Die große Kiste

Schon vor ein paar Wochen habe ich ja sämtliche einjährigen Pflanzen entsorgt und die mehrjährigen ein bisschen später für den Winter präpariert. Es fehlten noch die Tannenzweige zum Abdecken der Erde und die bekam ich nun vor ein paar Tagen von M. aus seinem Garten geschenkt und auch noch geliefert. Genau genommen waren es Tannen- und Koniferenzweige. Sie kamen in einem großen blauen Beutel und der Inhalt entpuppte sich als riesiger Berg, den ich gar nicht vollständig verwenden konnte. 😯

291_blauer_Sack     292_Tannenzweige

Aber mal von Anfang an. Durch das Entsorgen der einjährigen Pflanzen werden bei mir immer ziemlich viele Kästen und Töpfe leer. Irgendwo müssen die ja hin. Sie als Sammelsurium auf dem Balkon stehen zu lassen, kam mir nie in den Sinn. Erstens sieht das doof aus. Zweitens hätte ich Angst, dass die leichteren unter ihnen beim nächsten Sturm durch die Gegend fliegen. Drittens setzen sie in der winterlichen Feuchtigkeit ekligen Grünbelag an, den ich im nächsten Frühjahr wieder abputzen müsste. Keine für mich praktikable Lösung.

Früher hat Herr Grillenscheucher all die Töpfe und Kästen im Herbst in den Keller und im Frühjahr aus dem Keller geschleppt. Weil die Teile so unhandlich und teilweise ziemlich schwer sind, bedeutete das mehrfaches Hoch- und Runterlaufen, was einem aus dem 4. Stock ziemlich auf den Zeiger geht. Mal ganz abgesehen von der körperlichen Anstrengung…

Letztes Jahr hatte ich eine geniale Idee: die große Kiste! 💡 Ungefähr im Frühsommer gibt es in den Männerboutiquen und Discountern überall große Plastikkisten zu kaufen, in denen üblicherweise Gartenstuhlauflagen und so verstaut werden. Aber es spricht ja nichts dagegen, andere Dinge darin zu lagern. Bei einem Discounter fand ich eine, deren Anblick ich erträglich, ja fast schon hübsch finde, und die habe ich gekauft.

78_Plastiktruhe

Das Schloss hängt nicht etwa daran, weil ich hier oben Plastikkisten-Räuber erwarte, sondern weil ohne das Schloss der Deckel bei Sturm hoch fliegt. 😉

Diese tolle Kiste erspart uns nun das Hin- und Hertragen der leeren Pflanzgefäße. Gaaanz neues Lebensgefühl! Im Sommer steht sie im Keller und im Winter auf dem Balkon. Es gibt also nur noch ein – zugegeben etwas unhandliches, aber sehr leichtes Teil – zu tragen. Und bis auf zwei sehr lange und zum Glück sehr leichte Balkonkästen, die eben auch noch in den Keller getragen werden müssen, passt der Rest komplett da rein.

74_Aufbewahrungskiste     75_Aufbewahrungskiste

Das ist die Geschichte der großen Kiste.

Wenn alle Einjährigen entsorgt, die Kästen und Töpfe geschrubbt und in der Kiste verstaut sind, dann werden die Mehrjährigen zusammen gerückt und mit Winterschutzfolie umwickelt. Ich wickel nur die Pflanzgefäße ein und nicht die Pflanzen an und für sich, denn ich glaube, dass sie unter der Folie nicht genug Licht und Luft bekommen.

80_Jasmin_eingewickelt     76_eingewickelte_Pflanzen

Auf dem zweiten Foto ganz rechts probiere ich dieses Jahr mal eine Kokosmatte statt meiner üblichen Schutzfolie, die an allen anderen Töpfen zu sehen ist, aus. Die Matte gab’s bei Aldi und dafür, dass sie gerade mal für einen großen Topf reicht, fand ich sie ziemlich teuer. Das mache ich wohl nicht nochmal. Zumal sie auch sehr dick und für kleinere Gefäße nur schwer zurecht zu schneiden wäre.

Zuletzt kommen Zweige von Nadelgewächsen auf die Erde, damit die Pflanzen nicht nur seitlich, sondern auch von oben eingepackt sind. Zum Schluss sehen sie dann so aus:

293_abgedeckte_Pflanzen

Nun kann der Winter kommen bzw. meinetwegen auch gern fern bleiben. Natürlich hilft das alles nicht so unbedingt bei langer strenger Kälte. Dann kann der Inhalt der Töpfe auch gern mal durchfrieren und das war’s dann mit der Pflanze. Aber es hilft definitiv für „normale“ Winter in diesen Breitengraden. Und selbst in Wintern, die ganz schrecklich waren, hab ich so immer noch die allermeisten Pflanzen durch gebracht. Z.B. im Winter 2009/2010, als der Schnee hier ewig Buddha-hoch lag:

Buddha_mit_Lichteffekten

 

2 thoughts on “Die große Kiste

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