuerst nur Salat, Schnittlauch und Basilikum, denn die BlĂŒmchen dĂŒrfen erst nĂ€chsten Monat laut Packungsangaben. Der Salat steckt sogar schon grĂŒne Spitzen aus der Erde.

  • Der Winterjasmin hat endlich BlĂŒten bekommen. Sehr spĂ€t in diesem Jahr, so dass ich schon Sorge um ihn hatte.

Stillstand

Auf meinem Balkon sieht es gerade nach Stillstand aus. Insgesamt ist es immer noch zu kalt fĂŒr die Jahreszeit – fĂŒr die letzte Nacht war sogar Bodenfrost angekĂŒndigt. 😯 Heute gab’s dafĂŒr Sonnenschein pur mit warmen Temperaturen. Die Pflanzen wirken allesamt verwirrt und sehr zögerlich, was ich durchaus nachvollziehen kann.

Obwohl heute Pfingstsonntag ist, mag die Pfingstrose noch nicht blĂŒhen. Ihre Knospen sehen fast genauso aus wie beim letzten Foto vor 10 Tagen:

147_Pfingstrose_Knospe

Nur wenn man genau hinsieht, stellt man fest, das viel mehr Rosa zu sehen ist. Und so ist es wenigstens bei einigen anderen Pflanzen auch – es gibt minimale Entwicklungen. Die Minze bildet winzige BlĂŒtenknopsen:

150_Minze

Der Lorbeer bekommt frische, hellgrĂŒne BlĂ€tter:

149_Lorbeer

Die Petersilie treibt aus – sogar regelmĂ€ĂŸig:

148_Petersilie

Kerbel, Salat und Basilikum bemĂŒhen sich immerhin, aber sehr unregelmĂ€ĂŸig:

153_Kerbel 154_Salat 155_Basilikum

Ganz zuverlĂ€ssig und stetig wachsen die Wicken ihren Rankgittern entgegen, worĂŒber ich mich total freue:

151_Wicken

Der Portulak-Salat sieht richtig schön frisch grĂŒn aus und schmeckt hervorragend auf Pellkartoffeln mit Sour Cream:

152_Portulak

Richtig stolz bin ich auf den Oregano, der sich seit seiner Teilung super entwickelt:

156_Oregano

Der Salbei ist auch eine Pracht geworden. Nach dem Winter schien er komplett verdörrt, aber nachdem ich ihn fast bis zum Boden zurĂŒckgeschnitten habe, hat ihn das Leben zurĂŒck:

158_Salbei

Es gibt also viele kleine Erfolgserlebnisse auf meinem Balkon, man muss sie nur wahrnehmen. Und es gibt viele hoffnungsvolle Anzeichen. Ich bin sehr gespannt, wie es aussehen wird, wenn ich aus dem Urlaub zurĂŒck bin.

One-Pot Pasta mit Tomaten und Chorizo

Zutaten (fĂŒr 4 Portionen)

600 g Kirschtomaten

500 g Spaghetti

400 g Chorizo

100 g Parmesan

15 g Basilikum

4 EL Olivenöl

2 Knoblauchzehen dĂŒnn geschnitten

1 weiße Zwiebel

Salz, frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung

Die Zwiebeln hĂ€uten, halbieren und in dĂŒnne Streifen schneiden, den Knoblauch schĂ€len und fein hacken. Die BasilikumblĂ€tter abzupfen. Kirschtomaten halbieren. Chorizo je nach Dicke halbieren oder vierteln und in Âœ cm breite Scheiben schneiden.

Einen flachen, breiten Topf mit einem Liter Wasser fĂŒllen, Spaghetti, Chorizo, Kirschtomaten, Zwiebeln, Knoblauchzehen, Basilikum, Salz, Pfeffer und Olivenöl hinzugeben. Alles zusammen aufkochen, Hitze reduzieren und ungefĂ€hr zehn bis zwölf Minuten köcheln lassen, dabei immer wieder umrĂŒhren. WĂ€hrend des Kochens den Parmesan reiben.

Die Pasta ist fertig wenn die Nudeln al dente sind und es sollte sich dann kein Kochwasser mehr im Topf befinden. Den Parmesan vorsichtig unterrĂŒhren und sofort servieren oder aus dem Topf essen…

Das Foto und das Rezept habe ich im Blog “Lecker muss es sein” gefunden.

One-Pot Pasta nach Martha Stewart

Zutaten (fĂŒr eine Portion)

170 g Spaghetti
170 g Cocktailtomaten
1/2 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer
1 Tl Oregano
525 ml Wasser
frischer Basilikum

Zubereitung

Zwiebel und Knoblauchzehen abziehen und grob hacken. Cocktailtomaten grĂŒndlichen reinigen und halbieren oder vierteln. Alle Zutaten in einen großen Topf geben und mit dem Wasser ĂŒbergießen. Zum Kochen bringen und anschließend fĂŒr knapp 10 Minuten leise köcheln lassen und dabei regelmĂ€ĂŸig umrĂŒhren.
Das Foto und das Rezept habe ich im Blog „The Vegetarian Diaries“ gefunden.