Kommunikationswege

Das ist ja alles nicht so einfach mit der Kommunikation und ihren sich exponentiell vermehrenden Wegen. Manchmal denke ich tatsächlich mit Bedauern an die Zeiten mit der Schneckenpost und den für alle gleichen grauen Telefonen zurück. Mann, was war es für ein Fortschritt als es dann Anrufbeantworter gab! Heute gibt es derart viele Kommunikationswege, dass ich mich oft frage, welchen ich am besten zuerst einschlagen soll.

Für mich beginnt Kommunikation mit dem Weg, den man auswählt. Zumindest dann, wenn man möchte, der oder die andere einem „zuhört“. Ja, das ist bisweilen beschwerlich, weil man selbst einen anderen Weg bevorzugen würde. Und ja, bisweilen ärgere ich mich auch sehr über Menschen, die „moderne“ Kommunikationswege wie Mails immer noch nicht in ihren täglichen, insbesondere beruflichen Alltag aufgenommen haben. Aber wenn es mir wichtig ist, rufe ich diese Menschen auch an. Nur persönlich aufsuchen würde ich sie nicht mehr. Alles hat seine Grenzen…

Heute habe ich erfahren, dass mein ChefChef sich für den abteilungsinternen Austausch auf ein kürzlich neu dafür geschaffenes Intranet-Forum kapriziert hat. Dort, in diesem Forum, sollen nun also alle Infos, die wir für unsere Arbeit brauchen, kursieren. Seiner Ansicht nach erübrigen sich damit persönliche Nachfragen und mit mehreren Menschen in einem Raum muss man auch nicht mehr diskutieren – kann man ja alles im Forum erledigen. Für mich ist das eine total gruselige Vorstellung. Ich habe jahrelang in einem öffentlichen Forum mit geschrieben und weiß, wie schnell ein einziges Wort zu ganz großer Aufregung führen kann. Das geschriebene Wort kann unglaublich schnell verletzend sein, was es gesprochen mit der gehörten Intonation und möglicherweise noch der gesehenen Mimik vielleicht gar nicht ist. Aber wie immer ist es ja extrem schwer, weiter als von 12 bis Mittag zu denken – auch für ChefChefs. 👿

  • Es gab einen wunderschönen Sonnenaufgang mit lauter kleinen pastellfarbigen Wolken.
  • Ich habe mich ob der oben beschriebenen Neuigkeiten nicht aufgeregt, sondern beschlossen, dann eben einen Teil meiner Arbeitszeit mit dem Lesen des besagten Forums zu verbringen. Ein Kollege von mir aus einer anderen Abteilung sagt in solchen Fällen immer: „Es ist wie es ist.“. Heute sagte er das zum nieselig-kalten Wetter – recht hat er.
  • Nach Feierabend meinen relativ langen Zettel der zu erledigenden Dinge abgearbeitet. Ich finde, das gibt mal wieder ein Fleiß-Sternchen. 😉

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