Botanischer Garten

Wettervorhersage für heute: trocken, wolkig, 17° C. Da kann man doch endlich mal wieder einen Ausflug machen. Herr Grillenscheucher und ich trafen uns also und fuhren mit der S-Bahn nach Klein Flottbek, um den botanischen Garten, der heute Loki-Schmidt-Garten heißt, zu besuchen.

  • Wir waren beide das erste Mal dort und ganz hingerissen von der Artenvielfalt und der unglaublich liebevollen Gestaltung. Es gibt praktisch alles zu sehen, was sich in der Natur findet: einen Bauern- und ein Nutzgarten, einen chinesischen und einen japanischen Garten, eine Alpenlandschaft usw. Sogar eine Wüste und einen See gibt es. Überall sind lauschige Sitzgelegenheiten mit wunderschönen Ausblicken aufgestellt. Und sie trauen ihren Besuchern echt was zu: schmale, halb überwachsene Wege, minimalistische Stege und ich konnte meine ersten alpinen Erfahrungen sammeln. 😉

 

  • Eine Menge Tiere gab es natürlich auch. Große Fische, Eichhörnchen, sehr zutrauliche Enten, Schmetterlinge, Blesshühner.

  • Im chinesischen Pavillon haben Herr Grillenscheucher und ich die selbst gemachten Burger verspeist, die er mitgebracht hatte. Dort gab es nämlich einen Tisch. Vorher hatten wir uns noch den japanischen und den chinesischen Garten angesehen.

  • Bonus: Auf dem Rückweg haben wir die S11 erwischt, die im Gegensatz zur S1 überirdisch fährt und mit der man einen wunderschönen Blick auf die Außen- und die Binnenalster zugleich hat. Jedenfalls wenn nicht gerade neben einem ein Intercity die Sicht versperrt. Wir hatten deshalb nur den Blick auf die Außenalster, was aber schon wunderbar genug ist.

Kurz und gut

  • Kaum noch Regen, weniger Wind – Zeit für einen Shopping-Ausflug mit Herrn Grillenscheucher in die Innenstadt. Wir waren ziemlich erfolgreich, denn bis auf eine neue Lichterkette für mein Wohnzimmer haben wir alles auf der Einkaufsliste abgearbeitet. (Dafür muss wohl Weihnachten noch ein bisschen näher rücken.) Sogar einen Taschenschirm mit einem Rundgriff wie bei einem Stockschirm habe ich gefunden. So einen hab ich mir schon lange gewünscht. Zwischendurch gab es einen kurzen Foto-Stopp für die Alsterfontäne – immer wieder schön anzusehen:

  • Sogar zu maas-natur haben wir es noch geschafft, bei denen ich kürzlich ein paar Klamotten in den Laden bestellt hatte. Ein Teil der Lieferung war gestern angekommen. Netter Laden, super nette Verkäuferinnen, aber nur bedingt mein Stil. Nun weiß ich auch das.
  • Zum Abschluss haben wir Stefffen Hensslers „Ahoi“ eine Chance gegeben und uns dort Fish & Chips geteilt. Nun ja, war o.k. Aber eben nicht so lecker und auch weniger als bei Daniel Wischer, der früher seinen Laden an derselben Stelle hatte. Nur weil der Vermieter lieber den Henssler als den Wischer wollte, musste letzterer umziehen. Nächstes Mal gehen wir doch lieber die paar Schritte weiter zum neuen Laden von Herrn Wischer beim Rathaus. Man lebt und lernt…

Kurz und gut

  • Super Wetter: Sonnenschein und etwa 26° C. 😎 Herr Grillenscheucher und ich waren in der Innenstadt unterwegs und haben ein bisschen die Tour nachgeholt, die am Sonntag wegen Regen ausfiel. Ich konnte hinterher noch so ein paar langweilige Dinge wie Druckerpatronen besorgen. Ist das auch erledigt.
  • Anschließend gab es eine geteilte Portion Fish & Chips bei Daniel Wischer, unserem ständigen Favoriten dafür. Lecker!
  • Das tollste heute: der Dämmertörn mit dem Alsterdampfer – mein diesjähriges Geburtstagsgeschenk von Herrn Grillenscheucher. Bötchen fahren mit Sonnenuntergang und hinterher fast im Dunkeln durch die Kanäle. Und weil wir keinen Sitzplatz am Anleger fanden, standen wir gerade rechtzeitig an zweiter Stelle der Schlange, die sich am Abfahrtspunkt schnell bildete. So bekamen wir perfekte Außenplätze – wunderbar! Hach, es war sooo schön! 🙂 (Fotos irgendwann später. Jetzt bin ich zu müde.)

Der Nachtrag vom Wochenende

Heiß war es, das Wochenende. Sehr heiß. So ein Glück, dass wir es bei Herrn Grillenscheucher verbrachten, dessen Wohnung doch erheblich kühler ist als meine unterm Dach. Dennoch schön, endlich ein paar Sommertage am Stück zu haben. 😎

Die guten Dinge von Freitag:

  • Draußen war es viel angenehmer als drinnen, denn der warme Wind gaukelte einem ein bisschen Kühle vor. So war das Einkaufen wesentlich erträglicher als ich es befürchtet hatte.
  • Am Gemüsestand auf dem Wochenmarkt gab es alles, was wir für eine Ratatouille brauchten, vom Händler selbst im Alten Land angebaut. Das ist so klasse, mit wie viel Begeisterung er dabei ist, Gemüse selbst zu ziehen. Sogar welches, das er gar nicht kennt und worüber er nur gelesen hat. Ganz stolz zeigte er uns auf seinem Handy ein Foto seiner ersten Horngurke. (Kinder hat der Mann auch, aber er zeigt lieber Horngurken. 🙂 ) Noch sind sie nicht reif, aber demnächst können wir sie bei ihm kaufen. Na, wir sind schon mal gespannt, weil wir die auch nicht kennen, aber bestimmt probieren werden.

226_Gemüse

  • Natürlich die Tanzstunde. Spaß hat’s gemacht und wir haben weiter an der Fehlerbeseitigung unserer Tango-Haltung geübt.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Immer noch Sonnenschein pur und wir sind auf „Dat Uhlenfest“ gegangen. Ein Straßenfest, auf dem wir noch nie waren, auf dem aber unser MarmeLaden angekündigt war. Wunderbarerweise lag der Straßenzug, auf dem es stattfand, fast komplett im Schatten und es war nicht besonders voll. So war es ein netter Spaziergang vorbei an ziemlich netten Verkaufsständen und diversen Foodtrucks, die wir schon vom Straßenmampf kennen. Für mich gab es einen hübschen Ring und beim MarmeLaden haben wir richtig zugeschlagen und unsere Vorräte aufgestockt. Dazu gab es Kochtipps und ein feines Gespräch mit den beiden, die hinter dem Laden stecken. Wir haben dieses Mal außer den alten bekannten Sorten auch sehr interessante Mischungen wie Tomate-Hagebutte-Apfel gekauft. Ein Rezept von 1932, wurde uns gesagt. Zum Glück darf man an diesem Stand alles probieren, bevor man es kauft. 😉 Die Barbecue-Soße hat definitiv Suchtcharakter – wir müssen unbedingt Frikadellen dazu machen. Hach, ja, ich liebe diesen Stand! Insbesondere auch dafür, dass wir als Stammkunden das Zeug von hinter der Theke kriegen, wie z.B. die wilde Mirabelle.

228_Ring     227_Marmelade

  • Danach gab es einen geteilten Becher Melonenstücke und noch einen kurzen Abstecher an die Alster, bevor wir uns wieder gen Heimat aufmachten.

03_Alster

  • Die Abendsonne bei Herrn Grillenscheucher auf dem Balkon zusammen mit Prosecco genossen. Und dann ging’s dem oben erwähnten Gemüse an den Kragen. Richtig, richtig lecker ist es geworden!

Die guten Dinge von heute:

  • Für unsere Verhältnisse einigermaßen früh aus dem Quark gekommen und noch ganz in Ruhe frühstücken können, bevor wir los mussten zu unserer Verabredung.
  • Wir hatten uns für die Führung „Nebenschauplätze“ von Hinz und Kunzt angemeldet. Trotz Hitze und Sonnenschein kamen fast 50 Interessierte. Das fand ich schon irre. Treffpunkt war in der Hinz und Kunzt Zentrale, die mitten in der Innenstadt ist. Ich war ganz fasziniert, dass es dort so viele Wohnungen gibt, wo ich immer nur Büros vermutet hab. Wir wurden in 2 Gruppen aufgeteilt und dann ging’s los. Zuerst ein Vortrag über Hinz und Kunzt und über das Wohnungs- und Obdachlosendasein im Allgemeinen. Harald erzählte sehr persönlich darüber, wie es ihm ergangen ist und warum er obdachlos wurde. Ein bisschen später als die andere Gruppe gingen wir auch los. Gerade fing es an zu regnen. Unterwegs erzählte Harald Herrn Grillenscheucher und mir von seinem Hund Sina und da er neuerdings ein Smartphone hat, gab es auch stolze Fotos. Was für ein wunderschöner Hund! 🙂 Erster Halt war am City-Hof, in dem es zwei Einrichtungen für Obdachlose gibt. Ein Glück konnten wir dort überdacht stehen, während Harald erzählte und wir Fragen stellen durften. Es regnete und donnerte derart heftig, dass unsere Gruppe fast auf die gesamte Tour verzichtete und Harald einfach nur zuhörte und Fragen stellte. Die andere Gruppe war weiter gegangen und ist bestimmt pitschnass geworden. Es war unglaublich interessant und spannend und berührend. Ich hab ganz viel über die Probleme, Befindlichkeiten und Möglichkeiten von Obdachlosen gelernt. Ich habe endlich begriffen, warum das Verkaufen von Hinz-und-Kunzt-Zeitungen wirklich hilft, nämlich nicht allein wegen des kleinen Einkommens dadurch, sondern weil es einem hilft, die Tage zu strukturieren, und weil es bei Hinz und Kunzt Leute gibt, die einem bei so ziemlich allem helfen, wenn man Hilfe annehmen kann. Auch wenn das Wetter nicht mitspielte, war es ein richtig toller Nachmittag!
  • Hier stehen jetzt die Fenster sperrangelweit offen. Draußen regnet es immer mal wieder. Die Luft kühlt allmählich ab. Das tut gut!

Fleetfahrt

An einem schönen sonnigen Tag in meiner Auszeit habe ich meinen Geburtstagsgutschein bei Herrn Grillenscheucher eingelöst und wir haben eine Fleetfahrt gemacht. Als wir aufs Schiff kamen, waren alle Außenplätze leider schon besetzt, was mich einigermaßen genervt hat. Von drinnen durch die Scheiben ist das Fotografieren nämlich nahezu unmöglich. Aber wir hatten Glück und nach ein paar Minuten Fahrt wurde es draußen leerer und wir fanden zwei Plätze. So sehen die Schiffe üblicherweise aus, die auf der Alster, den Kanälen und den Fleeten fahren:

    

Der Außenbereich ist sehr klein und hinten auf dem Schiff. Auf dem zweiten Foto ist das ganz gut zu sehen.

Vom Anleger an der Alster sind wir unter der Reesedammbrücke durch gefahren. Es ist schon ein bisschen gruselig, auf die extrem niedrigen Brückenbögen zu zu fahren. Ob wir da wohl durch passen???

01_Reesedammbrücke

Vorbei ging es an einer Reihe von Neubauten und unter diversen Brücken durch.

02_Neubauten     04_niedrig_Brücke

Und dann kam die erste Schleuse. Ich glaube, es war sogar die allererste in meinem Leben. 😯 Das Schiff fährt rein und hinten schließt sich ein Stahltor bis das Schiff in seinem eigenen kleinen Wasserbecken liegt. Dann wird das Wasser in dem Becken auf dieselbe Höhe gebracht, wie es auf der anderen Seite der Stahltore voraus ist.

05_Schleuse 06_Schleuse 07_Schleuse_zu

Und so sieht es dann hinter einem aus, wenn man wieder raus fährt:

08_Schleuse_Ausfahrt

Ich fand das total faszinierend! Genauso faszinierend war die Geschichte von der Fischtreppe, die uns der „Erklär-Bär“ vom Schiff erzählte (Auf den Schiffen gibt es nicht nur einen Kapitän, sondern auch einen Menschen, der erklärt, woran wir gerade vorbei kommen, und diverse launige Geschichten erzählt.): Die EU hat beschlossen, den Fischen das Wandern von einem Fluss in den anderen zu erleichtern und deshalb müssen nun Fischtreppen gebaut werden. Unsere vom Fleet in die Alster hat sage und schreibe 1,2 Millionen Euro gekostet. 😯 Ein Glück gibt es an eben dieser Treppe einen Fisch-Zähler, so dass man weiß, wie viele Fische das tolle Angebot annehmen. Inzwischen existiert die Treppe etwa ein Jahr und es wurden genau 7 (in Worten: sieben) Fische gezählt. Wobei man natürlich nicht weiß, ob es möglicherweise nur ein einziger Fisch war, der so gern die Treppe hoch und runter gewandert ist, oder ob es tatsächlich 7 unterschiedliche Fische waren. Tja, Sinn und Unsinn liegen halt oft sehr nah beieinander, gell. Wenn’s nicht so teuer gewesen wäre, wäre es richtig lustig. 😕

Auf unserem Weg in die Speicherstadt kamen wir natürlich an diversen Schiffen vorbei:

09_Schiffe     10_altes_Feuerwehrschiff

Die Speicherstadt mit all ihren Rotklinker-Bauten liebe ich sehr und vom Wasser aus gesehen hat sie nochmal einen anderen Charme als vom Land aus.

18_Speicherstadt_Schnörkel 12_Speicherstadt 17_Speicherstadt

Direkt neben der Speicherstadt ist die Hafencity mit ihren diversen Neubauten, die z.T. ein bisschen auf alt getrimmt sind wie z.B. das Maritime Museum.

20_Maritimes_Museum 23_Unilever_Haus 26_Hafencity

Natürlich hatten wir auch mal wieder einen richtig tollen Blick auf die Elphi (Elbphilharmonie). Auf dem ersten Bild sind links auch die „tanzenden Türme“ zu sehen, über die ich schon an anderer Stelle schrieb.

22_Elphi     27_Elphi

Auf der Fleetfahrt habe ich gelernt, dass die halb runden Unterbrechungen in der Glasfassade (die hell erleuchteten Teile auf dem zweiten Foto) Balkone sind. Erstaunlich! Da wäre ich nie drauf gekommen.

Auf dem Rückweg hatten wir einen sehr schönen Blick auf unser Rathaus:

30_Rathaus

Dann gab’s noch einen tollen Blick auf die Alsterfontäne mit Regenbogen:

31_Alsterfontäne

Und – schwupps – waren die zwei Stunden Fleetfahrt auch schon wieder rum. Wie immer bei solchen Fahrten hab ich mir gewünscht, hier und da mal anzuhalten, um mir etwas in Ruhe und genau ansehen zu können. Leider kann man das nicht selbst steuern. Aber man darf die Fahrten ja auch öfter als ein Mal machen. 😉