Der Nachtrag vom Wochenende

Das war ein schönes Wochenende. 🙂 Auch wenn es damit begann, dass Herr Grillenscheucher und ich noch mit den Nachwirkungen einer leichten Lebensmittelvergiftung zu kämpfen hatten und wir deshalb nicht tanzen gehen konnten. Man soll eben keine Pilze aufwärmen!

Die guten Dinge von Freitag:

  • Sonnenschein. Wie schön! 😎
  • Herr Grillenscheucher reparierte mein Telefon. Jetzt kann ich statt Rauschen wieder hören, wer dran ist. (Blöderweise rief jemand an kurz bevor es wieder funktionierte. Wer das wohl war?)
  • Ein langer Abend in der Küche von Herrn Grillenscheucher.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Regen, Regen, Regen. Insofern war es kein Verlust, dass wir lange geschlafen haben.
  • Die Öffis haben uns gefoppt. Dort, wo wir in einen Bus umsteigen sollten, war eine riesige Baustelle und deshalb fanden wir die richtige Bushaltestelle nicht. Menno. Also haben wir auf unsere bewährte Route zu S. und L. zurück gegriffen, die wir ja zum Glück kannten. So kamen wir mit einiger Verzögerung doch noch an.
  • Das schöne Treffen mit S. und L. – erzählt, gelacht und lecker gegessen.

Die guten Dinge von heute:

  • Heute sind Herr Grillenscheucher und ich seit 18 Jahren zusammen.
  • Die Sonne schien wieder und ich habe endlich meinen Geburtstagsgutschein für eine Bötchen-Fahrt eingelöst.
  • Wir haben eine historische Fleetfahrt gemacht und es war ganz und gar wunderbar. Plätze draußen ergattert, jeder ein Flens mit lautem Plopp geöffnet und dann ging es los. Durch die Speicherstadt geschippert. In Fleete gekommen, in denen wir noch nie waren. Durch Schleusen gehoben und gesenkt worden. Viel erfahren über die Gebäude und die Wasserstraßen. Unterwegs belegte Brötchen gegessen, die wir zum Glück dabei hatten – auf der Barkasse gab es nämlich nur Getränke zu kaufen. Und überall lag Musik in der Luft, weil zum verkaufsoffenen Sonntag jetzt immer Musiker unterwegs sind. Heute gab es passend zu den gerade stattfindenden Filmtagen Musik aus Filmen. Zum Schluss sind wir auf die Elbe zur Elphi gefahren – ganz schön schaukelig da.

Botanischer Garten

Wettervorhersage für heute: trocken, wolkig, 17° C. Da kann man doch endlich mal wieder einen Ausflug machen. Herr Grillenscheucher und ich trafen uns also und fuhren mit der S-Bahn nach Klein Flottbek, um den botanischen Garten, der heute Loki-Schmidt-Garten heißt, zu besuchen.

  • Wir waren beide das erste Mal dort und ganz hingerissen von der Artenvielfalt und der unglaublich liebevollen Gestaltung. Es gibt praktisch alles zu sehen, was sich in der Natur findet: einen Bauern- und ein Nutzgarten, einen chinesischen und einen japanischen Garten, eine Alpenlandschaft usw. Sogar eine Wüste und einen See gibt es. Überall sind lauschige Sitzgelegenheiten mit wunderschönen Ausblicken aufgestellt. Und sie trauen ihren Besuchern echt was zu: schmale, halb überwachsene Wege, minimalistische Stege und ich konnte meine ersten alpinen Erfahrungen sammeln. 😉

 

  • Eine Menge Tiere gab es natürlich auch. Große Fische, Eichhörnchen, sehr zutrauliche Enten, Schmetterlinge, Blesshühner.

  • Im chinesischen Pavillon haben Herr Grillenscheucher und ich die selbst gemachten Burger verspeist, die er mitgebracht hatte. Dort gab es nämlich einen Tisch. Vorher hatten wir uns noch den japanischen und den chinesischen Garten angesehen.

  • Bonus: Auf dem Rückweg haben wir die S11 erwischt, die im Gegensatz zur S1 überirdisch fährt und mit der man einen wunderschönen Blick auf die Außen- und die Binnenalster zugleich hat. Jedenfalls wenn nicht gerade neben einem ein Intercity die Sicht versperrt. Wir hatten deshalb nur den Blick auf die Außenalster, was aber schon wunderbar genug ist.

Der Nachtrag vom Wochenende

Dieses Wochenende fand ich anstrengend und ich hänge immer noch ein bisschen in den Seilen. Aber es war auch schön und interessant.

Die guten Dinge von Freitag:

  • Papierkram erledigt und mir damit ein Fleiß-Sternchen verdient. 😉
  • Im strömenden Regen auf dem Wochenmarkt eingekauft, was jetzt nicht so toll war. Aber ich hatte daran gedacht, dass ich tatsächlich Gummistiefel besitze, und habe sie auch angezogen. Das machte das scheußliche Wetter irgendwie erträglicher.
  • Tanzen war unglaublich anstrengend – wir üben gerade Wiener Walzer -, aber ich habe bis zum Schluss durchgehalten.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Regen, Regen, Regen. Wir blieben zu Hause und ließen uns auch nicht von dem Bisschen Sonne am Nachmittag nach draußen locken. Ein Glück, denn das war nur eine kurze Verschnaufpause für den Regen.
  • Abends endlich hörte es pünktlich zum Rolling Stones Konzert auf der Stadtpark-Wiese auf zu regnen. Das hat mich sehr für die vielen Menschen gefreut, die dafür teure Tickets gekauft hatten. Wir haben das Konzert durch die offene Balkontür gehört, wenn auch in ziemlich schlechter Sound-Qualität. 😉
  • Es gab Fisch zum Essen. Ich freue mich total, dass Herr Grillenscheucher sich jetzt doch traut, Fisch zuzubereiten. War auch echt lecker: Seelachs mit Erbsen in Sahnesoße.

Die guten Dinge von Sonntag:

  • Sonne statt Regen. 😎 So wurde es dann wenigstens am Sonntag was mit den Besichtigungen am Denkmaltag, nachdem sie am Samstag im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen waren.
  • Um 13 Uhr haben wir uns die Schilleroper angesehen und einem interessanten und lustigen Vortrag über die Geschichte des Gebäudes bis in die heutige Zeit gelauscht. Leider kann man sich die Oper nicht von innen ansehen, weil Einsturzgefahr besteht. Hinterher hatten wir viel Zeit bis zu unserem nächsten Termin und haben uns erstmal im Café Sul mit Tosta Mista gestärkt.

 

  • Weiter ging es nach Altona, wo wir eher zufällig über die Christianskirche stolperten, die nicht zum Denkmaltag-Programm gehörte. Aber jemand spielte sehr nett auf dem Glockenspiel und innen ist die Kirche voller Engel und Sterne. Schön! Draußen im kleinen Kirchenpark hatte jemand vorsichtshalber eine Bank mit einem Handtuch reserviert. 😉

  • Und noch ein viertes gutes Ding: der Stuhlmannbrunnen, auf den ich mich schon so gefreut habe. Eine Führung rund um und in den Brunnen von einem sehr netten älteren Herrn, dessen Begeisterung für das Denkmal nahezu ansteckend war. Es ist das zweitgrößte Denkmal in Hamburg, das größte ist das Bismarck-Denkmal. Das Kupfer wurde teilweise so lange gedengelt bis es nur noch 0,2 mm dick war. Durch das Dengeln hat die Außenhülle ganz viele, ganz kleine Löcher bekommen und wenn man unter dem Brunnen ist und nach oben schaut, sieht es tatsächlich aus wie ein Sternenhimmel. Leider tropft es da drinnen derart, dass ich davon kein Foto machen konnte.

 

Mit dem Bötchen nach Cranz

Die Wettervorhersage war gut und Herr Grillenscheucher und ich waren für einen Ausflug verabredet. Seine Eltern schlossen sich uns an und so verbrachten wir gemeinsam den Tag mehr oder weniger in öffentlichen Verkehrsmitteln. 😉 Ich wollte nämlich so gern Bötchen fahren, weil ich mich dann immer gleich wie im Urlaub fühle. Mein Wunsch wurde mir erfüllt.

  • Wir sind ganz, ganz viel Bötchen gefahren. So wunderbar, der brummende Motor unter uns, der Fahrtwind in den Haaren und das Wasser vor, neben und hinter uns. 😎 Bei strahlendem Sonnenschein haben wir uns an den Landungsbrücken getroffen und sind mit der Fähre nach Finkenwerder gefahren. Dort sind wir in die Fähre nach Teufelsbrück umgestiegen. Dann ging es eine Weile an Land mit Bussen durch viel Grün weiter bis wir mit der Bergziege am Hafen in Blankenese ankamen. Die nächste Fähre fuhr uns vor der Nase davon und wir vertrieben uns die einstündige Wartezeit mit Fischbrötchen. Das dritte Bötchen an diesem Tag schipperte uns nach Cranz. Unterwegs gab es so viel zu sehen: den Airbus im Landeanflug, das Elbufer und natürlich jede Menge große Pötte. Vom Kapitän einer Fähre haben wir gelernt, dass wir sogar einen Eisbrecher sahen – erkennbar an der seltsam geformten Schnauze (das orange Ding).

  • Um in Cranz anzukommen, ist das Bötchen ein kleines Stück die Este hoch gefahren. Wir sind frohen Mutes vom Anleger ein Stück auf dem Deich entlang gelaufen. Gewünscht haben wir uns ein Café, das es aber nur am Anleger gab. Dafür sahen wir eine Menge süße Häuser, die Este und einen Laden für orthopädische Schuhe. Nett, aber jetzt nichts, was man unbedingt gesehen haben muss. Wenn man jedoch ganz viel Bötchen fahren will, ist das schon ein super Ziel. 😉

  • Die Rückfahrt haben wir etwas schlichter gestaltet. Wir hatten Glück und erwischten einen Bus kurz vorm Losfahren, der uns bis Finkenwerder brachte. Von dort gab es die vierte Bötchen-Fahrt des Tages zurück zu den Landungsbrücken. 🙂 Und in unserem Lieblings-Café im Portugiesenviertel endlich den ersehnten Kaffee für die Eltern von Herrn Grillenscheucher und für uns beide Sagres. Zum Abschluss sind wir noch zum Stintfang hoch gegangen und haben all die blauen Neonröhren bewundert, die unseren Hafen derzeit für den Blue Port und die Cruise Days beleuchten. Auch die Fähren, mit denen wir gefahren sind, tragen solche mit sich.

Ja, das war ein sehr schöner Ausflugstag! 🙂

Endlich Urlaub

Nun ist die Schufterei in meiner Wohnung vorbei und ich habe wirklich Urlaub. Noch 5 Wochen! 😎 Zum Start gab es auch gleich den ersten Ausflug.

  • Herr Grillenscheucher und ich sind mit seinen Eltern in das Büsenbachtal gefahren. So hübsch voller blühender Heide und angenehm übersichtlich.
  • Zuerst haben wir uns im Café Schafstall mit diversen Gerichten aus Heidschnucken gestärkt. Empfanden wir alle nicht als geschmacklich besonders, aber nun wissen wir das. Und das Café ist wirklich sehr hübsch.

 

  • Danach sind wir durch das Tal gewandert, haben uns unterhalten und viel rum gealbert, die lila Blütenpracht, die Sonne und den hübschen Bach genossen. Ein richtig schöner Urlaubstag!

 

  • Bonus: Nach Hause kommen und einfach mal eine Weile faul auf dem Sofa abhängen. Die 3 Wochen Renovierungswahn haben mich doch ganz schön geschafft.