Monte Carlo

Höchste Zeit, meinen Reisebericht weiter zu schreiben. Der nächste Urlaub steht schon vor der Tür. 😮 Außerdem lenkt das ab vom Herbstwetter mitten im Juli.

Unser nächster Hafen war also Monte Carlo. Noch niemals zuvor war ich dort und ziemlich gespannt, was wohl an dem Ort so toll ist, dass all die Reichen dort unbedingt ein Domizil haben wollen. Vom Schiff aus hatte ich das Gefühl, gar nicht von Bord gehen zu müssen, denn die Stadt war von dort wunderbar zu überblicken. Als hätte ich schon alles gesehen.

Auch das berühmte Kasino war super zu sehen:

Auf Anhieb fand ich die Stadt hässlich und unangenehm. Um es vorweg zu nehmen: so blieb es auch. Als Herr Grillenscheucher und ich vom Schiff kamen, mussten wir feststellen, dass es jede Menge Absperrungen wegen des am nächsten Tag stattfindenden Formel-E-Rennens gab. Das ist so ähnlich wie die Formel 1, eben nur mit Elektro-Autos. Für Fußgänger war deshalb logischerweise so gut wie kein Platz mehr. 😡

Immerhin hatten wir auf unserem Weg in die Stadt einige nette Fotomotive. Den wunderschönen Royal Clipper, einen Wegweiser sogar mit einem Pfeil zum nächsten Defibrillator 😮 und den Eingang zur Burg.

Unser Plan war, mit dem Bus zum Exotischen Garten hoch zu fahren und von dort langsam wieder runter zum Hafen zu laufen. Wegen der Formel E fuhr der Bus jedoch nicht von der anvisierten Haltestelle und eine Ersatz-Haltestelle fanden wir nicht. Stattdessen sind wir viele, viele Stufen nach oben gelaufen. Dazu wurde es auch noch schwül und mir sackte der Kreislauf ein bisschen weg. Dafür gab es unterwegs kleine schöne Szenen:

Fast hätten wir aufgegeben, aber dann fanden wir doch noch einen öffentlichen Aufzug, der uns die verbleibenden 10 (!!!) Stockwerke nach oben katapultierte. Nur damit wir in einem total enttäuschenden Garten standen, der eigentlich eher ein Spielplatz ist. (Wenn man die Hamburger Parks gewohnt ist, staunt man doch sehr, was anderswo als Garten berühmt ist.)

Dafür hatten wir von dort oben einen ganz feinen Blick auf die Stadt:

Langsam sind wir wieder nach unten diffundiert – zum Teil zu Fuß, zum Teil per Fahrstuhl. Es gibt eine Menge öffentlicher Fahrstühle, allerdings sind sie nicht sonderlich leicht zu finden. Unterwegs konnten wir sehen, wie man dort so wohnt. Nicht mein Fall, aber es kann definitiv schlimmer sein.

Weiter unten in Hafennähe gab es so einige schöne Häuserfassaden und jede Menge Motorroller zu sehen.

Nach nur 3 Stunden waren Herr Grillenscheucher und ich zurück auf unserem Schiff. Genervt und enttäuscht von dieser Stadt. Wenigstens wissen wir jetzt, dass wir uns nicht mit den Reichen um eine Wohnung dort kloppen müssen. 😉

Den Rest des Nachmittags haben wir ganz entspannt auf dem Schiff verbracht und um 19 Uhr ohne Bedauern beim Ablegen zugesehen. Danach wurde es allerhöchste Zeit für das Abendessen, denn später würde im Theater die Crew Show laufen und erfahrungsgemäß ist da frühes Erscheinen angesagt, damit man einen Sitzplatz ergattern kann.

Wir haben uns also auf die Suche nach einem freien Tisch in einem der Restaurants begeben. Pustekuchen. In allen Inklusive-Lokalitäten war es voll, richtig voll. Das habe ich so noch nie auf einer Kreuzfahrt erlebt. Wenigstens im Anckelmannsplatz war immer ein Plätzchen frei. Im La Vela versprach man uns den nächsten freien Tisch. Wir sollten einfach in der Bar nebenan warten. Und wieder Pustekuchen. Hat überhaupt nicht funktioniert, wie ich leider beobachten musste. Service war eben früher mal… 🙁

Letztlich stellten wir uns eben wieder an den Eingang zum La Vela und hatten großes Glück, einen Tisch zu bekommen kurz bevor die von mir schon längst bestellte Pizza fertig war. Uffz!!! (Stressfrei ist echt was anderes.)

Gleich nach der Öffnung der Türen sind wir ins Theater gegangen und hatten unsere Lieblingsplätze ganz vorn ungefähr in der Mitte. Ja, man muss dann immer ein bisschen nach oben gucken, aber wir hatten einen unverstellten Blick, der für Fotos Gold wert ist. Nur der Fotograf vor der Show nervte ohne Ende mit seinen dummen Sprüchen. Herrjeh, wo haben die denn den ausgegraben???

Die Crew Show war unglaublich! Ganz und gar wunderbar und besser als alle, die wir schon gesehen haben. Es gab tolle Sänger und Sängerinnen, eine super Tanztruppe und einen wunderbaren Jongleur.

Und zum Glück gab es auch wieder eine Aufführung von „Aschenputtel“ als Sprech-Theater. Dieses Mal mussten die Sprecher selbst so lachen zwischendurch, was es noch witziger machte. Ich hatte Lachtränen in den Augen.

Das Aschenputtel und der Prinz:

Die gute Fee:

Das Aschenputtel-Team zusammen:

Alle zusammen beim abschließenden Singen von „We are the World“. Gänsehaut!

Die Show hat uns mit dem ziemlich blöden Tag mehr als versöhnt. Danke dafür!

Die guten Dinge von Freitag, 12. Mai 2017:

  • Monte Carlo tat uns nicht gut und es war schön, dass Herr Grillenscheucher und ich einvernehmlich die Stadt sich selbst überließen statt uns weiter damit zu plagen.
  • Der stattdessen sehr entspannte Nachmittag an Bord.
  • Natürlich die grandiose Crew Show!

La Spezia

Hach, La Spezia! La Spezia gehört zu meinen absoluten Lieblingsstädten. Vor vielen, vielen Jahren waren Herr Grillenscheucher und ich schon mal in dieser wundervollen Stadt und haben hinterher darüber nachgedacht, dorthin auszuwandern. Entsprechend groß war unsere Vorfreude und wir wurden nicht enttäuscht. 🙂

Der Blick von unserem Balkon war erstmal gar nicht so toll:

Dafür wurde unser Bett mit Segelbooten dekoriert:

Herr Grillenscheucher haben den Tag in Ruhe begonnen und sind gegen Mittag von Bord gegangen. Es gab einen kostenlosen Hafenshuttle bis zur Hafenpromenade und die ist schon ein Highlight für sich – alles grün!

Donany hat es dort auch sehr gut gefallen.

Am anderen Ende der Hafenpromenade steht ein Denkmal für Giuseppe Garibaldi:

Aber das war ja erst der Anfang. Rein ging es in die Straßen der Stadt, über ihre Plätze und unter ihren unzähligen Arkaden hindurch. Die Arkaden sind wundervoll – sie bieten Schutz bei Regen und Schatten bei Sonnenschein. Außerdem sind sie überwiegend sehr kunstvoll gestaltet.

Neben den Arkaden sind Orangenbäume ein Zeichen dafür, dass man sich in La Spezia befindet. Die stehen da überall rum und man muss aufpassen, dass einen eine reife herunter fallende Orange nicht auf den Kopf trifft.

Natürlich sind wir über den Wochenmarkt geschlendert und haben Hunger von all den leckeren Dingen bekommen. Besonders bemerkenswert fand ich, dass es dort frisches, fertig geschnippeltes Suppengemüse gab. Das nenn ich mal Service!

Herr Grillenscheucher und ich haben den Platz wieder gefunden, an dem wir damals mit ein paar Italienern ins Gespräch kamen. Mit Händen und Füßen haben wir uns an einem Kiosk unterhalten und derweil Bier getrunken. Das war ein großer Spaß. 🙂 Der Platz heißt Piazza Benedetto Brin und verfügt über viel Grün und mehrere Kioske und Bänke. An einer Seite ist eine katholische Kirche, an den anderen sind die dort typischen Wohnhäuser, zwischen denen schon auch mal die Wäsche zum Trocknen hängt. Und Arkaden gibt’s natürlich auch.

Donany wäre auch am allerliebsten geblieben.

An einem anderen kleinen Platz haben wir eine Pause gemacht, Tosta Mista gegessen und Galao getrunken. Dort gab es ein wunderhübsches altes Karussell und eine wunderschöne Bank.

Danach sind wir zum Kastell hoch gestiegen und haben die Aussicht bewundert.

Anschließend erwachte die Stadt langsam wieder zum Leben. Die Läden öffneten nach der langen Mittagspause wieder. In La Spezia gibt es zum Glück nur wenige Läden der großen Ketten, was den Schaufensterbummel viel spannender macht. Manche haben überraschende Details wie die Engel, die Türgriffe sind, auf dem untersten Foto.

In diversen kleinen Läden haben wir die jeweils schönste Postkarte ausgesucht und hatten fast den Eindruck, sie hätten sich abgesprochen: pro Laden nur eine schöne, alle anderen potthässlich. 😉 Und wir haben italienischen Birnensaft im 6er-Pack gekauft – der macht süchtig! Ob der unfassbar leckere Geschmack wohl an den kleinen Flaschen liegt?

In Italien gibt es wie bei uns im Supermarkt auch Express-Wein, aber wenigstens fast stilecht aus Gläsern und nicht aus der Dose. (Eklig ist er aber wahrscheinlich trotzdem – wir haben ihn nicht probiert.)

Fast bis auf die letzte Minute sind wir durch diese wunderschöne Stadt gelaufen und haben sie auf uns wirken lassen. All die typischen Häuser, die in der Regel 4- oder 5-stöckig sind, mit ihren Balkonen und Fensterläden geben in all ihrer Unterschiedlichkeit ein einheitliches Bild ab, das entspannt aussieht.

Zwischendurch gab es auch sowas wie moderne Kunst – was immer sie uns sagen soll:

Wie überall in Italien sind Mopeds jeglicher Art ein sehr beliebtes Fortbewegungsmittel, aber neuerdings gibt es auch sehr schicke Fahrräder.

Tja, und dann mussten wir uns auf unser Fortbewegungsmittel begeben.

An Bord haben wir uns erstmal jeder ein Fläschchen Birnensaft genehmigt, um uns den Abschied zu versüßen. Zum Ablegen sind wir wie immer auf die Aussichtbar gegangen und haben noch eine ganze Weile La Spezia, die Möwen und die Küste beguckt.

Wir konnten von weitem Portovenere – quasi der südliche Endpunkt der Cinque Terre – sehen und die davor gelagerten Inseln.

Sehr besonders, weil sehr skurril war der Blick auf den Torre Scuola:

Die guten Dinge von Donnerstag, 11.5.2017:

  • Natürlich La Spezia wiederzusehen! Oh, das war so so so schön!
  • Und dann auch noch den Platz wieder zu finden, an dem Herr Grillenscheucher und ich vor vielen Jahren mit ein paar Italienern so versackt sind, dass wir gerade eben noch die letzte Bahn zu unserer Unterkunft bekamen. In Erinnerungen schwelgen.
  • In La Spezia habe ich in einem Taschen-Laden ganz ohne Ketten-Hintergrund eine wunderbare neue Büro-Tasche gefunden. Sie ist viel leichter als meine alte – zurück zu Hause habe ich beide gewogen. Nun schleppe schleppe ich ein halbes Kilo weniger mit mir rum. Welch eine Erleichterung! Außerdem hat die Neue ein ganz entzückendes, mädchenhaft-geblümtes Innenfutter, in das ich mich sofort verliebt habe.

Civitavecchia

Civitavecchi – der unvermeidliche Hafen auf einer Kreuzfahrt durch das westliche Mittelmeer. 🙁 Es ist der Hafen, der am dichtesten bei Rom liegt. Also werden von TUI Cruises jede Menge Ganztagesausflüge nach Rom angeboten – in der Regel mit einem Transfer per Bus. Geschätzte Fahrzeit laut dem Landausflüge-Programm ist 1,5 Stunden für eine Strecke. Die Preise sind dafür sind nicht ohne. Erheblich billiger ist die Tour, wenn man sie eigenständig mit dem Zug macht. Aber auch der Zug braucht fast 1,5 Stunden bis nach Rom.

Herr Grillenscheucher und ich kennen und lieben Rom. Für uns wäre es schrecklich, nur ein paar Stunden in dieser riesigen, wundervollen Stadt zu verbringen.Civitavecchia selbst haben wir uns bei einer unserer letzten Kreuzfahrten näher angesehen und müssen leider sagen: hässlich, langweilig und überhaupt nicht wiederholenswert.

Deshalb haben wir uns vor dieser Kreuzfahrt durch das Internet gehangelt und gehofft, irgendwas in der Nähe von Civitavecchia zu finden, was wir uns gern angesehen hätten. Leider ohne Erfolg. In der erreichbaren Nähe gibt es einfach fast nichts und auf jeden Fall nichts, was uns beide interessiert hätte. Also sind wir an diesem Tag an Bord geblieben, was ganz angenehm war, da nur wenige Gäste ebenfalls geblieben waren.

Gleich morgens wurde das Schiff mit allem möglichen beliefert, Obst und Gemüse z.B.

Gleichzeitig wurde unser Müll weg gekarrt:

Wir hatten einen sehr entspannten Tag. Wir saßen in der Sonne auf der Außenalsterbar und ich habe viel gelesen. Bis die Gespräche am Nebentisch für uns zu nervig wurden und wir flohen. Wir hören diesen Gesprächen nicht absichtlich zu, aber manche sind so laut, dass man sie nicht mal ignorieren kann, obwohl man es am liebsten möchte.

Am späten Nachmittag hatte ich einen Termin zur Rückenmassage. Hui, hui! Ich stelle mir unter Massage ja immer was Sanftes vor, aber so war es keinesfalls. Teilweise tat es ganz schön weh und ich hörte meine Muskeln krachen. 😯 Aber hinterher waren die wesentlichen Blockaden in meiner linken Schulter wie weg geblasen. Toll, einfach toll!

Hinterher haben wir im Casino auf das Ablegen gewartet. Einer der Ausflugsbusse hatte Verspätung, so dass wir mit eine Stunde später als geplant ablegten. Danach gab es ein entspanntes (wegen der späten Uhrzeit) und ganz leckeres Abendessen im Atlantik.

Den Abend haben wir wieder im Casino ausklingen lassen, wo es wegen einer Fußballübertragung auf den Fernseh-Bildschirmen ziemlich voll war. Herr Grillenscheucher hat einen Mit-Passagier davor gerettet, vom Barhocker zu kippen. So müde war der Typ schon! Aber er blieb dennoch bis zum Ende des Fußballspiels. Meine Güte, es ist doch nur ein Spiel!

Später hatten wir noch ein total unnötiges Gespräch an der Casino-Bar mit M., Versicherungsvertreter vom Scheitel bis zu Sohle. Ich habe mich sehr über mich geärgert, weil ich mal wieder einfach zu nett war. Ein Glück, dass es irgendwann Zeit für’s Bett war.

Die guten Dinge von Mittwoch, 10.5.2017:

  • Ein weiterer entspannter Tag und der dann auch noch mit wenigen an Bord gebliebenen Gästen. Und deshalb lesen, lesen, lesen.
  • Die Rückenmassage, die mir so unglaublich gut tat.
  • Nachts gab es Begleitung von einem anderen Kreuzfahrtschiff und den Vollmond:

Der zweite Seetag

Schon wieder ein Seetag – die Routenplanung hat sich uns dieses Mal wirklich nicht erschlossen. Trotzdem hatten wir sie ja gebucht, diese Route. Also keine Klagen darüber. Zumal es endlich anständiges Rührei zum Frühstück gab. 😉

Mittags sind wir der Einladung für Vielreiser zu einem Treffen mit dem Kapitän und den Offizieren gefolgt. Erst bei unserer Ankunft dort stellten wir fest, dass diese Einladung eigentlich nur für mich galt, denn ich habe ja schon eine Reise mit der Mein Schiff mehr auf dem Buckel als Herr Grillenscheucher. Tja, wer lesen kann, ist immer klar im Vorteil… Zu unserer Verteidigung kann ich nur sagen, dass wir auf dieser Reise derart mit Einladungen und Gutscheinen bombadiert wurden, dass wir schlicht den Überblick verloren. Zu meinem Glück durfte Herr Grillenscheucher trotzdem als meine Begleitperson an diesem Empfang teilnehmen.

Eine Anekdote zu diesem Thema von Herrn Grillenscheuchers ersten Kreuzfahrt und meiner zweiten mit der Mein Schiff: Damals fuhr die Mein Schiff 1 erst in ihrem zweiten Jahr für die TUI. Auch damals gab es schon spezielle Veranstaltungen für „Vielreiser“. Und wie selbstverständlich erhielten sowohl ich als auch Herr Grillenscheucher eine Einladung dazu. Wir haben am Boden gelegen vor Lachen, denn für Herrn Grillenscheucher war es ja die allererste Fahrt! Niemand konnte auch nur ahnen, nicht mal ich zu dem Zeitpunkt, dass er auch Vielreiser werden würde. (Vermutlich auch deshalb gingen wir immer davon aus, dass all die Einladungen und Gutscheine für jeden von uns galten.)

Das Treffen fand im Richards, einem der Bezahl-Restaurants, statt und es kamen nur wenige Gäste. Wir unterhielten uns recht nett mit dem General-Manager, u.a. auch über die Aussprache von Cagliari des Kapitäns. Wir hoffen inständig, dass unsere diesbezügliche Kritik weiter gegeben wurde!

Außerdem haben wir uns über die Neubauten der Mein Schiff Flotte unterhalten und ich fand es sehr interessant, dass auch der General-Manager nicht gerade angetan davon wirkte.

Auch wenn Gourmet-Essen nicht so unser Ding ist, hat uns das Richards gut gefallen.

Leider mussten wir im Anschluss feststellen, dass auch meine Einladung zu einer Brückenführung nicht für Herrn Grillenscheucher galt und dass das wegen Überfüllung nicht mehr zu ändern war. Na gut, dann eben nicht. So eine Brückenführung hatten wir ja schon mal zusammen erlebt.

Wir haben die kleine Shoppingmeile auf dem Schiff ausgiebig beguckt, frische Sonnenmilch (meine mitgebrachte war schon ganz klebrig, was echt eklig ist) und mein Lieblingsparfum gekauft und dabei einen Gutschein eingelöst. Hinterher gab es Entspannung auf der Aussichtbar – in eine Decke gehüllt gelesen, gelesen, gelesen. „Blackout“ von Marc Elsberg – hui, dieses Buch hat mich echt beschäftigt. Es handelt grob gesagt von großflächigen Stromausfällen und was dann passiert. Kein lustiges Szenario! Dafür hatten wir einen wunderschönen Blick aufs Mittelmeer, das auf dieser Kreuzfahrt die ganze Zeit so ruhig und glatt war wie auf diesen Fotos:

Am späten Nachmittag gab es leckere Burger im Cliff 24 und danach Sonne tanken auf unserem Balkon, wo es fast schon zu heiß war.

Abends waren wir wie üblich im Atlantik zum Essen. Ich habe zwischendurch ein paar Fotos vom Sonnenuntergang gemacht, bei dem die Sonne leider nicht im Meer, sondern in Wolken versank:

Die guten Dinge von Dienstag, 9.5.2017:

  • Der nette Empfang für die wirklich viel reisenden Gäste im Richards und dass Herr Grillenscheucher mich dorthin begleiten durfte.
  • Lesen, lesen, lesen!
  • Abends im Casino ein sehr nettes Gespräch mit G. und U.

Cagliari

Cagliari auf Sardinien. So ein hübscher Ort und so eine hübsche Insel. Herr Grillenscheucher und ich haben dort vor vielen Jahren unseren ersten gemeinsamen Urlaub verbracht. 😎 Cagliari haben wir damals allerdings nur kurz gesehen.

Der Kapitän sprach Cagliari bei seinen Ansagen über die Schiffslautsprecher immer „Kackliari“ aus und uns kräuselten sich die Zehennägel. Herrjeh, der Ort ist nun wirklich nicht Kacke. Und ich frage mich dann immer, wie viele der gut 2000 Gäste auf dem Schiff (plus Mitarbeiter) diese Aussprache für richtig halten und weiter in der Welt verbreiten. Grusel! Die korrekte, italienische und wirklich nicht schwierige Aussprache findet sich auf Wikipedia:

Unser erster Landgang auf dieser Kreuzfahrt und wir konnten ihn ganz entspannt angehen, denn wir würden erst um Mitternacht wieder ablegen. Dieser Zeitplan hat sich uns zwar nicht erschlossen, aber das macht ja auch nichts. So konnten wir ganz geruhsam aufstehen, frühstücken und in der Außenalsterbar Latte Macchiato und Espresso genießen. Erst am frühen Nachmittag sind wir vom Schiff gegangen und haben uns vom kostenlosen Hafenshuttle kutschieren lassen. Die Sonne schien, es war fast heiß, aber sehr, sehr windig.

Cagliari vom Schiff aus gesehen:

Von unserem Balkon hatten wir einen anderen Blick. Vor allem den auf einen Flugzeugträger, der vermutlich für Flüchtlinge im Mittelmeer zuständig ist.

Für mich sieht so was immer ziemlich bedrohlich aus. Aber Cagliari hat es mich gleich vergessen lassen. Wir sind hoch und runter durch Straßen und Gassen und über Plätze. Zuerst kamen wir am Teatro Civico vorbei:

Gassen:

Natürlich haben wir die Kathedrale besichtigt.

Es waren viele Engel an den Wänden zu bestaunen, die alle einen anderen Gesichtsausdruck hatten:

Und es gab sogar echten Blumenschmuck:

Hinterher waren wir und Donany ein wenig erschöpft von all den Eindrücken und wir haben eine kleine Rast auf einem Platz vor der Kathedrale gemacht.

Unterwegs gab es viele Blumenkästen verschiedener Art, die mich ein bisschen inspiriert haben:

Einen wunderschönen alten Fiat gab es zu bewundern.

Wir kamen vorbei am Torre dell Elefante, einem alten Wachturm, und konnten von relativ weit oben unser Lieblingsschiff bewundern.

Vor der Chiesa dei Cappucchini war der Platz mit bunten Fähnchen für ein Fest geschmückt.

Noch eine Pause vor einer leider geschlossenen Pommes-Bude (Ich hatte langsam Hunger.).

Ganz in der Nähe fanden wir heraus, wo sich der Frühling in diesem Jahr versteckt hatte:

Ich habe, wie immer unterwegs, viele Balkone und Häuserfassaden bewundert.

Läden gab es natürlich auch, die aber erst gegen 16:30 Uhr wieder öffneten.

Eine schläfrige Katze unterwegs und eine weitere Kirche, deren Namen ich vergessen habe:

Wir kamen an der Bastione di Saint Remy vorbei und danach gab es endlich ein Eis für uns.

Den ganzen Tag haben wir überall nach Postkarten geschaut, aber die meisten waren entsetzlich hässlich. Dennoch kamen wir abends zufrieden mit diesem schönen Ort zurück aufs Schiff. Nach einem Prosecco bekamen wir auch gleich einen Tisch im Atlantik und haben lecker gespeist, was uns hoffen ließ, dass das Essen gestern nur ein Ausrutscher war.

Wie immer haben wir den Abend im Casino beendet. Die Poolparty haben wir gemieden, weil dort Roberto Blanco auftrat – ausgerechnet der! Eigens für den Geburtstag der Mein Schiff 1 war er mit an Bord. Darauf hätten wir echt gern verzichtet…

Die guten Dinge von Montag, 8. Mai 2017:

  • Wegen der langen Liegezeit in Cagliari konnten wir super geruhsam in den Tag starten.
  • Cagliari! Hach, es war so so so schön, diese Stadt nach all den Jahren wieder zu sehen.
  • Endlich leckeres Essen im Atlantik.