Nachtrag

Es gibt so viele Tage nach zu tragen und so wenig zu erzählen. Gewissermaßen sind Renovierungen langweilig. 😉 Ein Tag gleicht dem anderen, nur dass man Flecken an unterschiedlichen Wänden ausbessert und unterschiedliche Dinge putzt. Dabei wird man immer mürrischer, weil man das Gefühl hat, niemals mit all dem fertig zu werden.

Die guten Dinge von Donnerstag:

  • Herr Grillenscheucher hat eine Fußleiste ersetzt und damit die letzte ihrer Art in meiner Wohnung wieder fest angebracht. Aus irgendeinem Grund waren vorher alle Fußleisten ohne Dübel in die Wand geschraubt. 😯
  • Es regnete unablässig, aber es war mild, und so konnten wir abends noch auf dem Balkon von Herrn Grillenscheucher sitzen. Das mag ich total gern: während der Regen rauscht, draußen überdacht zu sitzen. Etwas, was ich auf meinem Balkon wirklich vermisse.
  • Derweil besprochen, was noch alles zu tun ist. Sieht ganz danach aus, dass ich Anfang nächster Woche wieder nach Hause ziehen kann.

Die guten Dinge von Freitag:

  • Ein Tag Renovierungspause.
  • Der Regen machte Nachmittags eine Pause und wir blieben beim Einkauf auf dem Wochenmarkt trocken. Hinterher noch in diversen anderen Läden diverses anderes Zeug eingekauft und dabei sehr lustige Postkarten gefunden.
  • Nun ist das Sommerprogramm in der Tanzschule endlich zu Ende und wir waren wieder in unserem regulären Kurs. Nur unser Tanzlehrer war nicht da. Dafür hatten wir eine sehr lustige Vertretung. 😀 Hinterher gab’s noch Bavette mit total leckerer Tomaten-Kochschinken-Soße.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Weitere Mini-Schritte in meiner Wohnung. Dennoch blieb ich zuversichtlich, dass meine Wohnung nach dem Wochenende wieder bewohnbar ist.
  • Der große Wohnzimmerschrank ist endlich wieder befüllbar, denn wir haben ihn gemeinsam gerade gerückt.
  • Freundliche Gespräche am Abend.

Die guten Dinge von Sonntag:

  • Der erhebende Moment als der letzte Umzugskarton geleert und der Inhalt verräumt war. Uffz!!! Gefühlt beschleunigte sich für mich danach das Putzen und Aufräumen, weil endlich Platz war.
  • Ich habe so eine Stange zwischen Fußboden und Decke, an der mehrere Zinktöpfe hängen. Die hat Herr Grillenscheucher wieder aufgebaut und dann haben wir beide gepuzzelt, welcher Topf mit welchem Inhalt wo hing. Erstaunlich, wie schnell man das vergisst! Ich bin mir immer noch unsicher, ob es so war wie es jetzt ist, aber immerhin sieht es wieder fein aus.
  • Entspannte Stimmung beim abendlichen Gemüse-Schnippeln.

Die guten Dinge von heute:

  • Die beiden blauen Wände in meinem Schlafzimmer fanden endlich unser gemeinschaftliches OK. Es war kaum noch zählen, wie oft Herr Grillenscheucher sie gestrichen hat. Sie haben die Farbe so unterschiedlich aufgesaugt, dass immer wieder neue Flecken entstanden. Aber nun konnte mein Bett zurück an seinen Platz und Herr Grillenscheucher hat das mühsame Gefummel übernommen, den Stoff rund ums Bett wieder anzubringen.
  • Weiteres Geputze und Geräume – jetzt ist die Wohnung wieder bewohnbar. 3 Kreuze!!!
  • Nun sitze ich wieder an meinem gewohnten Platz am Esstisch und schreibe hier. Komisches Gefühl, aber auch ein gutes. Es gibt noch einiges zu tun und die letzte Plastikfolie über dem Sofa hängt da noch zu Recht. Aber es wird, es wird ganz sicher.

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