Lisa

Ziemlich genau drei Jahre alt ist mein wunderhübsches Notebook Lisa geworden und nun ist sie kaputt. 🙁 Ich hab sie so gern angesehen und angefasst. Ja, ich weiß, dass das nicht Sinn und Zweck von Notebooks ist, aber für mich ist das wichtig und das gibt es einfach nicht so oft. Herr Grillenscheucher hat alles ausprobiert, was auch nur denkbar war. Leider erfolglos. Tja, kaum ist die Garantie abgelaufen… Da ist es schon ein großes Glück, dass Lena noch aus einer anderen Generation stammt und mit mir weiter so fleißig arbeitet.

  • Kantinentreffen mit M. und einem sehr leckeren Wrap. Wow, manchmal kann mich das Kantinenessen echt noch überraschen.
  • Den ganzen Nachmittag saßen A. und ich in einer Besprechung nach der nächsten. Alle sind gut gelaufen und hinterher war es schön, mit ihr die Eindrücke, die wir beide dabei hatten, zu teilen. Da ist in den Jahren unserer Zusammenarbeit sehr viel Vertrauen entstanden.
  • Rosa Wolken am Abendhimmel und obwohl ich später als sonst aus dem Büro kam, war es noch hell. Yeah! 😎

Der Nachtrag vom Wochenende

So richtig erholt haben sich meine Zähne von der Tortur immer noch nicht, aber sonst war es ein schönes Wochenende. Sogar mit ziemlich milden Temperaturen und ohne Schnee.

Die guten Dinge von Freitag:

  • In der Kantine gab es als Überraschungsessen Fischstäbchen mit Kartoffelpüree und das konnte ich so einigermaßen essen bzw. eher lutschen.
  • Herr Grillenscheucher und ich waren zum Tanzen und hatten viel Spaß. 🙂 Der Azubi hat unterrichtet, seinen Job sehr gut gemacht und schöne Musik aufgelegt. Es waren weniger Paare als sonst da und deshalb wurden wir gebeten, nach der Pause in den kleineren Saal zu wechseln, damit der parallel dort stattfindende Kurs genug Platz zum Lernen einer raumgreifenden Figur hat. Der Azubi kündigte das an und meinte, wir hätten eh nur einen Tanz, für den man viel Platz braucht, noch nicht getanzt: die Samba. Ein Glück war ich geistesgegenwärtig genug, um ihm zu widersprechen. Der Slowfox braucht nämlich erheblich mehr Platz. So kamen wir um die blöde Samba rum 😉 und durften noch einen Slowfox vor der Pause tanzen. Ein Glück, denn im kleinen Saal fühlte es sich an als wären wir plötzlich doppelt so viele Paare.
  • Hinterher gab es leckere, tröstende Bolo.

Die guten Dinge von Samstag:

  • Es war mild und trocken draußen. Ich konnte endlich mal wieder einen leichteren Mantel tragen.
  • Herr Grillenscheucher und ich waren mit der Mission „Notebook“ unterwegs. Da muss endlich was passieren. Wir haben tatsächlich ein neues für mich gekauft und hinterher hatte Herr Grillenscheucher doch noch eine neue Idee, woran Lisa erkrankt sein könnte. Mal sehen, was dabei raus kommt.
  • Als wir zurück nach Hause kamen, roch die Wohnung lecker nach Hühnersuppe, die den ganzen Tag auf dem Herd vor sich hin köchelte. Herr Grillenscheucher hatte sie gleich nach dem Aufstehen aufgesetzt.
  • Bonus: Wir haben diverse Dinge besprochen und beschlossen. Herr Grillenscheucher hatte eine gute Idee für die Winterflucht, über die wir gerade nachdenken. Da gilt es, noch einiges zu recherchieren.

Die guten Dinge von heute:

  • Lange geschlafen und beim Aufstehen schien die Sonne. 😎
  • Es ist genug Hühnersuppe übrig geblieben, so dass ich zwei Portionen einfrieren konnte. Super! So bin ich für mögliche Erkältungen gerüstet.
  • Ich habe mich darüber gefreut, dass Herr Grillenscheucher so gut drauf war.

Kurz und gut

  • Weil die Ärztin mir gestern für heute Ruhe empfahl, habe ich mich schon gestern im Büro krank gemeldet und konnte heute wunderbar ausschlafen.
  • Kaum bin ich mal einen Tag zu Hause, klingelt immer wieder das Telefon und ich hatte sehr nette Telefonate. (Sprechen geht ja wieder, nur beißen noch nicht so richtig.)
  • Ich durfte dem Schneetreiben von drinnen zugucken.

Parodontose-Behandlung

Ich gehöre ja nicht zu den Menschen, die sich bei ärztlichen Diagnosen oder vor ärztlichen Behandlungen durchs Internet lesen. Mich gruselt nämlich so schon genug vor beidem. Für meine heutige Parodontose-Behandlung hatte ich deshalb nur zwei Erfahrungsberichte aus dem richtigen Leben: einer fand die Behandlung furchtbar, einer fand sie gar nicht so schlimm. Für letzteren war ich sehr dankbar, denn sonst wäre ich mit noch mehr Angst hingegangen.

Nun kann ich meinen eigenen Bericht beisteuern: Es war entsetzlich!!! Nicht mal so sehr,  weil es manchmal höllisch weh tat. Viel schlimmer war das Betäuben. Meine Lippen fühlten sich an wie mit Botox aufgespritzt und sogar meine Nase war betäubt. 😮 Immerhin unterließen sie es, meine Zunge noch weiter zu betäuben, nachdem ich mich darüber beschwert hatte. Ziemlich dämlich fand ich die ständige Frage, ob sie weiter machen sollen mit dem Betäuben. Was für eine Frage! Nun fühlte ich mich doch eh schon elend und sollte ich etwa mit dem Wissen, was auf mich zukommt, ein anderes Mal für dasselbe Elend wiederkommen? Nie im Leben hätte ich mich dazu überwinden können.

Mitten in der eigentlichen Behandlung machte mein Kreislauf schlapp. Ich hab es gerade noch so geschafft, mich vor der Ohnmacht wieder aufzurichten. Die Ärztin versuchte, mich zu beruhigen. Sie ist wirklich sehr lieb – an ihr liegt es nicht. Schließlich bot sie an, mich 5 Minuten allein zu lassen. Das hat geholfen und ich konnte die Behandlung tatsächlich bis zum Ende durchziehen.

Der Rat für derartige Behandlungen, also für Behandlungen, die für einen selbst extrem schlimm sind, ist ja immer: Denk an was Schönes, z.B. an den nächsten Urlaub. Für mich habe ich heute festgestellt, dass das nicht funktioniert, dafür aber das genaue Gegenteil. Nach der Kreislauf-Sache habe ich an was gedacht, was mich total aufregt und umtreibt. Dazu habe ich im Kopf diverse Rachepläne geschmiedet und mir ist dabei klar geworden, dass ich vorher unbedingt noch was recherchieren muss. Für mich funktionieren also fiese Arzt-Behandlungen besser, wenn ich über etwas ebenso fieses nachdenke.

Trotz dieser Erfahrung heute gab es auch jede Menge gute Dinge:

  • Eine sehr nette, lustige Besprechung zu einem neuen Projekt von N. Das hat richtig Spaß gemacht.
  • Zum Mittagessen in der Kantine kam ich deshalb zwar zu spät, aber erstens bot die Kantine ein leckeres Essen (Was vor der Parodontose-Behandlung echt wichtig war.) und zweitens blieb D. mit mir am Tisch sitzen bis ich fertig war. Wir hatten aber auch genug dienstlich zu bequatschen.
  • Ich habe die Parodontose-Behandlung überstanden!!! Und bekam hinterher sogar viel Lob von der Ärztin, wie tapfer ich gewesen sei. (Fand ich jetzt nicht, aber gut.)
  • Bonus 1: Herr Grillenscheucher hat mich abgeholt und es war so gut, mich mit meinem wackeligen Kreislauf an seinen Arm hängen zu können. Er hat mich sicher nach Hause gebracht, wo ich mit meinem Elend lieber allein blieb.
  • Bonus 2: Das Gefühl, wenn die Lippen wieder Normalmaß annehmen. Hach, herrlich! Und dann konnte ich auch endlich eine Schmerztablette nehmen und wurde das ekelhafte Gefühl am Zahnfleisch los. Gerade fühlt sich alles fast wieder normal an, wenn man von der Erschöpfung absieht.

Chef-Ideen

Ich bin es ja gewohnt, dass Chefs und vor allem ChefChefs gelegentlich Ideen haben, die mir nicht unbedingt behagen. Das gehört schließlich zu ihrem Job. Mein ChefChef allerdings haut derartige Ideen wie am Fließband raus seit er unsere Abteilung übernommen hat. Heute habe ich von einer erfahren, die ich auf Grund der Menge bislang schlicht übersehen hatte und die mich im Gegensatz zu allen anderen total schockiert. Für mich sieht es so aus als würden in meiner Abteilung andere Regeln als im Rest der Firma eingeführt werden. Die Zeit, all die Ideen lächelnd zu ignorieren, ist wohl leider vorbei. Das wird anstrengend. Seufz.

  • Mein Weg ins Büro führte über pures Eis und ich habe mich im Pinguin-Gang geübt, wodurch ich heil ankam.

  • Sonnenschein und Temperaturen über 0° C den ganzen Tag, so dass bis zum Feierabend zumindest das meiste Eis auf den Wegen weg schmolz. Uffz!
  • Meine neue Kugelschreibermine lag im Briefkasten und endlich kann ich wieder meinen liebsten Kugelschreiber benutzen. Hach, toll!