der Grillenscheucher

Geschichten von meinem Balkon und anderswo

Zugemüllt

Was immer da gerade mit meinem Mail-Postfach passiert: Es möge bitte aufhören!!! Seit heute Nachmittag bekomme ich quasi im Sekundentakt Mails. Was soll das? Es gibt einfach zu viele Trottel auf dieser Welt, jawoll. 👿

  • Es gab sehr rotes, sehr leckeres Labskaus in der Kantine.
  • Ich habe endlich ein Protokoll fertig geschrieben, vor dem ich mich ziemlich gedrückt habe. Gibt ein Fleiß-Sternchen. 😉
  • Herr Grillenscheucher kümmert sich gerade um das Mail-Problem. Danke schön!

OSZE

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) tagt morgen und übermorgen in Hamburg. Ich gönne es den ungefähr 3000 (!) Teilnehmern – plus den Heerscharen von der Presse – von ganzem Herzen, meine wunderschöne Stadt zu sehen. Das Wetter ist zwar gerade nicht so richtig toll, aber davon wird die Stadt ja nicht hässlicher. Dennoch wäre es erheblich schöner gewesen, wären sie nicht alle auf einmal gekommen.

Vorher hieß es noch volltönig aus den Mündern diverser Politiker, diese Konferenz würde das Leben der Hamburger so gut wie gar nicht einschränken. Nee, ganz klar, merkt man überhaupt nicht, dass die allermeisten heute schon anreisen. 😡 Hubschrauber kreisen den ganzen Tag über uns, U-Bahn-Höfe sind ganz oder teilweise gesperrt, Züge fahren anders, sind verspätet und/oder überfüllt, an Straßensperren muss man den Ausweis vorzeigen usw. usf. Die aktuelle Situation ist hier (klick mich) ganz moderat beschrieben. Man darf auf die kommenden Tage gespannt sein…

  • Mein Tag war müde und grau und deshalb war es schön, dass ich durch ihn durch schleichen konnte, ohne dabei großartig gestört zu werden.
  • Eine Frau in der überfüllten U-Bahn hat mich total fasziniert. Ich wünschte, ich könnte so offen auf total fremde Menschen zugehen.
  • Ich habe mich total über den Drogeriemarkt bei mir um die Ecke geärgert. Seit sie den aufwändig umgebaut haben, ist da so gut wie immer alles ausverkauft, was ich dort früher normalerweise gekauft habe. Stattdessen gibt es jetzt ein riesiges Pralinen-Angebot. Warum??? Ich habe den Laden also verärgert und unverrichteter Dinge verlassen. Ein bisschen später habe ich gedacht: „Macht doch eigentlich nichts. Ich kann ja meinen Einkauf einfach in meiner Lieblingsfiliale dieser Kette erledigen.“. Gut, dahin muss ich mit dem Auto fahren, aber es gibt sie doch immerhin, die Lieblingsfiliale. Ein bisschen unbequemer, aber anderswo auf der Welt laufen Menschen kilometerweit für einen Krug Wasser!

Nikolausi

  • Der Nikolaus hat zwar „nur“ mein Büro gefunden, dafür aber gleich drei Mal. Ich muss wohl ziemlich brav gewesen sein – dort jedenfalls. 😉
  • Dank ausführlicher Erläuterung vom Chef endlich die aktuellste Veränderung verstanden. Ja, das macht schon Sinn. Auch wenn ich weder ihn noch uns um das beneide, was uns da an Prozess bevor steht. Nun übe ich mich in Vertrauen darin, dass alles gut werden wird.
  • Gedankenkreisel abschalten auf dem Sofa.

Veränderungen

Es heißt ja, dass das einzige, worauf man sich wirklich verlassen kann, Veränderungen sind. Aber müssen es denn gleich so viele auf einmal sein??? :-( Im Büro überschlagen sich die Neuigkeiten und damit verbundenen Änderungen, dass mir schon ganz schwindelig ist. Immerhin war ich heute gut drauf und konnte genug Humor aufbringen, um letztlich alle betretenen Gesichter zum Lachen zu bringen – bis auf eines, leider.

  • Es war gerade so eben heute als ich letzte Nacht ein Buch zu Ende las, das mich sehr berührt und nachdenklich gestimmt hat. „Komm her und lass dich küssen“ von Griet Op de Beeck. Der Titel klingt nach Groschenroman, aber das ist es rein gar nicht. Ich liebe ihre Tendenz zu Bandwurmsätzen und besonders diesen:

Ich will retten, was zu retten ist, mich selbst zum Beispiel, ich will wissen, was ich wert bin, mich für das entscheiden, was richtig und gut ist, glauben, dass ich das darf.

Griet Op de Beeck

  • Obwohl heute Montag ist, bin ich richtig guter Laune, irgendwie befreit (Vielleicht weil der gestern geschriebene Brief auf seinem Weg zum Empfänger ist.) und sehr dankbar für mein gutes Leben. Auf den langen Fluren meiner Firma kam mir jemand mit einem Getränk und irgendwas Essbarem entgegen und ich dachte plötzlich: „Wow, was haben wir und ich für ein Glück, weder Hunger noch Durst leiden zu müssen!“.
  • Lächeln verschenken in der U-Bahn. Heute war mal genug Platz dafür. 😉

Der Nachtrag vom Wochenende

Dieses Wochenende hatte seine schwierigen Momente. Glücklicherweise waren die immer ziemlich schnell überstanden und der überwiegende Teil des Wochenendes war schön und produktiv. :-)

Die guten Dinge von Freitag:

  • Die beiden langen Termine im Büro waren beide ein wenig kürzer als erwartet. Uffz.
  • Als ich ins Wochenende ging, sagte A.: „Kauf Vitamine!“. Sie hat ja recht, im Winter braucht man viele, viele Vitamine. Und sie gab mir damit die perfekte Ausrede, endlich eine Clementinen-Kiste auf dem Wochenmarkt zu kaufen. Ich bin nämlich schon lange total scharf auf die Kiste als solches. 😉

266_Clementinen

  • Ein super leckerer Nudelauflauf mit Thunfisch, Erbsen und Tomaten.

Die guten Dinge von Samstag:

  • So ein schöner, klarer Tag und ein toller Himmel.

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  • Reden mit Herrn Grillenscheucher und dabei ein paar Dinge entscheiden. Es tut so gut, wie er mir den Rücken stärkt.
  • Plätzchenduft! Ich esse ja nicht so gern Plätzchen, aber ich liebe den Duft beim Backen. Herr Grillenscheucher hatte schon drei Sorten gebacken, aber die letzte Sorte haben wir zusammen fertig gestellt. Jetzt gibt es Plätzchenberge – alle zum Verschenken.

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  • Bonus: Eine Vorspeise zum Reinlegen! Kartoffel-Sellerie-Puffer mit Crème Fraîche und Lachs.

Die guten Dinge von heute:

  • Zusammen mit Herrn Grillenscheucher die Plätzchenberge in Plätzchentüten verstaut. Ungefähr 60 stehen nun zum Verschenken bereit. Außerdem gibt es einen ganzen Teller für die Tanzschule und den Rest nimmt Herr Grillenscheucher zu seinem Ehrenamt beim Winternotprogramm für Obdachlose mit.

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  • Die Vitamine in Form von Clementinen hab ich nicht nur gekauft, sondern tatsächlich angefangen zu essen. 😉 Lecker!
  • Ich habe eine Entscheidung von gestern umgesetzt und einen schwierigen Brief geschrieben.
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