Die Reeperbahn und drum herum

Es gibt noch so einige Ausflüge aus meiner Auszeit nach zu tragen. Ich fange mal chronologisch an.

Dass Herr Grillenscheucher und ich überhaupt mitten am Tag auf der Reeperbahn waren, hatte zwei Gründe: das Bismarckdenkmal mit seinem kleinen Park und den Straßenmampf. Von beidem hatte ich gelesen. Der Park soll demnächst ein bisschen verschönert und mit einer Fußgängerbrücke  mit dem riesigen Park „Planten und Blomen“ verbunden werden. Ich wollte ihn gern vorher nochmal sehen, um hinterher auch beurteilen zu können, ob er tatsächlich schöner wurde. Ja, da kann ich pingelig sein. 😉 Beim Straßenmampf versammeln sich diverse Food-Trucks auf dem Spielbudenplatz, der auf der Reeperbahn ist – das klang einfach total lecker.

Wir fingen also mit dem Bismarckdenkmal und dem kleinen Park an. Davor stolperten wir noch über die süße Millerntorwache:

02_Millerntorwache

Das Denkmal ist ein riesiger Klotz und es ist erstaunlich, dass es nicht schon von weitem sichtbar ist. Irgendwie lugt es immer nur ganz kurz zwischen lauter Bäumen hervor und man erschreckt sich fast, wenn man plötzlich davor steht.

03_Bismarck 13_Bismarck_von_vorn 04_Bismarck_ganz

Unten ums Denkmal gibt es eine Reihe von Männerstatuen, sehr hübsche zum Teil, auch wenn ziemlich viel Graffiti drauf ist:

08_Männerstatue     09_Männerstatue

Man hat von dort oben einen schönen Blick durch die Bäume auf den Michel und die Tanzenden Türme:

06_Michel     07_Tanzende_Türme

Ich war ganz überrascht, dass sich außer uns diverse Touristen das Denkmal anschauten. Es gibt doch nun wirklich viel schöneres in unserer Stadt anzusehen.

Vom Denkmal aus sind wir durch den Park, der was waldähnliches hat, Richtung Elbe gegangen. Wir kamen an der Jugendherberge „Auf dem Stintfang“ vorbei, die einen erstklassigen Blick auf den Hafen hat. Wow! Ich habe mal gelesen, dass man dort sehr früh im Voraus reservieren muss, um noch eine Chance auf ein Bett zu haben. Das wundert mich jetzt nicht mehr. Die Aussicht von dort ist nämlich ungefähr so:

14_Rickmer_Rickmers_beflaggt 15_Elphi_mit_UBahn 18_Landungsbrücken

Direkt unterhalb der Aussichtsplattform vor der Jugendherberge, von der ich diese Fotos gemacht habe, liegt der Hamburger Weinberg. Der Wein aus den Trauben wird von der Hamburger Bürgerschaft produziert und nur an außergewöhnliche Gäste der Stadt verschenkt. Man darf sich also wichtig fühlen, wenn man so eine Flasche Wein bekommt. 😉

17_Weinberg     19_Weinberg_Elbe

Unterhalb des Weinbergs gibt es noch eine Aussichtsplattform mit weiteren schönen Aussichten z.B. auf die Elbphilharmonie mit der Schwedischen Kirche im Vordergrund:

22_Elphi_schwedische_Kirche

Von dort sind wir zurück Richtung Reeperbahn gegangen und hatten unterwegs nochmal einen schönen Blick auf das Bismarckdenkmal:

23_Bismarck

Wir kamen vorbei an den Tanzenden Türmen, die mich ja irgendwie faszinieren:

27_Tanzende_Türme_ganz 24_Tanzende_Türme 26_Tanzende_Türme

In dem Gebäude, das früher mal in etwa an der Stelle der Türme stand, befand sich der Mojo Club. Heute hat er seine Räume quasi im Keller der Türme und man betritt ihn sozusagen durch den Bürgersteig. Die Bodenluken öffnen sich zur Einlasszeit. Coole Idee!

25_Eingang_Mojo_Club

Bis zum Beginn des Straßenmampf sind wir über die Reeperbahn und ein bisschen durch Seitenstraßen geschlendert. Schon verrückt, wie dort käuflicher Sex neben Jugendstil und Fachwerk existiert.

44_Pink_Palace 38_Altbau_Balkone 43_rosa_Fachwerk

Wir kamen in einer Nebenstraße an einem alten Schulgebäude vorbei, in dem es früher getrennte Eingänge für Knaben und Mädchen gab. Ich bin immer wieder irritiert, dass das offenbar mal notwendig erschien – die getrennten Eingänge.

37_Eingang_für_Knaben     35_Eingang_für_Mädchen

Eine Weile später standen wir vor einem Sammelsurium aus einer Art Blockhütten mit einem wunderschönen Garten. Die  so komplett unterschiedliche Bebauung rund um die Reeperbahn ist nahezu verrückt. Später habe ich im Internet nachgelesen, dass es sich bei den Blockhütten um einen Verein von St. Ansgar handelt, der zugunsten Bedürftiger und Suchtkranker gegründet wurde – die Alimaus.

39_Alimaus 41_Alimaus 42_Alimaus

Und dann war es endlich so weit: Straßenmampf – Hunger! Wir kamen ja vor der Öffnung vorbei und haben ein wenig geguckt. Das ließ sich schon gut an. Es gibt zwei lange Reihen mit Food-Trucks und in der Mitte lange Tische mit Bierbänken, so dass man nicht gezwungen ist, im Stehen zu essen. So sah das vor und nach Beginn aus:

28_Spielbudenplatz_Tischreihen     50_volle_Tischreihen

Die Food-Trucks sind zum Teil wunderschön und sehr phantasievoll:

32_Hackbaron 46_Somersby 45_Burrito_Food_Truck

Nachdem wir uns alle Trucks angesehen und sämtliche Speisekarten gelesen hatten, haben wir geschlemmt! Zuerst haben wir uns Pulled Beef geteilt und danach den leckersten Cheeseburger, den ich jemals in meinem Leben gegessen habe. Boah, war das gut!!! Bei diesen beiden Trucks waren wir:

48_Soulfoodtruck     51_BBM_Truck

Das Essen hat sehr glücklich gemacht und inzwischen hatten sich die Wolken komplett verzogen. Entsprechend guter Laune haben wir uns noch vor eine Bar, die unten in den Tanzenden Türmen ist, in die Sonne gesetzt und was getrunken. So ein toller Tag mit so vielen neuen Eindrücken!

53_Jazzcafe

 

 

 

3 thoughts on “Die Reeperbahn und drum herum

  1. Lustige Nebensächlichkeit:

    Ich hab die Leute vom Soul-Food-Truck gefragt, warum sie ihre Sandwiches eigentlich „Poor Boy“ nennen und nicht so wie in New Orleans.

    Die Antwort war irgendwie logisch: „Po‘ Boy“ klingt hierzulande halt einfach etwas anzüglich….

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